1.Herren 2018 ergo

Im letzten Spiel des Jahres 2018 traf die Elf von Lars Brinkschröder und Lennart Henkenborg auf die Mannschaft der Stunde, den Hagener SV. Denn Hagen hatte seit 7 Spielen keine Niederlage kassiert und zuletzt überraschend deutlich Tabellenführer Gesmold mit 7:2 bezwungen. Der Favorit für die Partie war somit klar festgelegt. Aber auch die Jungs in grün-weiß haben zuletzt in die Erfolgsspur zurückgefunden und von den letzten fünf Spielen vier gewonnen.

Das Trainergespann musste im Vergleich zur Vorwoche gleich auf mehreren Positionen umstellen, denn neben den Langzeitverletzten fehlten Ole Hengelbrock und Lukas Sundermann. Jannis Kappelmann und Jannis Kolbe halfen unterdessen bei der Zweiten (2:2 bei Sultan Spor Bad Essen) aus. Noah Degenhardt musste kurzfristig verletzungsbedingt passen. Zum ersten Mal stand dafür Youngster Moritz Niemeyer in der Anfangsformation und durfte im Sturm neben Jonas Pottebaum agieren.

Bei angenehmen Temperaturen aber Nieselregen nahm die Partie von Beginn an Fahrt auf, denn der Ball wurde auf dem nassen Kunstrasen schnell und lief flüssig durch die Reihen beider Mannschaften. Hagen probierte es dabei wiederholt mit steilen Bällen auf die flinken Außenspieler, wobei ein solcher Angriff nach 6 Minuten beinahe im Führungstor für die Gastgeber geendet hätte. Kapitän und Abwehrchef Henrik Meyer zu Allendorf rettete im letzten Moment durch geschicktes Trikot-ziehen an Stürmer Till Engelmeyer, was der Schiedsrichter nicht ahndete.

Aber auch Borgloh versteckte sich in der Anfangsphase keineswegs, hatte aber keine dicke Torchance und war zunächst bemüht, „hinten die Null zu halten“. Aber nachdem die Borgloher zwei Ecken in Folge erzwingen konnten, setzten sie sich im Angriffsdrittel der Hagener fest und erzielten nach 14 Minuten prompt das 1:0. Nach einem Freistoß von Oldie Florian Symanzik aus dem Halbfeld konnte die Hintermannschaft des HSV nicht ausreichend klären. So kam „Zehner“ Pascal Schweer an die Kugel und traf mit dem Rücken zum Tor aus der Drehung zur Führung ins lange Eck.

Im Anschluss machten die Grün-weißen weiter mächtig Druck und erspielten sich bis zur 23. Minute drei weitere gute Möglichkeiten, wovon aber keine genutzt werden konnte. Besonders Moritz Niemeyer konnte mit seiner Schnelligkeit immer wieder für Gefahr sorgen und zeigte vor allem mit Pascal Schweer ein gutes Zusammenspiel. Die Hintermannschaft der Gäste hatte sich im Laufe des Spiels besser an die Spielweise des HSV angepasst und ließ nur wenig zu. Das ging bis zur 33. Minute fehlerfrei gut, doch dann trat Florian Meyer zu Allendorf nach einem langen Ball über Selbigen. Till Engelmeyer nutzte den Moment, blieb im Duell mit Torwart Johannes Waack eiskalt und vollstreckte zum 1:1. Ganz unverdient war der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, auch wenn die Entstehung äußerst unglücklich war.

Beide Abwehrreihen waren bis zur Halbzeit noch stark beschäftigt, denn das Spiel wog hin und her. Borgloh zu diesem Zeitpunkt mit den besseren Chancen aber Hagen mit mehr Ballbesitz. Tore fielen bis zum Pfiff aber nicht mehr und so ging es mit dem 1:1 in die Kabine.

Nach dem Pausentee nahmen zunächst die Grün-weißen das Zepter in die Hand und bestimmten das Spiel, welches von Spannung und Zweikämpfen geprägt war. Marcel Schweer fiel dem körperbetonten Spiel zum Opfer und musste nach 57 Minuten gelb-rot gefährdet ausgewechselt werden. Für ihn kam „Bibo“ Zehn ins Spiel.

Und weiter wurde von beiden Mannschaften munter nach vorne gespielt. So kam Moritz Niemeyer zur -bis dato- besten Chance der Begegnung. Nach feinem Zuspiel von Pascal Schweer war der Stürmer allein durch und hatte nur noch Torwart Marlon Leuenberger vor sich. Niemeyer machte in dieser Szene eigentlich alles richtig und chipte die Pille aus vollem Lauf über den herausstürmenden Torwart, aber wie durch ein Wunder riss der Keeper im letzten Moment die rechte Hand hoch und lenkte den Ball knapp am Kasten vorbei. Für diese Parade wurde er von seinen Mitspielern zurecht wie ein Torschütze gefeiert (63.Minute). Also blieb es weiterhin spannend, denn Leuenberger war auch acht Minuten später wieder zur Stelle und hielt seine Mannschaft wieder gegen Niemeyer im Spiel. Zuvor hatte sich der TuS über die linke Seite im Zusammenspiel von Luis Birkemeyer, der für Florian Symanzik eingewechselt wurde, und Jonas Pottebaum durchgesetzt und Moritz Niemeyer im Zentrum bedient (71.). Hagen konnte sich zu diesem Zeitpunkt nur mit Befreiungsschlägen helfen, während die Borgloher weiter mutig auf Sieg spielten.

