Die 1. Herren hat am vergangenen Freitag mit 1:2 bei der Reserve vom SC Melle verloren. In einer ereignisarmen Partie war eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung der Knackpunkt des Spiels. Verzichten musste Trainer Lars Brinkschröder auf Markus Heckel (beruflich), Florian Symanzik (5. Gelbe Karte), Marco Nörder, Marcel Schlentzek (verletzt) und „Bibo“ Zehn.

Das Spiel fand bei besten äußeren Bedingungen statt: Flutlicht, Nieselregen und ein optimal hergerichteter Rasenplatz. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften ab, das Spiel fand überwiegend auf Höhe der Mittellinie statt. Die erste Torchance hatten die Grün-Weißen in der 14. Spielminute, als Michael Brüggemann nach einer Flanke von Rechtsaußen Malte Hinrichs vor Torwart Sven Uzat an den Ball kam und zum Kopfball ansetzte, diesen aber nicht mehr auf das Tor drücken konnte. Nur eine Minute später dribbelte sich Linksaußen Gereon Linnemann durch den gegnerischen Strafraum, verpasste aber den passenden Moment für einen Abschluss und wurde geblockt. Melle hatte seine erste Torchance in der 28. Spielminute, den Schuss von Tobias Schnitker aus ca. 20 m Torentfernung konnte Torwart Sven Overschmidt aber sicher parieren. Wiederum nur eine Minute später erzielte Noah Degenhardt die Führung für die Grün-Weißen. Rechtsverteidiger Emanuel Müller brachte den Ball aus dem Halbfeld flach und hart vor das Tor, wo der Youngster den Ball mit einer Direktabnahme unter die Torlatte hämmerte. In der Folge war Borgloh weiter tonangebend, bei einer weiteren Torchance von Noah Degenhardt blockte ein Meller Abwehrspieler den Ball kurz vor der Linie zur Ecke. Torwart Uzat wäre chancenlos gewesen. Melle hatte kurz vor der Halbzeit eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Borgloh verlor auf Höhe des gegnerischen Sechzehner den Ball und die Hausherren konterten über den starken Marcel Kavermann. Sein Lupfer über die Borgloher Abwehrkette nahm Stürmer Tobias Schnitker direkt. Der Schuss aus 20 Meter Torentfernung senkte sich noch auf die Latte. Torwart Overschmidt wäre chancenlos gewesen. Mit der verdienten Führung für Grün-Weiß ging es in die Halbzeit.

