borgloh tuerkspor 17

Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den SV Melle Türkspor den nächsten „Dreier“ eingefahren. Gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Grönegau musste Trainer Lars Brinkschröder auf Linus Heidemann, Marcel Schweer und Jakob Nülle verzichten.

Das Spiel begann für die Grün-Weißen optimal. Nach gerade einmal 25 Sekunden Spielzeit traf Rechtsaußen Emanuel Müller nach Vorarbeit von Michael Brüggemann mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 1:0. Nur zwei Minuten später erhöhte Michael Brüggemann auf 2:0. Nach einer Ecke für Borgloh konnte Türkspor den Ball zunächst klären. Vincent Schlüter lupfte den Ball aber wieder vor das Tor, wo der Stürmer den Ball annehmen konnte, um dann Torwart Hakan Coban zu umkurven und sicher einzuschieben. Nach diesem optimalen Start in die Partie waren die Grün-Weißen aber zu selbstsicher und schalteten unverständlicherweise gleich mehrere Gänge zurück. Dadurch kamen die Gäste besser ins Spiel und erzielten in der 10. Spielminute prompt den Anschlusstreffer. Nach einer Ecke stieg Faruk Maxharray am höchsten und traf mit einem wuchtigen Kopfball genau in den Torwinkel. Die Grönegauer hatten in der Folge zwei Standardsituationen, bei denen die groß gewachsenen Türken für Gefahr sorgten, das Tor von Johannes Waack aber jeweils verfehlten. In der 17. Spielminute versuchte Kapitän Malte Hinrichs Gästetorwart Hakan Coban mit einem Heber von der Mittellinie zu überwinden, der Ball flog aber knapp über das Tor. Nur eine Minute später sah Türkspors Verteidiger Beyhan Ibrahim Ciftci nach einem groben Foulspiel gegen Michael Brüggemann zurecht die rote Karte. In der Folge war der gute Schiedsrichter Alessandro Corona der Buhmann für die Gäste. Insbesondere einige der Zuschauer auf Seiten der Türken hatten sich nicht im Griff und leisteten sich mehrere verbale Entgleisungen in die Richtung des Schiedsrichters. Die Grün-Weißen ließen sich von der zunehmenden Unruhe anstecken und konnten ihrerseits nicht ihr Spiel durchziehen. Die Folge war wieder einmal ein Gegentor und wieder ging eine Standardsituation voraus. Eine Ecke konnte von Borgloh in der 36. Spielminute zunächst geklärt werden. Türspor brachte den Ball aber erneut vor das Tor und konnte am zweiten Pfosten Mustafa Yanceken bedienen, der freistehend aus 8 Meter Torentfernung ins lange Eck zum Ausgleich traf. Die Borgloher fingen sich anschließend wieder und hätten ihrerseits vor der Pause wieder die Führung erzielen können, Michael Brüggemann und „Bibo“ Zehn verfehlten aber mit Kopfbällen jeweils knapp das Tor. Aber auch die Gäste hatten kurz vor der Halbzeit noch eine gute Chance auf die Führung. Nach einem Fehler im Borgloher Aufbauspiel auf Höhe der Mittellinie war Torwart Johannes Waack hellwach, stürmte aus seinem Tor und konnte den Ball entschärfen. Mit dem 2:2 Unentschieden ging es in die Pause. In der Halbzeit fand Trainer Lars Brinkschröder deutliche Worte und konnte seine Spieler so offensichtlich wachrütteln, denn nach dem Seitenwechsel traten die Grün-Weißen deutlich besser auf. Zur zweiten Halbzeit kam Jannis Kappelmann für Vincent Schlüter in die Partie.