Schließlich war es „6er“ Emanuel Müller, der den Ball zur umjubelten Führung im Hagener Tor unterbringen konnte. Nach einer Ecke wurde der Ball aus dem Hagener 16er geköpft, landete aber genau auf dem Schlappen von Müller. Dieser ließ sich aus 20 Metern Torentfernung nicht zweimal bitten und traf wuchtig und flach links unten. Dabei hatte er etwas Glück, denn Leuenberger, der den Schuss wohl erst sehr spät sah, rutschte der Ball unterm Körper durch ins Tor (72.).

Und nur eine Minute später erhöhte Moritz Niemeyer mit einem klasse Tor auf 3:1. Wieder wurde der Youngster steil geschickt und schoss dieses Mal die Pille abgebrüht wie ein alter Hase aus 25 Metern über den verdutzen Hagener Schlussmann hinweg unter die Latte. Vincent Schlüter hatte zuvor im Mittelfeld stark den Ball gewonnen und gegen zwei Gegenspieler behauptet, um dann Niemeyer auf die Reise zu schicken, der mit seinem ersten Tor für den TuS Borgloh seine starke Leistung krönte. In der 80. Minute holte er sich seinen verdienten Applaus und machte Platz für Linus Heidemann, der die Position eins zu eins übernahm.

Kurz darauf hätte Jonas Pottebaum beinahe das 4:1 erzieht, traf den Ball aber im Duell mit Leuenberger nicht richtig (81.). Die Hagener waren bis dato in der zweiten Hälfte mit keiner gefährlichen Aktion vor das Tor von Johannes Waack gekommen und ließen in den Schlussminuten resigniert den Kopf hängen. Die Gäste hatten aber noch Lust auf Fußball. Linus Heidemann setzte sich nach einem langen Abschlag von Waack und einer Kopfballverlängerung von Ema Müller im Laufduell gegen Nils Marotz durch und bediente den eingelaufen Jonas Pottebaum mustergültig. „Potte“ machte es diesmal besser, hielt einfach den Schlappen in die Hereingabe und sorgte somit für den 4:1 Endstand (85.).

Bis zum Abpfiff passierte dann aber nichts mehr und so nahm der TuS die drei Punkte mit nach Borgloh, wo auf dem Weihnachtsmarkt noch der ein oder andere Glühwein auf den Sieg geleert wurde. Der Erfolg war auch in der Höhe verdient, denn Hagen hatte in der zweiten Hälfte des Spiels keine Antwort auf die giftige und entschlossene Leistung der Grün-weißen. Die Borgloher bewiesen einmal mehr, dass der aktuelle Tabellenplatz nicht repräsentativ für die eigentliche Stärke der Mannschaft um Marco Hebbelmann, Florian Meyer zu Allendorf und Co. ist, wenn die Leistung abgerufen werden kann. Auf Tabellenplatz 10 geht es nun in die Winterpause.

Und so neigt sich das Fußballjahr 2018 dem Ende entgegen. Die Spieler werden das Jahr und die durchwachsende Hinrunde bei der Weihnachtsfeier noch einmal Revue passieren lassen und nach den letzten Spielen sicherlich optimistisch auf das Jahr 2019 schauen. Da wartet dann direkt zum Auftakt am 10.03.19 das Gemeindederby gegen die „Young Devils“ vom TuS Hilter.

Wer bis dahin nicht warten kann den TuS Borgloh zu sehen, ist herzlich eingeladen die Truppe bei den beiden Hallenturnieren zu unterstützen. Am 15.12.18 hat die SG Hankenberge/Wellendorf zum Dütecup geladen und am 20.12.18 findet die Vorrunde beim legendären Hüggelcup des SV Ohrbeck in der Sporthalle Hasbergen statt.

Die „Erste“ wünscht schon mal besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 6 F. Meyer zu Allendorf – 11 Schlüter, 5 M. Schweer (14 Zehn, 57. Spielminute), 13 Müller, 10 Symanzik (7 L.Birkemeyer, 68.) – 27 P. Schweer – 25 Pottebaum, 21 Niemeyer (17 Heidemann, 80.)

Tore: 0:1 Pascal Schweer (14.) 1:1 Till Engelmeyer (33.) 1:2 Emanuel Müller (72.) 1:3 Moritz Niemeyer (73.) 1:4 Jonas Pottebaum (85.)

Text: Malte Hinrichs

Im letzten Heimspiel des Jahres konnte die 1. Herren einen 2:0 Heimsieg gegen die vor der Saison als Top-Favorit auf die Meisterschaft gehandelte Mannschaft vom SV Bad Laer feiern. Neben den Langzeitausfällen fehlten „Bibo“ Zehn und Moritz Niemeyer krankheitsbedingt.

