Türkspor borgloh 18

Foto: Michael Gründel

Die 1. Herren hat am Pfingstmontag im Nachholspiel bei Melle Türkspor einen 16:0 Kantersieg eingefahren. Das Spiel war dem Ergebnis entsprechend sehr einseitig.

Da es müßig ist, sämtliche Tore und Chancen aufzuzählen, fällt dieser Bericht deutlich kürzer aus. Malte Hinrichs war mit 6 Treffern der erfolgreichste Spieler. Sein Sturmkollege Michael Brüggemann trug sich vier Mal in die Torschützenliste ein, während die Sechser „Bibo“ Zehn und Jannis Kappelmann jeweils zwei Treffer erzielten. Die weiteren Tore erzielten Florian Symanzik und Henrik Meyer zu Allendorf. Bei einer konsequenteren Chancenverwertung hätte das Spiel auch mit 25-30 Toren für die Grün-Weißen enden können, allerdings vergaben die Borgloher eine Vielzahl guter Torchancen. Viel mehr muss über dieses Spiel, das eigentlich kein Mensch braucht, nicht geschrieben werden. Türkspor muss man aber zugutehalten, dass sie trotz der vielen hohen Niederlagen ihren Mann stehen und die Spiele über die Bühne bringen.

Auf die Borgloher wartet am kommenden Wochenende ein ganz anderes Kaliber. Bereits am Samstag sind die Sportfreunde Oesede im letzten Spiel der Saison zu Gast. Anstoß an der Schulstraße ist um 18 Uhr. Nach dem Spiel will die Mannschaft sich wieder mit Freibier bei seinen treuen Zuschauern bedanken. Ihr seid alle herzlich willkommen!

Aufstellung Borgloh gegen Türkspor: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 56. Spielminute), 19 Hengelbrock, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer (2 Kolbe, 56.Spielminute, 9 Kappelmann, 14 Zehn (3 Kösters, 56. Spielminute), 10 Symanzik– 16 Hinrichs, 5 Schweer (18 Brüggemann, 56. Spielminute)

Tore: 0:1 „Bibo“ Zehn (8), 0:2 Malte Hinrichs (31, 0:3 Malte Hinrichs (38), 0:4 Malte Hinrichs (39), 0:5 Henrik Meyer zu Allendorf (41), 0:6 „Bibo“ Zehn, 0:7 Malte Hinrichs (47), 0:8 Michael Brüggemann (70), 0:9 Michael Brüggemann (72), 0:10 Jannis Kappelmann (76), 0:11 Michael Brüggemann (77), 0:12 Malte Hinrichs (78), 0:13 Florian Symanzik (81), 0:14 Michael Brüggemann (82), 0:15 Malte Hinrichs (83), 0:16 Stopfer (90)

 

Am vergangenen Sonntag zeigte die 1. Herren nach einer Schwächephase mit mehreren Unentschieden und Niederlagen endlich mal wieder eine starke Leistung und hätte bei der Spielvereinigung Niedermark noch höher als 6:0 gewinnen können. Im Gegensatz zum Bad Laer Spiel standen dem Trainerteam Brinkschröder/Henkenborg wieder deutlich mehr Spieler zur Verfügung. Die Grün-Weißen konnten nahezu in Bestbesetzung antreten, lediglich Lukas Sundermann und Emanuel Müller fehlten verletzungsbedingt. Das Spiel fand auf dem sehr guten Rasenplatz in Hagen-Gellenbeck statt. Schon vor Spielbeginn waren erste Anzeichen von dem vom Wetterbericht gemeldeten Unwetter zu hören. Zu Spielbeginn schien aber die Sonne.

