borgloh hagen 17 1

Am vergangenen Sonntag hat die 1. Herren gegen den Hagener SV die erste Heimniederlage der laufenden Saison kassiert. Im Spiel auf dem Kunstrasenplatz konnte Trainer Lars Brinkschröder nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Marco Hebbelmann (Urlaub) und Jakob Nülle (Schulterverletzung) standen dem Trainer nicht zur Verfügung. Noah Degenhardt, Jannis Kolbe und Linus Heidemann halfen bei der 2. Herren aus, die zeitgleich in Buer spielte.

Die erste Chance des Spiels gehörte Michael Brüggemann, als er in der 4. Spielminute einen Rückpass der Hagener erlief, den Ball aber ins Toraus spitzelte. Da Gästekeeper Ksionzek aus seinem Tor gestürmt kam und den Stürmer am Bein touchierte, hätte es Elfmeter geben können. Brüggemann nahm den Kontakt aber nicht an, blieb oben und spielte weiter, weshalb es zurecht keinen Strafstoß gab. Ansonsten plätscherte das Spiel in den Anfangsminuten vor sich hin. In der 19. Spielminute hatte Borgloh dann plötzlich eine Großchance, um die Führung zu erzielen. Nach einem Pass von Luis Birkemeyer auf Michael Brüggemann ließ dieser mit einem feinen Hackentrick drei Gästespieler ins Leere laufen und bediente mustergültig Malte Hinrichs. borgloh hagen 17 2Der Kapitän kam aus ca. 14 Meter halblinker Position frei zum Torschuss, schlenzte den Ball aber um Millimeter über den rechten Torwinkel. Die Grün-Weißen waren in der ersten halben Stunde das aktivere Team und kamen mehrfach bei Standartsituationen zu aussichtsreichen Torchancen, die Hagener Defensive konnte aber immer wieder im letzten Moment klären oder die Borgloher verfehlten das Tor. In der 31. Spielminute fiel dann wie aus dem Nichts die Gästeführung. Nach einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie schalteten die Hagener blitzschnell um. Marcel Dierker spielte einen starken Pass auf die linke Außenbahn, wo Fabian Kerk gestartet war und alleine auf Torwart Waack zulief. Der Keeper konnte gegen Hagens Linksaußen zunächst parieren. Der Abpraller landete aber -bei drei umherstehenden Grün-Weißen- ausgerechnet bei Alexander Holtmeyer, der keine Mühe hatte den Ball über die Linie zu schieben. Nur drei Minuten später gab es Elfmeter für Hagen. Nach einem langen Flugball konnte sich Hagens Rechtaußen Alexander Holtmeyer auf der Außenbahn durchsetzen und zog Richtung Tor. Florian Meyer zu Allendorf und Lukas Sundermann stellten sich dem Hagener in den Weg. Holtmeyer ließ sich geschickt im Strafraum fallen und bekam einen Strafstoß vom Typ „pfeift nicht jeder“ zugesprochen. Torwart Johannes Waack war wie in der Vorwoche in Dissen in der richtigen Ecke, konnte den Elfmeter von Tom Haarbach aber nicht mehr parieren. Die Borgloher wirkten durch den Doppelschlag geschockt. Mit seiner dritten Torchance wäre Hagen in der 39. Spielminute fast zum 3:0 gekommen, doch der auffällige Alexander Holtmeyer setzte einen Kopfball nach einer Flanke von Fabian Kerk knapp über das Tor. Mit dem 0:2 Rückstand ging es in die Pause.