Die Grün-weißen hatten sich viel vorgenommen und waren von der ersten Minute an aggressiv in den Zweikämpfen. Das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg setzte wieder auf eine offensive Spielweise mit einer Dreierabwehrkette und einem 5er Mittelfeld. Pascal Schweer agierte dabei als zentraler Mann hinter den Spitzen und kurbelte das Borgloher Angriffsspiel an. Das frühe Pressing der Borgloher wurde in der Anfangsphase schon fast belohnt, Linksaußen Florian Symanzik und Stürmer Noah Degenhardt verpassten aber bei zwei Halbchancen das Tor. Bad Laer kam in der 10. Spielminute das erste Mal gefährlich vor das Borgloher Tor, Henrik Meyer zu Allendorf konnte Yannik Seete aber mit einer Grätsche stoppen. Nach der folgenden Ecke für Bad Laer entwickelte sich ein gefährlicher Konter für die Grün-weißen bei dem Pascal Schweer den Ball zunächst stark behauptete, sein Pass auf den vollkommen freistehenden Rechtsaußen Vincent Schlüter aber vom letzten Mann der Kurortler abgefangen wurde.
In der 16. Spielminute forderte Bad Laer einen Strafstoß, nachdem Ole Hengelbrock, der mit Marcel Schweer die Doppelsechs bildete, mit einer beherzten Grätsche den Ball gegen Timo Beck eroberte. Der Schiedsrichter entschied aber zurecht auf weiterspielen, da Hengelbrock eindeutig zunächst den Ball spielte. Nur zwei Minuten später hatte Stürmer Jonas Pottebaum auf der Gegenseite die bis dato beste Chance zur Führung. Nach einem Flugball von Henrik Meyer zu Allendorf verlängerte Pascal Schweer den Ball auf Pottebaum, der freistehend vor Torwart Leon Beck auftauchte, den Ball aber aus halblinker Position ans Außennetz setzte.
Danach entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen, welches aber keinesfalls unansehnlich war, da sich beide Mannschaften nichts schenkten und packende Zweikämpfe das Spiel bestimmten.
Ab der 35. Spielminute übernahm der Gast aus Bad Laer dann das Kommando und hatte bis zur Halbzeit seine beste Phase im Spiel. In der 41. Spielminute wurde ein Schuss von Daniel Klein im letzten Moment zur Ecke geklärt. Nur zwei Minuten später tauchte Marius Paul nach einem Stellungsfehler der Grün-weißen plötzlich frei vor Torwart Waack auf, sein Schuss aus der Drehung flog aber einen guten Meter über das Tor. In dieser Phase des Spiels schwammen die Hausherren und hatten Glück, dass der Linienrichter bei einem Tor von Marius Paul nach einer Flanke von Yannik Seete in der 45. Spielminute auf Abseits entschied, was durchaus anzweifelbar war. Den Schlusspunkt vor der Halbzeit setzte wiederrum Bad Laer mit der -bis dato- größten Chance im Spiel, als Philipp Schulte mit einem satten Schuss aus 16 Meter Torentfernung die Latte traf. Aufgrund der letzten Minuten vor der Pause schmeichelte der 0:0 Halbzeitstand die Borgloher etwas.

Das die Grün-weißen aber „zweite Halbzeit“ momentan einfach deutlich besser können (von der Dritten mal ganz abgesehen 😊), bewiesen sie einmal mehr nach dem Seitenwechsel.
Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da hatte Pascal Schweer eine 100%ige Chance zur Führung. Nach einem weiten Ball der Grün-weißen blieb Gästetorwart Beck zum entsetzen seiner Kollegen auf der Linie kleben, anstatt den Ball kurz vor dem Strafraum zu klären. Borglohs Zehner erkannte die Situation am schnellsten und erlief den Ball, scheiterte aber im Eins gegen Eins relativ kläglich am Gästetorwart.
In der Folge zwangen die Borgloher die Gäste immer wieder zu Fehlern im Aufbauspiel, bei den schnellen zuspielen in die Spitze Griff aber häufiger die Abseitsfalle der Kurortler, denn die Borgloher Stürmer liefen zu häufig in die verbotene Zone. Bad Laer hatte seine beste Chance im zweiten Durchgang in der 55. Spielminute, als Kapitän Nicolas Rinklake nach einer Ecke freistehend zum Kopfball kam, den Ball aber knapp am Tor vorbei setzte. Eine weitere Chance für Bad Laer verdaddelte Yannik Seete in der 61. Spielminute, als er nach einer Flanke von der rechten Außenbahn auf Höhe der Strafraumgrenze am Ball vorbei trat.
Dies war aber die letzte nennenswerte Offensivaktion der Gäste. Stattdessen kamen jetzt die Grün-weißen immer besser ins Spiel. In der 64. Spielminute passte Jonas Pottebaum von der linken Außenbahn vor das Tor, wo Vincent Schlüter angerauscht kam und den Ball aus 11 Meter Torentfernung aus vollem Lauf knapp über das Tor setzte. Nur zwei Minuten später fiel aber die Führung für Borgloh. Nach dem gefühlt zehnten Eckball im Spiel für grün-weiß stieg Pascal Schweer im Zentrum am höchsten und traf nach der Ecke von Jonas Pottebaum mit dem Kopf zum 1:0.
Nur eine Minute später tauchte Pascal Schweer wieder frei vor Torwart Beck auf. Der Linienrichter, der in Halbzeit eins Bad Laer ein Tor aberkannte, ließ ausgleichende Ungerechtigkeit walten und hob die Fahne, obwohl Schweer deutlich vor der Abseitsgrenze stand.
In der 68. Spielminute wechselte Trainer Brinkschröder dann doppelt. Linksaußen Florian Symanzik und Rechtsverteidiger Florian Meyer zu Allendorf verließen den Platz während Luis Birkemeyer und Marco Hebbelmann positionsgetreu eingewechselt wurden.
Borgloh war mit der Führung im Rücken die spielbestimmende Mannschaft und versuchte das 2:0 zu erzielen, anstatt gegen die gefürchtete Gästeoffensive eine 1:0 Führung zu verwalten. Die große Chance dazu hatte Jonas Pottebaum in der 80. Spielminute. Vincent Schlüter und Noah Degenhardt kombinierten sich über die rechte Außenbahn und Letzterer passte vor das Tor, wo Pascal Schweer den Ball am ersten Pfosten verpasste. Jonas Pottebaum stand aber sträflich frei am zweiten Pfosten und bekam den Ball. Der Stürmer hatte alle Zeit der Welt, schoss den Ball aber freistehend am Tor vorbei.
In der Schlussphase versuchte Bad Laer natürlich mit Mann und Maus den Ausgleich zu erzielen, was den Borglohern Platz zum Kontern bot. Über Marco Hebbelmann und dem ebenfalls eingewechselten Linus Heidemann gelangte der Ball auf die rechte Außenbahn zu Vincent Schlüter, der mit letzter Kraft noch einmal bis zur Grundlinie sprintete und den Ball vor das Tor passte. Wieder stand Jonas Pottebaum frei am zweiten Pfosten. Dieses Mal drosch der Stürmer den Ball gnadenlos unter die Latte zum umjubelten 2:0 Endstand.
Über die gesamte Spielzeit betrachtet war es ein verdienter Sieg für die zweikampfstarken Borgloher, die nur in der Phase kurz vor der Pause Glück hatten, nicht in Rückstand zu geraten. Insbesondere im zweiten Durchgang waren die Grün-weißen aber die spielbestimmende Mannschaft und verdienten sich den Sieg.
Am kommenden Wochenende wartet zum Jahresabschluss noch einmal ein richtig schwerer Gegner auf die Borgloher, wenn sie bei der aktuellen „Mannschaft der Stunde“ in Hagen antreten. Mit der gleichen Aggressivität und mannschaftlichen Geschlossenheit wie gegen Bad Laer sollte aber auch im Kirschdorf etwas zu holen sein. Anstoß ist um 14 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (15 Hebbelmann, 68.), 8 H. Meyer zu Allendorf, 4 Lukas Sundermann – 10 Symanzik (7 Birkemeyer, 68.), 19 Hengelbrock, 5 M. Schweer, 11 Schlüter – 27 P. Schweer – 25 Pottebaum, 3 Degenhardt (17 Heidemann, 89.)