Die Borgloher begannen sehr Druckvoll und schnürten die Hausherren, bei denen es nach dem gesicherten Klassenerhalt in der Vorwoche um nichts mehr ging, in ihrer eigenen Hälfte ein. Ein erster Schussversuch von Linksaußen Luis Birkemeyer aus 12 Meter Torentfernung ging aber knapp über das Tor. In der 9. Spielminute fiel dann aber schon die Führung für die Gäste. Luis Birkemeyer führte eine Ecke kurz auf Ole Hengelbrock aus. Der Sechser flankte im zweiten Versuch aus dem Halbfeld in den Fünfmeterraum, wo Malte Hinrichs freistehend zum 1:0 einköpfte. Von den Hausherren war wenig zu sehen, wenn überhaupt schaffte es Niedermark nur mit langen Flugbällen mal über die Mittellinie, welche aber allesamt von der Abwehrreihe um die Innenverteidiger Vincent Schlüter und Henrik Meyer zu Allendorf abgefangen werden konnten. Ab der 20. Spielminute erspielten die Grün-Weißen sich Großchancen im Fünfminutentakt. In der 21. Spielminute scheiterte Stürmer Michael Brüggemann im Eins gegen Eins an Torwart Mario Brörmann, nachdem Ole Hengelbrock ihn mit einem starken Pass durch die Gasse geschickt hatte. Nur zwei Minuten später kombinierten die Grün-Weißen sich stark über die linke Außenbahn. Über Florian Meyer zu Allendorf, „Bibo“ Zehn und Luis Birkemeyer gelangte der Ball an der Strafraumgrenze zu Ole Hengelbrock, dessen Schuss mit einer starken Grätsche von einem Abwehrspieler der Hausherren noch geblockt werden konnte. Nach halbstündiger Spielzeit kam langsam der Regen. In der 31. Spielminute fiel das überfällige 2:0 für Borgloh. Marco Hebbelmann und Malte Hinrichs setzten auf ihrer rechten Außenbahn stark nach und eroberten den Ball zurück. Der Kapitän flankte daraufhin von der Grundlinie vor das Tor, wo „Bibo“ Zehn eingelaufen war und zum 2:0 einköpfte. Wiederrum fünf Minuten später hätte Marcel Schweer das 3:0 erzielen müssen. Nach einem schönen Zuspiel von Luis Birkemeyer waren Ole Hengelbrock und Marcel Schweer zu zweit frei vor Torwart Brörmann. Hengelbrock legte den Ball passend quer, doch der Stürmer traf aus 5 Meter den Ball nicht richtig und verfehlte das leere Tor. Sein Sturmkollege machte es ihm in der 42. Spielminute gleich, als Michael Brüggemann nach schönem Laufweg und starkem Pass von „Bibo“ Zehn allein auf den Torwart zulief und diesen umkurven wollte, dabei aber entscheidend vom Torwart gehindert wurde. Die nächste Großchance vergab Malte Hinrichs in der Nachspielzeit, als er drei Abwehrspieler wie Slalomstangen stehen ließ und frei vor Torwart Brörmann abzog, die Unterkante der Latte aber das Tor verhindert. Der Nachschuss in Form eines Kopfballs trudelte am Tor vorbei.

Auch nach der Halbzeit waren die Grün-Weißen klar spielbestimmend. In der 54. Spielminute flankte der starke Luis Birkemeyer mit seinem schwächeren rechten Fuß maß genau auf den Kopf von Michael Brüggemann. Da Torwart Brörmann raus, aber nicht an den Ball kam, hatte der Stürmer keine Mühe den Ball aus 5 Meter ins Tor zu köpfen. 3:0 – 3 Mal per Kopf. Nur vier Minuten später passierte etwas nahezu unmögliches, denn Ole Hengelbrock schoss ein Tor. Nach einer Ablage von Luis Birkemeyer traf der an vielen guten Szenen beteiligte Sechser mit seinem schwächeren linken Fuß aus 10 Meter Torentfernung in den linken Winkel. Beim Jubellauf konnte ihn entsprechend keiner aufhalten. Der Regen wurde immer stärker. Trainer Lars Brinkschröder wechselte in der 68. Spielminute doppelt und brachte Florian Symanzik und Jannis Kappelmann für Marcel Schweer und „Bibo“ Zehn. Rechtsaußen Symanzik fügte sich gleich gut ein und erzielte nach einer starken Flanke von Linksaußen Luis Birkemeyer mit einer Direktabnahme im Fünfmeterraum das 5:0 aus Borgloher Sicht. Eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel einem Abbruch nahe, denn das Unwetter war jetzt voll da. Der gute Schiedsrichter Timon Meier blieb aber tiefenentspannt und ließ das Spiel zum Glück für Borgloh bis zur 90. Spielminute laufen. Ansonsten hätte das Spiel komplett nachgeholt werden müssen. Trainer Brinkschröder wechselte erneut. Michael Brüggemann und Florian Meyer zu Allendorf durften frühzeitig unter die warme Dusche. Linus Heidemann und Marcel Schlentzek kamen in die Partie. Den Schlusspunkt setzte Malte Hinrichs. Nach einem schönen Pass von Vincent Schlüter lief der Kapitän allein auf Torwart Brörmann zu und traf zum 6:0 Endstand. Ohne Nachspielzeit und ohne Verabschiedung auf dem Platz ging es nach Abpfiff schnell in die Kabinen.