Nach einer ersten Chance in der 48. Spielminute, die von einem Türkspor Verteidiger geklärt werden konnte, war es nur zwei Minuten später Michael Brüggemann, der nach einem Pass von Sturmkollege Malte Hinrichs mit einem haltbaren Schuss aus 16 Meter Torentfernung die erneute Führung für den TuS erzielte. Borgloh war jetzt deutlich bissiger in den Zweikämpfen und ließ die dezimierten Gäste kaum noch ins Spiel kommen., In der 56. Spielminute spielten die Grün-Weißen einen starken Angriff über „Bibo“ Zehn und Luis Birkemeyer, letzterer verfehlte das Tor mit einem Schuss aus 12 Meter aber um wenige Zentimeter. Nur zwei Minuten später holte Rechtsaußen Emanuel Müller nach einer Ecke sein Pferdehuf raus und schoss mit einer Volleyabnahme aus ca. 11 Meter Torentfernung bei Stäutermann in den Garten. In der 64. Spielminute fiel dann das überfällige 4:2. Malte Hinrichs setzte sich stark auf der rechten Außenbahn durch und passte in die Mitte, wo Luis Birkemeyer nur noch den Fuß reinhalten musste. Direkt nach dem Tor kam es zu einer unschönen Szene, als ein Spieler von Türkspor aus reinem Frust Michael Brüggemann anspuckte. Obwohl ein deutlicher Abdruck auf dem Trikot von Brüggemann zu sehen war, konnte der Schiedsrichter den Übeltäter nicht bestrafen, da weder er, noch einer seiner Linienrichter die Tat gesehen hatten. Die Borgloher wollten diese dämliche Aktion mit Gegentoren rächen und taten dies in der Folge auch gegen einen Gegner, der sich aufgab und nur noch mit Pöbeleien gegen Schiedsrichter und Gegenspieler beschäftigt war. Nachdem Linksverteidiger Florian Meyer zu Allendorf nach einem schönen Angriff über Jannis Kappelmann das Tor in der 67. Spielminute noch knapp verfehlte, machte es „Bibo“ Zehn in der 70. Spielminute besser. Nach Zuspiel von Malte Hinrichs im Strafraum, legte sich der Sechser den Ball zurecht und schlenzte ihn ins lange Eck zum 5:2. Vier Minuten später war Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf nach einer Ecke zur Stelle und verwandelte mit einem Gewaltschuss der Marke Matze Grewe zum 6:2. Über eine Videofrequenz dieses Tores hätte sich TV-Moderator Arnd Zeigler wahrscheinlich in seiner Rubrik „Kacktor des Monats“ gefreut, denn zunächst haute ein Abwehrspieler auf der Linie über den Ball und anschließend rutschte dieser dem Torwart durch die Hand. Trainer Lars Brinkschröder wechselte in der Folge und brachte zunächst Jannis Kolbe für Florian Meyer zu Allendorf und kurze Zeit später gab Florian Symanzik nach überstandener Verletzungspause sein Comeback. Für ihn verließ Michael Brüggemann den Platz. Das 7:2 besorgte wiederrum „Bibo“ Zehn in der 86. Spielminute. Florian Symanzik und Luis Birkemeyer führten eine Ecke kurz aus, woraufhin Letzterer in die Mitte passte. Zehn stand mutter-seelen-allein am Elfmeterpunkt, stoppte den Ball an und versenkte ihn mit der Pieke ins Eck. Den Schlusspunkt der Partie setzte in der 89. Spielminute Florian Symanzik. Emanuel Müller setzte sich stark auf seiner rechten Außenbahn durch und passte scharf vor das Tor. Symanzik lief am ersten Pfosten ein und verwandelte elegant mit der Hacke ins kurze Eck. Danach war Schluss.

Die Grün-Weißen erwischten einen Start nach Maß, waren aber in der Folge zu überheblich und ließen die Gäste zurück ins Spiel kommen. Nach einer deutlichen Kabinenpredigt zeigten Marco Hebbelmann, Lukas Sundermann und Co. im zweiten Durchgang eine gute Leistung und schossen den auch in der Höhe verdienten Sieg heraus. Über die Gäste bleibt festzuhalten, dass nicht nur ihr Spiel in der zweiten Halbzeit, sondern auch das Verhalten auf und neben dem Platz nicht kreisligatauglich waren. Die Beleidigungen der Zuschauer gegen den Schiedsrichter und das Anspucken eines Gegenspielers sind auch mit Frust nicht zu entschuldigen. Der Kreisliga würde es nicht schaden, wenn Türkspor mit dieser Mentalität seinen aktuellen Tabellenplatz bis zum Saisonende nicht mehr verlassen wird.

Für die Borgloher geht es bereits am kommenden Freitag weiter, wenn die Mannschaft von Lars Brinkschröder bei der Landesliga Reserve vom SC Melle antritt. Gegen die spielstarken Meller brauchen die Grün-Weißen zwei gute Halbzeiten, wenn sie Punkte aus dem Grönegau mitnehmen wollen. Anstoß ist um 19:30 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (2 Kolbe, 81. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 11 Schlüter (9 Kappelmann, 45 Spielminute, 14 Zehn, 13 Müller – 16 Hinrichs, 18 Brüggemann (10 Symanzik, 85 Spielminute)

Tore: 1:0 Emanuel Müller (1), 2:0 Michael Brüggemann (4), 2:1 Faruk Maxharray (10), 2:2 Mustafa Yanceken (36), 3:2 Michael Brüggemann (50), 4:2 Luis Birkemeyer (64), 5:2 „Bibo“ Zehn (70), 6:2 Henrik Meyer zu Allendorf (74), 7:2 „Bibo“ Zehn (86), 8:2 Florian Symanzik (89)

 

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