Tore: 1:0 Pascal Schweer (66), 2:0 Jonas Pottebaum (90)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

gesmold borgloh 18

Symbolbild: Julius Laabs

Bereits am vergangenen Freitag hat die 1. Herren beim Tabellenführer in Gesmold eine 2:4 Niederlage kassiert. Personell konnte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen, denn die beiden Kapitäne Henrik Meyer zu Allendorf und Luis Birkemeyer kehrten nach abgesessener Sperre ins Team zurück. Getreu dem Motto „Never change a winning Team“ ließen die Trainer aber die gleiche Startaufstellung wie beim Sieg gegen Riemsloh von Beginn an ran.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem sehr gut bespielbaren Kunstrasenplatz in Gesmold waren die Hausherren gleich von Beginn an die tonangebende Mannschaft. In der 3. Spielminute kam Till Specht zu einer guten Kopfballchance nach einer Flanke von Arne Schlüter, der Kopfball flog allerdings einen guten Meter am von Johannes Waack gehüteten Tor vorbei. Die Grün-weißen, die wieder mit einer Dreier Abwehrkette und einem 5er Mittelfeld agierten, versuchten die Räume auf dem großen Platz möglichst eng zu halten, was aber nur phasenweise gegen spritzige und kombinationssichere Gastgeber gelang. Die erste Chance für die Grün-weißen hatte Emanuel Müller in der 7. Spielminute, als der Sechser sein Pferdehuf auspackte und den Ball aus gut 25 Meter Richtung Tor drosch. Torwart Stratmann war aber zur Stelle und konnte den guten Versuch entschärfen.

Im Gegenzug fiel dann das 1:0 für die Grönegauer. Nach einer starken Kombination über die halblinke Abwehrseite der Borgloher stand Jonas Schmeiduch nach Pass von Nils Grothaus plötzlich frei vor Torwart Waack und schob den Ball zur Führung für Gesmold über die Linie. In der Folge kamen die Grün-weißen besser ins Spiel, Gesmold lauerte aber auf Konter mit seinen pfeilschnellen Offensivspielern.

Mitte der ersten Halbzeit stellte Trainer Lars Brinkschröder seine Mannschaft um. Emanuel Müller rückte eine Position zurück und Borgloh spielte fortan mit einer Viererkette. Die Borgloher waren zu diesem Zeitpunkt zwar optisch leicht überlegen, schafften es aber nicht die Stürmer Noah Degenhardt und Linus Heidemann in Szene zu setzen.

Stattdessen kam Gesmold mit einem blitzsauberen Konter in der 26. Spielminute zum 2:0. Die Hausherren setzten sich über die rechte Borgloher Seite durch und Lars Hübner bediente im Rücken der Abwehr Jonas Schmeiduch, der aus 16 Meter Torentfernung zum 2:0 einschob. Gesmold spielte fortan im Stil eines Spitzenreiters und ließ den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Die Borgloher waren ihrerseits zu weit weg von ihren Gegenspielern und kamen dadurch nicht einmal ansatzweise in die Zweikämpfe. Die logische Konsequenz der inzwischen drückend überlegenen Hausherren war das 3:0 in der 36. Spielminute. Gesmold spielte sich den Ball in der Viererkette zu, bis sich eine Lücke in der Offensive zeigte. Arne Schlüter erkannte die Lücke und lief nach Zuspiel vom starken Jonas Schmeiduch von der halbrechten Borgloher Seite allein auf Torwart Waack zu und schob den Ball ins kurze Eck.