Die Borgloher zeigten ein richtig starkes Spiel, was aber auch am in allen Belangen unterlegenen Gegner lag. Die Niedermarker blieben in diesem Spiel alles schuldig und konnten froh sein, dass die Grün-Weißen ihre vielen Chancen speziell im ersten Durchgang nicht nutzten. Ein zweistelliges Ergebnis wäre nicht nur möglich, sondern auch verdient gewesen. Torwart Johannes Waack musste im gesamten Spiel nur einen Distanzschuss halten. Ein ähnliches Spiel erwartet die Grün-Weißen vermutlich am Pfingstmontag, wenn es gegen das abgeschlagene Schlusslicht Melle Türkspor geht. Getreu dem Motto „Man hat schon Pferde kotzen sehen“ sollten die Borgloher diese Aufgabe aber nicht zu lässig angehen und frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Anstoß in Melle Oldendorf ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh gegen Neuenkirchen: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 78. Spielminute), 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 19 Hengelbrock, 14 Zehn (9 Kappelmann, 68. Spielminute), 16 Hinrichs – 18 Brüggemann (17 Heidemann, 76. Spielminute), 5 Schweer (10 Symanzik, 68. Spielminute)

Tore: 0:1 Malte Hinrichs (9), 0:2 „Bibo“ Zehn (31), 0:3 Michael Brüggemann (54.), 0:4 Ole Hengelbrock (57.), 0:5 Florian Symanzik (70.), 0:6 Malte Hinrichs (84.)

borgloh neuenkirchen 17

Foto: osnaball.de

Die 1. Herren hatte zuletzt zwei Spiele innerhalb von drei Tagen. Zunächst stand das Heimspiel gegen den TV Neuenkirchen am vergangenen Sonntag an, bevor die Mannschaft von Lars Brinkschröder und Lennart Henkenborg am Dienstag zum Nachholspiel nach Bad Laer reisen musste.

Im Heimspiel gegen den TV Neuenkirchen erwischten die Grün-Weißen einen denkbar schlechten Start. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als der kleinliche Schiedsrichter nach einem Zweikampf von Florian Meyer zu Allendorf auf den Punkt zeigte. Goran Hussein ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 0:1. Nur zwei Minuten später verlor der eigentlich fehlerfreie Philipp Lahm von Borgloh, Marco Hebbelmann den Ball als letzter Mann gegen Frederik Brands und dieser schob den Ball an Torwart Waack vorbei zum 0:2. Borgloh übernahm zwar in der Folge die Spielkontrolle, richtig gute Torchancen konnten die Grün-Weißen sich im gesamten ersten Durchgang aber nicht erspielen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnte Borgloh dann prompt den Anschlusstreffer erzielen. Nach einer schönen Kombination über „Bibo“ Zehn und Luis Birkemeyer legte Michael Brüggemann den Ball auf seinen Sturmkollegen Malte Hinrichs ab. Der Kapitän zögerte nicht lange und traf mit Hilfe der Latte aus ca. 16 Meter ins Tor. Borgloh war jetzt am Drücker und „Bibo“ Zehn hatte nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer eine gute Chance auf den Ausgleich. Eine noch bessere Chance vergab der an diesem Tag sehr glücklose Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann. Nach einem Foul an Malte Hinrichs zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Die Entscheidung war ähnlich umstritten wie beim 0:1 in der ersten Halbzeit. Hebbelmann schoss den Elfmeter aber über das Tor. Der verdiente Ausgleich fiel dann in der 74. Spielminute. Malte Hinrichs zog von der Mittellinie Richtung Tor, wurde aber von einem Gegenspieler am Strafraum gestoppt. Michael Brüggemann holte sich den Ball und zog in den Strafraum, wo der Stürmer nach ein wenig PingPong Spiel zum Schuss kam und ins rechte Eck verwandelte. Borgloh drückte jetzt auf den Sieg, doch in der 85. Spielminute hatten die Grün-Weißen großes Glück, nicht erneut in Rückstand zu geraten. Nach einer Ecke für Neuenkirchen rutschte der Ball Torwart Hannes Waack aus der Hand. Vincent Schlüter stand am ersten Pfosten genau richtig und konnte den Ball gleich zwei Mal von der Linie kratzen. In der Schlussphase hatte Borgloh noch drei gute Chancen auf den Ausgleich. Zunächst verpasste Michael Brüggemann mit dem Kopf nach einer Ecke. Nur zwei Minuten später war es Henrik Meyer zu Allendorf, der nach einer Flanke von „Bibo“ Zehn das Tor verfehlte. Kurz vor dem Abpfiff kam Vincent Schlüter nach einer Ecke elf Meter vor dem Tor freistehend zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig, weshalb es beim 2:2 blieb.