In der Halbzeit musste Trainer Lars Brinkschröder verletzungsbedingt wechseln. Sechser „Bibo“ Zehn hatte bereits in der 10. Spielminute einen Ball aus kurzer Distanz ins Gesicht bekommen und klagte über Schwindelgefühle. Für ihn kam Vincent Schlüter in die Partie. Borgloh hatte direkt nach Wiederbeginn eine gute Chance um auf 2:1 zu verkürzen. Nach einer Ecke lag der Ball plötzlich im Fünfmeterraum vor den Füßen von Florian Meyer zu Allendorf. Den Schussversuch vom Linksverteidiger konnte Hagens Nils Marotz aber mit einer spektakulären Grätsche blocken. Auf der Gegenseite konnte Hagen nach einem Geschenk vom schwachen Schiedsrichter Özcan Malgaz auf 3:0 erhöhen. Borglohs Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf wurde ca. 20 Meter vor dem eigenen Tor durch ein eindeutiges Foul von Alexander Holtmeyer der Ball abgenommen. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen, Holtmeyer lief allein auf Torwart Waack zu und verwandelte. Nach dem Spiel gab selbst Holtmeyer zu, dass dem Tor ein klares Foulspiel vorausgegangen war. Nichtsdestotrotz Zählte der Treffer und der Plan der Grün-Weißen, nach dem Seitenwechsel schnell den Anschluss herzustellen, rückte in weite Ferne. Malte Hinrichs hatte in der 52. Spielminute die nächste Chance für Borgloh, doch er verfehlte das Tor, nachdem der Ball zuvor wie ein Flipper durch den Hagener Strafraum irrte. Die nächsten Nackenschläge für Borgloh gab es in der 60. und 63. Spielminute. Zunächst wurde ein Foul an Luis Birkemeyer nicht gepfiffen, weshalb sich der bereits gelbverwarnte Linksaußen mit einem „Das hört man doch“ beim Schiedsrichter beschwerte. Dem Schiedsrichter reichte diese Äußerung, um Birkemeyer ein zweites Mal die gelbe und entsprechend die gelbrote Karte zu zeigen. Nur drei Minuten später setzte sich Kapitän Malte Hinrichs stark gegen zwei Gegenspieler durch und konnte von Torwart Ksionzek nur durch ein Foul gestoppt werden.Borgloh hagen 17 3 Den fälligen Strafstoß setzte Henrik Meyer zu Allendorf an den Außenpfosten, womit an diesem Tag wohl endgültig alles gegen die Grün-Weißen lief. Die Borgloher gaben sich aber nicht auf und suchten weiterhin die Offensive. Trainer Lars Brinkschröder wechselte und brachte Martin Wüppen, der sein erstes Saisonspiel für die Grün-Weißen absolvierte und Marcel Schlentzek. Sechser Jannis Kappelmann und Rechtsverteidiger Florian Symanzik gingen raus. Die Borgloher rannten weiter an, weshalb sich für Hagen in Überzahl Räume zum Kontern ergaben, doch zunächst klärte Florian Meyer zu Allendorf gegen Til Engelmeyer und kurze Zeit später verfehlte Alexander Holtmeyer das Borgloher Tor. Auf der Gegenseite kam Henrik Meyer zu Allendorf nach einer Ecke zum Torschuss, ein Hagener Defensivspieler konnte aber kurz vor der Torlinie blocken. Kurz vor dem Ende hätte Hagen bei einer Konterchance wieder erhöhen können, Torwart Johannes Waack konnte den Heber von Til Engelmeyer aber entschärfen. Danach war Schluss.

Die Borgloher begannen ordentlich, wirkten nach dem Doppelschlag der Gäste aber geschockt. Kurz nach der Halbzeit kippte das Spiel dann endgültig zu Gunsten von Hagen. Die gelbrote Karte und der verschossene Elfmeter taten ihr Übriges. „Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh!“ Mit diesem intellektuellen Zitat von Andi Brehme lässt sich das Borgloher Spiel an diesem Tag treffend zusammenfassen. Die Abwehr zeigte sich ungewohnt anfällig und erwischte einen schwachen Tag, während die Offensive zum ersten Mal in der laufenden Saison ohne eigenes Tor blieb. Weiter geht´s für die Grün-Weißen bereits am kommenden Freitag, wenn sie beim TV Neuenkirchen antreten. Anstoß ist um 19:30 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 10 Symanzik (12 Schlentzek, 69. Spielminute) – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (17 Wüppen, 68. Spielminute), 14 Zehn (11 Schlüter, 45. Spielminute), 13 Müller – 18 Brüggemann, 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Alexander Holtmeyer (31), 0:2 Tom Haarbach (34, Foulelfmeter), 0:3 Alexander Holtmeyer (49)

 

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