Trainer Lars Brinskchröder reagierte und brachte Henrik Meyer zu Allendorf in die Viererkette und Stürmer Noah Degenhardt verließ den Platz. Ole Hengelbrock rückte von der Innenverteidiger auf die Sechser Position. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Gesmold aber erneut zu einer Großchance, als Joans Schmeiduch aus abseitsverdächtiger Position zum Abschluss kam, Torwart Waack den Ball aber an den Pfosten lenken konnte.

In der Halbzeit fand das Trainergespann offenbar die richtigen Worte und zog die richtigen Schlüsse, denn mit gleich drei weiteren Spielerwechseln kam Borgloh im 4-3-3 System deutlich engagierter aus der Kabine. Marcel Schweer und Jonas Pottebaum bildeten fortan mit Pascal Schweer das Sturmtrio. Luis Birkemeyer rückte ins linke Mittelfeld. Florian Symanzik, Linus Heidemann und „Bibo“ Zehn verließen den Platz.

Die Grün-weißen setzten sich mit Beginn der 2. Halbzeit in der Gesmolder Hälfte fest und wurden relativ schnell belohnt. Nach einer schönen Kombination über Pascal Schweer und Ole Hengelbrock wurde Letzterer im Strafraum gefoult. Der gute Schiedsrichter zeigte zum Unmut der Hausherren nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Punkt. Henrik Meyer zu Allendorf lief an und verwandelte sicher zum 3:1. Die Borgloher witterten jetzt Morgenluft, während die Hausherren sich aufs verteidigen konzentrierten. Nur 6 Minuten nach dem Elfmeter konnte Borgloh sogar auf 3:2 verkürzen. Nach einer Ecke von Luis Birkemeyer köpfte Pascal Schweer den Ball vom zweiten Pfosten vor das Tor, wo Henrik Meyer zu Allendorf goldrichtig stand und den Ball mit dem Oberschenkel über die Linie drückte.

Die Grün-weißen waren jetzt richtig gut im Spiel und drängten den Spitzenreiter tief in die eigene Hälfte. Die große Chance zum Ausgleich hatte Vincent Schlüter in der 64. Spielminute. Nach einer schönen Kombination von Luis Birkemeyer und Jonas Pottebaum auf der linken Außenbahn gelangte der Ball in der Mitte zu Pascal Schweer, der auf Vincent Schlüter ablegte. Der Rechtsaußen kam aus 16 Meter Torentfernung freistehend zum Abschluss, setzte den Ball aber um Millimeter über die Latte.

Die Gesmolder hatten ihre größte Chance im zweiten Durchgang in der 69. Spielminute, als Johannes Waack einen Freistoß von Jonas Schmeiduch bärenstark aus der linken Torecke kratzte. Fünf Minuten später war Borgloh auf der Gegenseite dem Ausgleich sehr nahe. Der stark aufspielende Marcel Schweer tankte sich auf der rechten Seite elegant wie die Borgloher Linedancer gegen zwei Gegenspieler durch und flankte vor das Tor, wo Jonas Pottebaum eingelaufen war und den Ball aus nahezu unmöglichem Winkel Richtung Tor bugsierte. Die Kugel striff noch die Latte, landete aber schlussendlich auf dem Tor.

Die beste Chance zum Ausgleich vergaben in der 80. Spielminute Ole Hengelbrock und Vincent Schlüter. Nach einem Doppelpass mit Pascal Schweer tauchte Hengelbrock freistehend vor Torwart Stratmann auf, scheiterte aber im Eins gegen Eins am Keeper. Der schwer zu nehmende Abpraller landete bei Vincent Schlüter, der den Ball zwar am Torwart vorbeischießen konnte, ein Abwehrspieler der Hausherren sprintete aber vor das Tor und konnte die Kugel in höchster Not von der Linie kratzen. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdient gewesen, doch leider kam es mal wieder anders.

Nach einer Ecke in der 82. Spielminute konnte Johannes Waack den Ball -vom Flutlicht geblendet- nicht ausreichend klären und dieser landete 16 Meter zentral vor dem Tor, wo Jan Kleine-Kalmer zum Kopfball ansetzte. Der eigentlich harmlose Ball kullerte an Freund und Feind vorbei ins Tor zum 4:2.

Dem lautstarken Gesmolder Jubel war die Erleichterung anzumerken, denn Borgloh versuchte zwar sich noch einmal aufzuraffen, hatte aber bei zwei Halbchancen durch Pascal Schweer und Henrik Meyer zu Allendorf ein bisschen Pech und so blieb es schlussendlich bei der 4:2 Niederlage.

Aufgrund der starken ersten Halbzeit ging Gesmold schlussendlich als verdienter Sieger vom Platz. Die Grün-weißen müssen sich vorwerfen erst zu spät aufgewacht zu sein, denn die 0:3 Bürde zur Halbzeit war schlussendlich zu hoch. Nichtsdestotrotz lässt sich auf die zweite Halbzeit aufbauen, denn wieder einmal zeigten die Borgloher, dass sie mit den Spitzenteams der Liga mithalten können, auch wenn es dieses Mal keine Punkte gab. Mit zwei Spielen gegen Spitzenmannschaften geht das Fußballjahr auch zu Ende. Am kommenden Sonntag wartet der SV Bad Laer auf die Grün-weißen. Anstoß an der Schulstraße ist um 14 Uhr. Zum letzten Spiel des Jahres reisen Florian Meyer zu Allendorf, Florian Symanzik und Co. dann eine Woche später zum Hagener SV, welcher momentan der größte Konkurrent der Gesmolder im Kampf um die Meisterschaft ist.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 11 Schlüter, 14 Zehn (7 Birkemeyer, 45. Minute), 13 Müller, 10 Symanzik (5 M. Schweer,45.) – 27 P. Schweer – 3 Degenhardt (8 H. Meyer zu Allendorf,40), 17 Heidemann (25 Pottebaum, 45.)