Zwei Tage später reisten die Borgloher mal wieder mit einer Rumpftruppe nach Bad Laer. Aufgrund von Verletzungen, Studium und beruflichen Verpflichtungen standen dem Trainergespann nur 12 Spieler zur Verfügung. Gespielt wurde trotz tagsüber 30°C auf dem kleinen Kunstrasenplatz. In der ersten Halbzeit erlebten die Grün-Weißen eine kleine Lehrstunde, denn der Bezirksligaabsteiger kombinierte teilweise wie aus dem Lehrbuch. Die Borgloher liefen nur hinterher und kamen nicht in die Zweikämpfe. Durch Tore von Nicolas Rinklake, Marvin Wientke, Yannik Seete und Dominik Thomas konnten die Kurortler sich in der ersten Hälfte eine beruhigende 4:0 Führung herausschießen. Zwischenzeitlich wurde bei der Offensivpower der Hausherren klar, warum der Hagener SV an gleicher Stelle zwei Wochen zuvor im Kreispokal Halbfinale mit 12:0 unter die Räder kam.

Nach dem Seitenwechsel ließ Bad Laer es ruhiger angehen und Borgloh konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. In der 61. Spielminute vergab Jannis Kappelmann gleich zwei hundertprozentige Torchancen, als er zwei Mal am überragend reagierenden Torwart Leon Beck scheiterte. Nur zwei Minuten später siegte der Torwart erneut im Duell mit Borglohs Sechser und lenkte den strammen Schuss um den Pfosten. Den Ehtrentreffer besorgte „Bibo“ Zehn in der 71. Spielminute. Jannik Seete stellte aber fünf Minuten später den alten Abstand wieder her. Ansonsten war für die Grün-Weißen in dieser Besetzung gegen diesen bärenstarken Gegner nichts zu holen und so blieb es beim 5:1 für Bad Laer.

Die Borgloher erlauben sich momentan eine Schwächephase. Von den letzten sieben Spielen konnte bei vier Unentschieden und zwei Niederlagen nur eins gewonnen werden. Dadurch sind die Grün-weißen auf den 6. Tabellenplatz abgerutscht. Am kommenden Sonntag müssen Marcel Schweer, Luis Birkemeyer und Co. bei der Spielvereinigung Niedermark antreten. Anstoß ist um 15 Uhr.

 

 

Aufstellung Borgloh gegen Neuenkirchen: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (2 Kolbe, 74. Spielminute), 14 Zehn, 17 Heidemann (10 Symanzik, 45. Spielminute) – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Goran Hussein (5, Foulelfmeter), 0:2 Frederik Brands (7), 1:2 Malte Hinrichs (47), 2:2 Michael Brüggemann (74)

Aufstellung Borgloh gegen Bad Laer: 99 Waack – 2 Kolbe (12 Schlentzek, 72. Spielminute) 6 F. Meyer zu Allendorf, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann, 11 Schlüter, 14 Zehn, 10 Symanzik– 5 Schweer

Tore: 1:0 Nicolas Rinklake (10, 2:0 Marvin Wientke (13), 3:0 Yannik Seete (21), 4:0 Dominik Thomas (34), 4:1 „Bibo“ Zehn (71), 5:1 Yannik Seete (75)

Am vergangenen Sonntag hat sich die 1. Herren mit einer taktisch disziplinierten Leistung einen Punkt beim „Angstgegner“ in Hagen erspielt. Die Vorzeichen vor der Partie waren alles andere als gut, denn neben Trainer Lars Brinkschröder, der mit seiner Familie im Urlaub weilte, fehlten mit Michael Brüggemann (Rotsperre), Malte Hinrichs (beruflich), Ole Hengelbrock (Urlaub), sowie die verletzten Florian Meyer zu Allendorf, Lukas Sundermann, Emanuel Müller und Marcel Schlentzek gleich sieben Spieler. Entsprechend drehte sich das Personalkarussell deutlich. Aus der 2. Herren halfen „Paul“ Overschmidt und Johannes Linnemann aus. Letzterer spielte über die gesamten 90 Minuten als Linksverteidiger und machte seine Sache sehr ordentlich.