Die Borgloher kamen stark aus der Kabine und drückten auf das 0:2. Nach einer Ecke mit einem Querschläger von Emanuel Müller in der 47. Spielminute kam wiederrum Noah Degenhard aus ca. 8 Meter Torentfernung freistehend zum Torschuss, dieser flog aber um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. In der 54. Spielminute setzte sich Malte Hinrichs in der Mitte stark durch und passte auf Gereon Linnemann. Der Linksaußen fackelte nicht lange und schoss aus 18 Meter Torentfernung. Der Ball schepperte an die Unterkante der Latte und von dort zurück aufs Spielfeld, wo ein Abwehrspieler der Hausherren klären konnte. Borgloh wechselte erstmals, für Luis Birkemeyer kam Lukas Sundermann in die Partie. Die Gäste schalteten in der Folge einen Gang zurück und Melle übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle In der 63. Spielminute rutschte Stürmer Sven Hollmann in aussichtsreicher Position der Ball bei der Annahme unter dem Fuß durch. Nur 2 Minuten später rettete Sven Overschmidt mit einer starken Parade gegen den bulligen Stürmer. Trainer Lars Brinkschröder wechselte erneut, für Jannis Kappelmann kam Marcel Schweer auf die Doppelsechs. Der Knackpunkt des Spiels war dann die 75. Spielminute. Nach einer flachen Hereingabe rutschte Lukas Sundermann beim Klärungsversuch in der Mitte aus und traf den Ball nicht richtig. Sein Gegenspieler rutschte auf dem seifigen Boden ebenfalls aus. Der Ball lag neben Sundermann und der Abwehrspieler berührte diesen beim Versuch aufzustehen am Arm. Der Schiedsrichter Daniel Vrielink wertete dieses als Handspiel und pfiff Elfmeter. Da der Innenverteidiger den Ball aber nicht mit Absicht berührte, es keine natürliche Handbewegung war und weit und breit kein Meller Offensivspieler einschussbereit um eine Torchance gebracht wurde, war diese Entscheidung sehr fraglich. Marcel Schweer beschwerte sich zu lautstark und etwas dämlich mit einem „Man ist das blind“ und kassierte dafür die rote Karte. Diese Karte kann man geben, muss man aber nicht. Was dann beim Elfmeterschießen passierte war für die Borgloher nur schwer zu akzeptieren. Melles Lukas Seelhöfer lief an und schoss den Elfmeter ziemlich kläglich um mehr als einen Meter neben das Tor. Dies gefiel Schiedsrichter Vrielink, der in dieser Sasion schon mehrfach mit fragwürdigen Entscheidungen gegen die Grün-Weißen auf sich Aufmerksam machte (unter anderem wurde Emanuel Müller in der Hinrunde für 6 Spiele gesperrt, nachdem er mit einer vermeintlichen „brutalen Tätlichkeit“ auf seinen Gegner eintrat) wohl nicht und er entschied, das der Elfmeter wiederholt werden muss. Als Grund nannte er, dass Torwart Overschmidt zu früh die Torlinie verlassen haben soll. Den zweiten Versuch verwandelte Seelhöfer relativ souverän, doch wieder soll Overschmidt die Linie zu früh verlassen haben und wieder wurde er wiederholt. Der Torwart kassierte die gelbe Karte.  Für Sportskanone Overschmidt wird es wohl die einzige gelbe Karte sein, die er bekommt, weil er sich zu viel bewegt. Beim dritten Versuch von Seelhöfer bewegte sich Overschmidt vorsichtshalber gar nicht mehr und der Treffer zum Ausgleich zählte. Borgloh haderte in der Folge und Melle wusste dies eiskalt zu nutzen. Nach einem Konter der Hausherren passte die Abstimmung in der Borgloher Innenverteidigung nicht, weshalb Sven Hollmann aus 5 Meter Torentfernung zum Kopfball kam und zum 2:1 für die Meller traf. Die Grün-Weißen taten sich in Unterzahl schwer, warfen aber in der Schlussphase nochmal alles nach vorne. Für die Meller boten sich dadurch Kontermöglichkeiten. Nach einem solchen Konter kam Malte Hengehold in der 86. Spielminute zum Abschluss, Torwart Overschmidt konnte den Schuss aber stark parieren. In den Schlussminuten kam Borgloh noch zu zwei guten Möglichkeiten auf den Ausgleich. In der 89. Spielminute kam Malte Hinrichs nach einem Flugball von Lukas Sundermann frei zum Torschuss, der Ball verfehlte das Tor aber knapp. In der Nachspielzeit war es wiederrum Malte Hinrichs, der nach einer Flanke von Emanuel Müller den Ball um eine Fußlänge am zweiten Pfosten verfehlte. Danach war Schluss.

Das Spiel passt einmal mehr zum Saisonverlauf der Borgloher. Die Grün-Weißen waren spielbestimmend, ließen aber ab der 60. Spielminute nach und kassierten auch Aufgrund einer zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung noch zwei Gegentore. Die Schuld beim Schiri zu suchen ist aber dennoch falsch, denn die Borgloher hatten selbst ausreichend Torchancen, um schon früh für klare Verhältnisse zu Sorgen, was nicht gelang. So kassierten sie eine weitere Niederlage. Zum Saisonabschluss kommt es am kommenden Freitag, wenn um 19:30 Melle Türkspor zu Gast ist. Nach dem Spiel wird Borglohs „Legende“ Markus Heckel in den Fußballruhestand verabschiedet, da der Altmeister wegen anhaltenden Verletzungen in der laufenden Saison seine Fußballschuhe an den Nagel hängt. Die „Erste“ gibt dazu einige Kisten Freibier aus, um sich für die Unterstützung trotz der mäßigen Saison zu bedanken.

Aufstellung Borgloh: 1 Overschmidt – 15 Birkemeyer (4 Sundermann, 57 Spielminute), 6 F. Meyer zu Allendorf, 8 H. Meyer zu Allendorf, 13 Müller – 2 Linnemann, 9 Kappelmann (5 Schweer, 63. Spielminute), 11 Schlüter, 16 Hinrichs – 18 Brüggemann, 17 Noah Degenhardt (7 Pottebaum, 76. Spielminute)

Tore: 0:1 Noah Degenhardt (85), 1:1 Lukas Seelhöfer (75, Handelfmeter), 2:1 Sven Hollmann (77)

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