Tore: 1:0 Jonas Schmeiduch (8), 2:0 Jonas Schmeiduch (26), 3:0 Arne Schlüter (36), 3:1 Henrik Meyer zu Allendorf (52, Foulelfmeter), 3:2 Henrik Meyer zu Allendorf (59), 4:2 Jan Kleiner-Kalmer (84)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

Die 1. Herren konnte am vergangenen Freitag den dritten Sieg in Folge einfahren. Nach den Siegen gegen Oesede (4:2) und Gaste-Hasbergen (4:3) stand am Ende der 90 Minuten ein hochverdienter 2:0 Erfolg gegen Riemsloh, auch wenn die Tore erst in der Schlussphase fielen. Im Gegensatz zur Vorwoche war Marcel Schweer nach seiner Gelbsperre wieder mit an Bord, aber sowohl Henrik Meyer zu Allendorf (Rotsperre) sowie Luis Birkemeyer (Gelb-rot in Hasbergen) fehlten gesperrt. Marco Hebbelmann fehlte berufsbedingt. Hinzu kamen die Langzeitausfälle Michael Brüggemann (Studium), Malte Hinrichs (Kreuzbandriss) und Noah Birkemeyer (Bänderriss). Damit waren auch alle drei Kapitäne nicht im Kader, weshalb der Älteste der Truppe, Florian Symanzik, die Verantwortung übernahm und die Mannschaft aufs Feld führte.

Die grün-weiße Nacht warf bereits ihren Schatten voraus, weshalb auch die Mannschaft darauf brannte, das Festwochenende erfolgreich einzuläuten. So starteten die Borgloher direkt von Beginn an mutig und entschlossen in die Partie und ließen die Gäste durch frühes Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Die Dreierkette um Ole Hengelbrock, Lukas Sundermann und Florian Meyer zu Allendorf hatte immer wieder mit den schnellen Angreifern der Riemsloher zu tun, stand aber sehr sicher und ließ in der 1. Halbzeit keinen Schuss aufs Borgloher Tor zu.

Aber auch die Männer in grün-weiß trafen in Durchgang Eins nicht das Tor von Torwart Dominik Johanning, auch wenn hochkarätige Chancen dabei waren. In der 13. Minute vergab Linus Heidemann die zweite Chance zur Führung, als er nach einem Fehler der Riemsloher Viererkette zunächst frei durch war, im letzten Moment aber vom Verteidiger gestoppt wurde. Doch passend zur Mentalität auf dem Platz ließ „Heidi“ den Kopf nicht hängen, holte sich den Ball direkt zurück und hätte im Duell mit Johanning einschieben können, schoss dem Torwart aber genau auf die Brust.

Kurz zuvor hatte Emanuel Müller, der wieder auf der 6er Position spielte, Johanning zur ersten Parade gezwungen, als er nach einer abgewehrten Ecke aus 25 Metern stramm aufs Tor schoss (7. Minute). Nach 27 Minuten dann die nächste Möglichkeit für den TuS. Nach einem Einwurf verlängerte „Bibo“ Zehn mit dem Kopf, Pascal Schweer setzte sich im Laufduell mit Innenverteidiger Marc Staege durch und scheiterte beim Versuch den Ball ins lange Eck zu spitzeln am Außenpfosten.

Die Borgloher waren in Halbzeit eins die klar überlegende Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz und gewannen deutlich mehr Zweikämpfe als der Gegner. Aber selbst die vierte gute Gelegenheit aufs Führungstor konnte nicht genutzt werden, als sich ein Riemsloher im letzten Moment in den Schuss von Pascal Schweer warf und zur Ecke klärte (39.). Torlos ging es dann in die Halbzeit.

Riemsloh kam aber nun etwas besser in die Partie und kreierte sich direkt nach Wiederanpfiff zwei Halbchancen. Kein Abschluss fand aber den Weg auf das Tor von Johannes Waack. Die Gäste probierten es dann weiterhin häufig mit langen Bällen nach vorne zu kommen, aber die langen Abwehrleute konnten damit problemlos umgehen und auch Waack war auf der Hut und fing so manches Zuspiel ab. Richtig brenzlig wurde es für das Gehäuse der Heimmannschaft nicht. Aber etwas Glück gehört manchmal auch dazu, denn der ansonsten gute Schiedsrichter Ahlemeier übersah ein Foulspiel von Lukas Sundermann am Stürmer innerhalb des 16ers. Aber der fällige Elfmeterpfiff blieb aus.

Es dauerte dann allerdings bis zur 69. Minute, ehe Trainer Lars Brinkschröder die nächste Chance für seine Schützlinge auf seinem Zettel notieren konnte. Nach einer Flanke kam Pascal Schweer, der heute auf der „10“ hinter den laufstarken Stürmern Heidemann und Degenhardt die Fäden zog, am zweiten Pfosten zum Kopfball und köpfte knapp neben das Tor. Nach 70 Minuten wechselte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg das erste Mal aus. Noah Degenhardt verdiente sich seinen frühzeitigen Feierabend nach starker Vorstellung und für ihn kam Marcel Schweer zum Einsatz.

Der eingewechselte „Schwecke“ sollte nur kurze Zeit später die nächsten Torchancen für die Grün-weißen haben, als er nach einer Ecke den Ball an den Pfosten köpfte (75.) und kurz danach wieder per Kopf zum Abschluss kam, den Ball aber knapp am Kasten vorbei setzte(77.).