Das Spiel begann sehr Verhalten. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, Torannäherungen waren Mangelware. Bis zur ersten guten Gelegenheit dauerte es bis zur 18. Spielminute. Luis Birkemeyer eroberte auf der linken Außenbahn mit einem Pressschlag gegen Hagens 2 Meter Kante Tom Haarbach den Ball und lief zusammen mit Marcel Schweer in einer 2 gegen 1 Überzahl Situation auf einen Hagener Verteidiger zu. Der Querpass auf Schweer, welcher freistehend im Strafraum an den Ball gekommen wäre, wurde aber durch eine starke Grätsche vom Verteidiger vereitelt. Zwei Minuten später hatten die Hausherren ihre erste Torchance. Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf fälschte den Schuss von Alexander Holtmeyer aus 20 Meter Torentfernung mit dem Kopf ab, sodass Torwart Waack in die falsche Ecke abtauchte. Der Ball trudelte aber einen guten Meter neben den Pfosten. Die größte Chance des Spiels hatte in der 31. Spielminute Stürmer Linus Heidemann. Wieder eroberte der starke Luis Birkemeyer den Ball in der Hagener Hälfte. Dieses Mal lief der Linksaußen bis zur Grundlinie, um den Ball perfekt in die Mitte zu flanken. Am zweiten Pfosten musste Linus Heidemann eigentlich nur noch den Fuß hinhalten, geriet aber etwas in Rückenlage und drosch den Ball aus zwei Meter Torentfernung in die Erdumlaufbahn. Im Laufe der Halbzeit wurden die Grün-Weißen immer besser und setzten sich in der Hagener Hälfte fest. Zwischenzeitlich kombinierten sich die Grün-Weißen um die beiden Sechser „Bibo“ Zehn und Jannis Kappelmann gefällig durch die Hagener Hälfte, der entscheidende Pass kam aber jeweils nicht an. Die Hausherren spielten häufig Flugbälle auf die schnellen Stürmer, die Abwehrreihe um die Innenverteidiger Vincent Schlüter und Henrik Meyer zu Allendorf war aber stehts auf der Hut. Das von Johannes Waack gehütete Tor wurde nicht ernsthaft in Gefahr gebracht. Auf der Gegenseite Hatte Marcel Schweer kurz vor der Pause noch eine sehr gute Torchance. Nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann legte Linus Heidemann den Ball auf seinen Sturmkollegen ab. Schweer kam aus ca. 11 Meter Torentfernung freistehend zum Schuss und visierte den rechten Torwinkel an. Sein Schuss ging aber hauchdünn am Gehäuse vorbei.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Hagen zunächst die Partie. In der 48. Spielminute hatte Simon Holkenbrink die größte Chance der Hausherren, als die Grün-Weißen bei einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht nah genug bei ihren Gegenspielern waren. Holkenbrink kam 3 Meter vor dem Tor freistehend zum Kopfball. Torwart Waack riss die Arme hoch und parierte glänzend. Fünf Minuten später stand auf der Gegenseite der ansonsten gute Schiedsrichter im Mittelpunkt. Nach einem Freistoß für Borgloh konnte Hagens Torwart Marlon Leuenberger am Boden liegend den Ball nicht richtig festhalten. „Bibo“ Zehn stand passend und musste den Ball nur noch ins Tor schieben. Während die Borgloher schon jubelten, pfiff der Schiedsrichter Freistoß für Hagen, weil Zehn den Ball dem Torwart aus der Hand gespitzelt haben soll. Eine eindeutige Fehlentscheidung, welche auch Torwart Leuenberger nach dem Spiel zugab. Für die Borgloher war dies besonders ärgerlich, da bereits eine Woche zuvor beim Unentschieden gegen Dissen ein korrektes Tor durch eine eindeutige Fehlentscheidung nicht gegeben wurde. Im Anschluss hatte Hagen eine kleine Drangphase, in der sich Borgloh nicht richtig befreien konnte. Mehrere Ecken für Hagen waren die Folge, welche im Endeffekt aber keine große Gefahr für Johannes Waack darstellten. In der 67. Spielminute wechselte Trainer Lennart Henkenborg erstmals und brachte „Paul“ Overschmidt für Rechtsaußen Florian Symanzik, der kurz zuvor im Zweikampf einen Schlag auf den Fuß bekam und vom Platz humpelte. Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Beide Mannschaften spielten auf Sicherheit ohne zu hohes Risiko. Borgloh wechselte erneut. Linus Heidemann, der ein gutes Spiel ablieferte, musste entkräftet raus. Für ihn kam Jannis Kolbe, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder das Grün-Weiße Trikot trug. In der 86. Spielminute wurde es dann noch einmal brenzlig für Borgloh. Vincent Schlüter rutschte beim Klärungsversuch aus und Marcel Dierker gelangte 20 Meter vor dem Borgloher Tor an den Ball. Seinen Schuss aus ca. 16 Meter konnte Henrik Meyer zu Allendorf blocken, der Abpraller landete aber bei Lukas Meyer der den Ball aus 12 Meter Torentfernung relativ kläglich über das Tor schoss. Trainer Lennart Henkenborg zog seine letzte Wechseloption - und wechselte sich selbst ein. Marcel Schweer, der ein sehr hohes Laufpensum an den Tag legte, durfte raus. In der Nachspielzeit hatte Jannis Kolbe plötzlich noch die Möglichkeit auf einen „Lucky Punch“. Der Rechtsaußen eroberte von einem Hagener Abwehrspieler den Ball und sah, dass Torwart Leuenberger weit aus seinem Tor raus war. Sein Versuch vom Typ Tor des Monats war aber in der Ausführung zu schwach, weshalb Torwart Leuenberger zurücksprinten konnte und den Ball parierte. Die letzte Chance im Spiel gehörte dann Hagen, als ein Freistoß von der Mittellinie hoch und weit vor das Borgloher Tor gespielt wurde. Ein Spieler von Hagen kam sogar noch zum Kopfball, konnte diesen aber nicht mehr Richtung Tor köpfen. Danach war Schluss.

Für die Grün-Weißen war das Unentschieden unter diesen Umständen ein Punktgewinn, da für Vincent Schlüter, Luis Birkemeyer und Co. in der Vergangenheit gegen Hagen nicht viel zu holen war und die Borgloher auf ein halbes Duzend Stammspieler verzichten mussten. Mit etwas mehr Glück bei den Torchancen in der ersten Hälfte und dem nicht gegebenen Tor wäre sogar mehr drin gewesen, grundsätzlich ist das Unentschieden aber das gerechte Ergebnis. Die Borgloher müssen in den nächsten Wochen wieder häufiger dreifach Punkten, denn die Reserve vom SC Melle sitzt den Grün-Weißen mit nur noch einem Punkt Rückstand im Nacken. Am kommenden Sonntag gastiert der TV Neuenkirchen an der Schulstraße. Gegen die Grönegauer haben die Borgloher nach der 1:2 Hinspiel Niederlage noch etwas gutzumachen. Anstoß ist um 15 Uhr.

 

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 3 Linnemann, 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann, 14 Zehn, 10 Symanzik (4 Overschmidt, 67. Spielminute) – 5 Schweer (13 Henkenborg, 89. Spielminute), 17 Heidemann (2 Kolbe, 78. Spielminute)

Tore: /

TuS Borgloh vs TSG Dissen18

Foto: osnaball.de

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren trotz halbstündiger Unterzahl einen Punkt gegen die TSG Dissen erkämpft. Im ersten Spiel des Jahres auf dem Rasenplatz an der Schulstraße konnte das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Jannis Kolbe, Marcel Schlentzek und Emanuel Müller fehlten weiterhin verletzungsbedingt.