In die letzten Zehn Minuten der Partie gingen die Borgloher dann mit einem spielerischen Übergewicht, während den Gästen mehr daran lag, das Unentschieden zu verwalten. Bibo Zehn machte dann aber dem Aufsteiger einen Strich durch die Rechnung und traf nach einem Fehler der Abwehr die Unterkante der Latte, von wo der Ball zum ins 1:0 ins Tor sprang (80.). Vorausgegangen war eine lange Flanke aus dem Halbfeld, die vom Innenverteidiger der Blauen unzureichend und nur vor die Füße von Zehn geklärt wurde, der dann aus 11 Metern wie erwähnt zur umjubelten und hochverdienten Führung einnetzte.

Nun wollten die Riemsloher doch noch etwas Zählbares aus Borgloh mitnehmen und warfen alles nach vorne. Das eröffnete den Borglohern Räume zum Kontern. Und genau so einen Konter schloss der starke Ole Hengelbrock in der 86. Minute zum vorentscheidenden 2:0 ab. Der kurz zuvor für den ebenfalls stark aufspielenden Linus Heidemann eingewechselte Jonas Pottebaum setzte sich nach einem Freistoß der Gäste auf seiner linken Außenbahn gegen zwei Gegenspieler durch und bediente dann mustergültig den mitgelaufenen „Libero“ Ole Hengelbrock. Dieser nahm sich 20 Meter vor dem Tor noch den Luxus den Ball anzustoppen, um ihn dann mit dem rechten Fuß ins linke Eck zu schießen.

Riemsloh haderte nun sowohl mit der eigenen Leistung, als auch mit der Leistung des Schiedsrichters. So sah Kapitän Jan-Wilhelm Klei in der 89. Minute die Gelb-rote Karte, nachdem er sich lautstark beschwert hatte.

Borgloh spielte die Schlussphase gelassen runter, ließ nichts mehr anbrennen und feierte dann einen wichtigen und verdienten Sieg. Viel besser hätte man den Startschuss für die Geburtstagsfeier des TuS Borgloh, der in diesem Jahr frische 80 Jahre alt geworden ist, nicht geben können.

Die Grün-weißen um Vincent Schlüter, Florian Symanzik und Co. waren von Beginn an die Mannschaft mit mehr Willen und Einsatzbereitschaft und schafften es dann auch noch Torchancen zu kreieren und zum Ende zwei Tore zu erzielen.

Mit dieser Einstellung kann auch am nächsten Spieltag gegen den Tabellenführer Gesmold einiges erreicht werden, wenn im Sportpark an der Else am Freitag um 19.30 Uhr angepfiffen wird.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 11 Schlüter, 14 Zehn (9 Kappelmann, 90. Minute), 13 Müller, 10 Symanzik – 27 P. Schweer – 3 Degenhardt (5 M. Schweer,70.), 17 Heidemann (25 Pottebaum, 82.)

Tore: 1:0 Christopher Zehn (80.), 2:0 Ole Hengelbrock (86.)

Bes. Vorkommnisse: gelb-rote Karte - Jan Wilhelm Klei (89.)

Text: Malte Hinrichs

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Kreisliga Saison eingefahren. Nach dem Sieg gegen den -bis dato- Spitzenreiter aus Oesede am vergangenen Wochenende wartete dieses Mal mit der Spielvereinigung Gaste Hasbergen, welche auf dem letzten Tabellenplatz steht, ein ganz anderer Gegner. Verzichten musste das Trainergespann auf Marcel Schweer (gelbsperre), Henrik Meyer zu Allendorf (rotsperre) sowie die Langzeitausfälle Michael Brüggemann (Studium), Malte Hinrichs (Kreuzbandriss) und Noah Birkemeyer (Bänderriss). Neuzugang Moritz Niemeyer stand nach überstandener Knieverletzung erstmals im Kader der Grün-weißen.

Borgloh startete wie beim Sieg gegen Oesede mit einer Dreier Abwehrkette und einem 5er Mittelfeld. Pascal Schweer übernahm dabei die Rolle auf der 10 hinter den beiden Stürmern Noah Degenhardt und Linus Heidemann. Die Grün-weißen begannen sehr ordentlich und hatten bereits in der 5. Spielminute eine gute Chance zur Führung, als Linus Heidemann nach einem Fehler in der Hasberger Hintermannschaft allein auf Torwart Boelscher zulief, dieser aber im Eins gegen Eins der Sieger blieb. Die Borgloher waren in der Anfangsphase klar spielbestimmend und schnürten die Hausherren tief in der eigenen Hälfte ein. Spielerisch war die Partie aber kein Leckerbissen, denn der Ball lief sehr schwer auf dem tiefen Hasberger Rasen.

In der 22. Spielminute war es erneut Linus Heidemann, der die Führung auf dem Fuß hatte. Nach einer schönen Flanke von Linksaußen Luis Birkemeyer nahm der Stürmer den Ball mit vollem Risiko, seine Volleyabnahme segelte aber knapp über das Tor. Zehn Minuten später kam Hasbergen nach einem Fehler im Borgloher Aufbauspiel zu einer Großchance, als Niklas Beineke plötzlich vor Waack auftauchte und aus spitzem Winkel am Pfosten scheiterte.