Der Gast aus Dissen begann sehr engagiert und erspielte sich schon in den ersten fünf Spielminuten drei Ecken, die aber allesamt von den Grün-Weißen geklärt werden konnten. Die erste gute Chance im Spiel gehörte Dissens Spielertrainer Hussein Beydoun, als der Stürmer in Robben Manier von der rechten Außenbahn nach innen zog und aus ca. 16 Meter Torentfernung zum Abschluss kam. Torwart Johannes Waack war aber zur Stelle und konnte den Schuss parieren. Die Borgloher verschliefen -mal wieder- die Anfangsphase der Partie und waren in den Zweikämpfen zu häufig nur zweiter Sieger. Dissen versuchte sehr oft mit langen Bällen auf die technisch versierten Stürmer Chancen zu kreieren. Speziell Gästekapitän Nelson Pereira-Correia, der in der Jugend von Borussia Dortmund das Fußballspielen lernte, war dabei nur schwer vom Ball zu trennen und sorgte immer wieder für Unruhe in der Borgloher Defensive. Richtig gefährlich wurde es für Torwart Waack aber zunächst nicht, da die Grün-Weißen immer wieder klären konnten. Etwas überraschend fiel dann in der 30. Spielminute die Führung für Borgloh. Nach dem ersten gut ausgespielten Angriff der Hausherren über Rechtsaußen Malte Hinrichs kam Luis Birkemeyer an der Strafraumgrenze an den Ball und ließ seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung stehen. Der Abwehrspieler der Gäste wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen, woraufhin Schiedsrichter Özcan vollkommen zurecht Elfmeter gab. Marco Hebbelmann ließ sich die Chance nicht nehmen und traf sicher ins Eck. Die Borgloher Defensive hatte aber weiterhin Probleme mit der Offensive der Gäste. Die Grün-Weißen verpassten es, die langen Flugbälle in die Borgloher Hälfte zu unterbinden, weshalb es immer wieder zu Laufduellen kam, die taktische Fouls nötig machten. Ein erster Freistoß aus ca. 18 Meter Torentfernung verfehlte zunächst noch deutlich das Gehäuse von Torwart Waack. Die sehr Offensive Ausrichtung der Gäste bot auf der Gegenseite aber viel Platz für die Borgloher, um über Konter für Gefahr zu Sorgen. Nach einer Flanke von Michael Brüggemann stand Linksaußen Luis Birkemeyer plötzlich vollkommen frei, brauchte aber etwas zu lange, um den Ball unter Kontrolle zu bringen, weshalb ein Abwehrspieler den Schuss zur Ecke abfälschen konnte. Auch in der Folge hatte die Offensivabteilung um Marcel Schweer und Michael Brüggemann 2-3 aussichtsreiche Angriffe, der entscheidende Pass im Strafraum fand aber nicht den Mitspieler. Stattdessen konnte Dissen kurz vor der Pause den Ausgleich erzielen. Wiederrum nach einem taktischen Foul gab es Freistoß für die Gäste aus dem Halbfeld. Vor dem Tor waren mehrere Grün-Weiße nicht bei ihrem Gegenspieler, weshalb David Peters keine Mühe hatte, den Ball aus fünf Meter Entfernung ins Tor zu köpfen. Zwei Verletzungen zwangen Trainer Lars Brinkschröder dann zum Wechseln. Zunächst knickte Linksverteidiger Florian Meyer zu Allendorf im Zweikampf unglücklich um und musste raus. Für ihn kam „Bibo“ Zehn in die Partie. In der Halbzeit musste auch Lukas Sundermann raus, da der Innenverteidiger nach einem Pressschlag schmerzen an seinem gerade erst genesenen Sprunggelenk hatte. Florian Symanzik kam ins Spiel und Ole Hengelbrock rückte in die Innenverteidigung.

Die Grün-Weißen kamen mit deutlich mehr Elan aus der Pause und hatten schon in der 48. Spielminute eine Großchance zur erneuten Führung, als Michael Brüggemann nach einer Ecke vollkommen freistehend zum Kopfball kam, den Ball aber um wenige Zentimeter neben das Tor setzte. In der 54. Spielminute setzte Malte Hinrichs sich stark auf der rechten Außenbahn durch und lief von der Grundlinie in den Fünfmeterraum ein. Den Ableger auf Michael Brüggemann konnte Torwart Sievert stark parieren, den Abpraller hätte Vincent Schlüter ins leere Tor schießen können, zunächst traf er aber den Ball nicht richtig und beim nachsetzen konnte ein Abwehrspieler klären. Nur zwei Minuten später kam wiederrum Michael Brüggemann freistehend zum Torschuss, aber wieder konnte Torwart Sievert klären. Mitten in dieser Drangphase nahm das Spiel aus Grün-Weißer Sicht dann eine schlechte Wendung, da die Borgloher dem Führungstor zu diesem Zeitpunkt gegen entkräftet wirkende Gäste sehr Nahe waren. Der kurz zuvor eingewechselte Andre Rothe zettelte gegen Michael Brüggemann eine Schubserei an, woraufhin der Borgloher zurückschubste. Der Dissener nahm das Geschenk an und ließ sich etwas theatralisch fallen, woraufhin Brüggemann die rote Karte sah. Sein Gegenspieler kam mit Gelb davon. Die rote Karte war vertretbar, da sich der Borgloher Stürmer auf solche Nickeligkeiten nicht einlassen darf. Eine Unsportlich- bzw. Tätlichkeit war es aber nicht. In Überzahl bekamen die Gäste dann eine zweite Luft und Borgloh war nach Standardsituationen anfällig. In der 65. Spielminute hatte Borgloh Glück, als Sakir Umut nach einer Ecke nur den Pfosten traf. Dissen hatte jetzt die Oberhand und drängte die Grün-Weißen tief in die eigene Hälfte. Für die Borgloher boten sich dadurch aber Kontersituationen, die aber häufig wegen unzureichender Passgenauigkeit nicht gut zu Ende gespielt wurden. Trainer Brinkschröder wechselte erneut und brachte Linus Heidemann für Marcel Schweer. In der 83. Spielminute hatten die Grün-Weißen dann großes Pech. Malte Hinrichs sprintete über den halben Platz um, einen weiten Flugball aus der Borgloher Hälfte zu erlaufen und setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, indem er über ihn hinweg lupfte. Anschließend passte Hinrichs in die Mitte, wo Florian Symanzik einlief und mit einer schönen Direktabnahme ins Tor traf. Während der Schiedsrichter weiterspielen ließ, fing der Linienrichter plötzlich an, mit seiner Fahne zu wedeln. Der Schiedsrichter ließ sich von seinem Linienrichter, der beim Zweikampf von Hinrichs ein zu hohes Bein vom Kapitän gesehen haben will, überstimmen und gab Freistoß für die Gäste statt Tor für Borgloh. Eine krasse Fehlentscheidung. Nur eine Minute später kam wieder der Kopfballstarke Sakir nach einer Flanke zum Kopfball, der aber knapp neben dem Tor landete. Es ging Schlag auf Schlag. Während die Borgloher Abwehrreihe um Marco Hebbelmann, Henrik Meyer zu Allendorf, Ole Hengelbrock und Luis Birkemeyer viele Zweikämpfe führte und immer wieder den Ball aus der Gefahrenzone beförderte, versuchte die Offensive für einen „Lucky Punch“ zu sorgen. Dieser wäre in der 90. Spielminute fast geglückt, als „Bibo“ Zehn den Ball durch die Dissener Innenverteidiger spielen wollte und Malte Hinrichs auf und davon gewesen wäre. Mit einem ganz langen Bein konnte Dissens Andre Rothe aber noch die Fußspitze an den Ball bekommen und so die Großchance vereiteln. In den aufgrund von vielen Verletzungsunterbrechungen berechtigten 6 Minuten Nachspielzeit gab es noch einmal Freistoß für Dissen aus dem Halbfeld und dieses Mal hatten die Borgloher das Glück auf ihrer Seite, denn wieder kam Umut Sakir zum Kopfball und wieder traf der stämmige Stürmer den Pfosten. Danach war Schluss.

Die Borgloher sahen das Unentschieden mit gemischten Gefühlen, denn die rote Karte kam in einer starken Drangphase der Grün-Weißen und es schien so, als würde den Gästen die Puste ausgehen. Da Dissen aber nach der Überzahl wieder Oberwasser bekam und auch in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war, geht das Unentschieden in Ordnung. Am Ende müssen die Borgloher froh sein, immerhin einen Punkt geholt zu haben. Weiter geht´s am kommenden Sonntag in Hagen, wo die Borgloher die 0:3 Hinspiel-Pleite vergessen machen wollen. Anstoß im Kirschdorf ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (14 Zehn, 42. Spielminute), 4 Sundermann (10, Symanzik, 46. Spielminute), 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 11 Schlüter (9 Kappelmann, 89. Spielminute), 19 Hengelbrock, 16 Hinrichs – 5 Schweer (17 Heidemann, 72. Spielminute), 18 Brüggemann

Tore: 1:0 Marco Hebbelmann (30, Foulelfmeter), 1:1 David Peters (41)

Rot: Michael Brüggemann (60, Rangelei)

 

Aktueller Wochenplan

Links

city-fahrschule

vobabanner sbp

Zum Seitenanfang