In der 36. Spielminute fiel dann das 1:0 für Borgloh. Linus Heidemann wurde wieder auf die Reise geschickt und lief erneut auf Torwart Boelscher zu. Beim Versuch, den Torwart zu umkurven, traf ein Hasberger Abwehrspieler Heidemann am Fuß und es gab folgerichtig Foulelfmeter. Luis Birkemeyer machte es ganz genau und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:0. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Pascal Schweer auf 2:0 erhöhen können, sein Kopfball nach einer Ecke verfehlte das Tor aber knapp.

In der Halbzeit stellte das Trainerteam um, Emanuel Müller rückte von der Doppelsechs auf die Außenverteidiger Position und Borgloh spielte im 4-4.2. Kurz nach Wiederbeginn fiel dann schon das 2:0 für Borgloh. Eine Ecke von Jannis Kappelmann verlängerte Noah Degenhardt mit Glück und Geschick in die lange Ecke. Torwart Boelscher war chancenlos.

Doch wer jetzt eine ruhige Halbzeit erwartete wurde eines Besseren belehrt, denn nur fünf Minuten nach dem 2:0 konnte Hasbergen den Anschlusstreffer erzielen. Einen weiten Einwurf verlängerte ein Hasberger auf Emre Öztatar, der den Ball im Gestocher an Torwart Waack vorbei ins Netz beförderte.

In der 57. Spielminute stockte so manch einem Grün-weißen kurz der Atem, als Torwart Johannes Waack aus seinem Kasten lief und den Ball wegschlagen wollte, dabei jedoch über die Kugel trat. Ole Hengelbrock war glücklicherweise mitgelaufen und konnte vor seinem Hasberger Gegenspieler klären.

In der 70. Spielminute wechselte Borgloh erstmals, Rechtsaußen Florian Symanzik verließ den Platz und Vincent Schlüter kam in die Partie. Nur eine Minute später hatte Pascal Schweer eine hundertprozentige Chance zum 3:1. Schweer tauchte nach Pass von Noah Degenhardt frei vor Torwart Boelscher auf und hättte diesen normalerweise locker umkurven können. Er versuchte es aber direkt mit dem Außenriss, was gänzlich schief ging denn statt dem Tor traf Schweer die Eckfahne.

In der 78. Spielminute wechselte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg erneut. Moritz Niemeyer wurde eingewechselt und feierte seine Premiere im grün-weißen Trikot. Linus Heidemann verließ den Platz. Drei Minuten später fiel die vermeintliche Vorentscheidung. Noah Degenhardt passte von der rechten Außenbahn vor das Tor, wo Hasbergen den ungenauen Pass nicht richtig klären konnte und stattdessen an den eigenen Pfosten schoss. Vincent Schlüter reagierte in der Mitte am schnellsten, nahm das Geschenk an und verwandelte den Abpraller zum 3:1 für Borgloh.

Die Schlussphase hatte es aber dann noch einmal in sich. In der 88. Spielminute konnte Waack zunächst stark parieren, als er reaktionsschnell die Arme hochriss und einen strammen Schuss aus kurzer Entfernung zur Ecke klären konnte. Nach dieser Ecke verpassten die Borgloher es aber, den Ball resolut zu klären und die Folge war der erneute Anschlusstreffer durch Niclas Bröring.

Nur eine Minute später foulte der kurz zuvor verwarnte Luis Birkemeyer an der Mittellinie seinen Gegenspieler und bekam folgerichtig die gelbrote Karte. Hasbergen warf beim folgenden Freistoß fast alles nach vorne, was Pascal Schweer mit einer bärenstarken Einzelleistung bestrafte. Den Freistoß klärte „Karl“ selbst mit dem Kopf am eigenen Strafraum, hechtete diesem dann hinterher, überlief zwei Gegenspieler, umkurvte dieses Mal den Torwart und schob zum 4:2 aus Borgloher Sicht ein.

Doch offenbar waren sich die Grün-Weißen mit dem jeweiligen „zwei Tore Vorsprung“ zu sicher und ließen es zu locker angehen, denn nur eine Minute nach dem 4:2 konnte Hasbergen erneut auf 4:3 verkürzen. Nach dem erneuten Anschlusstreffer waren die Grün-weißen aber wieder hellwach und konnten so den ersten Auswärtsdreier der Saison bejubeln.

Am Ende machten es die Borgloher unnötig spannend, denn das Spiel hätte deutlich früher zu Gunsten der Gäste entschieden worden sein. Am Ende stehen aber die wichtigen drei Punkte, nach dem „wie“ kräht bekanntlich in zwei Wochen kein Hahn mehr. Durch den zweiten Sieg in Folge konnten sich die Borgloher etwas von der Abstiegsregion absetzen. Die verbleibenden vier Spiele vor der Winterpause haben es für die Grün-weißen aber noch einmal in sich, denn die Teams aus Riemsloh, Gesmold, Bad Laer und Hagen sind allesamt aktuell in der Top 5 der Kreisliga zu finden.

Aufstellung Borgloh: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 19 Hengelbrock, 4 Lukas Sundermann – 10 Symanzik (11 Schlüter, 70. Minute,), 13 Müller, 27 P. Schweer, 9 Kappelmann, 7 L. Birkemeyer – 3 Degenhardt, 17 Heidemann (21 Niemeyer, 78.)


 

Tore: 1:0 Luis Birkemeyer (35, Foulelfmeter), 0:2 Noah Degenhardt (47), 1:2 Emre Öztatar (53), 1:3 Vincent Schlüter (82), 2:3 Niclas Bröring (84), 2:4 Pascal Schweer (90+1), 3:4 Emre Öztatar (90+3)

bes. Vorkommnisse:  Gelbrot: Luis Birkemeyer (90)

Text: Henrik Meyer zu Allendorf

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