gesmold borgloh 17

Symbolfoto: Julius Laabs

Die 1. Herren trennte sich am vergangenen Sonntag im ersten Spiel der Rückrunde von der Viktoria aus Gesmold mit 1:1. Den bitteren Ausgleich kassierte die Mannschaft von Lars Brinkschröder, der auf Michael Brüggemann (Gelbsperre), Florian Symanzik (krank), Jannis Kolbe (Urlaub), sowie Marcel Schweer und Emanuel Müller (verletzt) verzichten musste, dabei in der letzten Aktion des Spiels.

Das Spiel bei eisigem Wind auf dem Gesmolder Kunstrasenplatz begann mit hohem Pressing der Borgloher. Der Ball verließ die Gesmolder Hälfte in den ersten fünf Spielminuten nur durch Befreiungsschläge der Hausherren. Eine erste Torchance konnten die Grün-Weißen sich in der 8. Spielminute erspielen. Nach einem Ballverlust der Gesmolder in der eigenen Hälfte versuchte Malte Hinrichs es mit einem Schuss aus ca. 30 Meter Torentfernung, den Torwart Tom Stratmann parieren konnte. Gegen aufgerückte Gesmolder war dies zwar eine Option, besser wäre aber ein Abspiel auf Sturmkollege Linus Heidemann gewesen, der passend eingelaufen war. In der Folge kamen die Grönegauer besser ins Spiel. Nach einer Ecke in der 11. Spielminute kamen sie auch prompt zu ihrer ersten Torchance, Torwart Johannes Waack konnte den Schuss aus 16 Meter Torentfernung aber sicher parieren. Ansonsten fand das Spiel überwiegend auf Höhe der Mittellinie statt. Beide Mannschaften versuchten viel mit langen Flugbällen Torchancen zu kreieren, die Abwehrreihen waren aber jeweils zur Stelle und konnten klären. Entsprechend war das spielerische Niveau eher schwach, viele rassige Zweikämpfe bestimmten die jederzeit faire Partie. Der nächste Torschuss ließ bis zur 36. Spielminute auf sich warten, Sechser Jannis Kappelmann zielte aus 20 Meter Torentfernung aber neben das Tor. Kurz vor der Halbzeit zog Gesmold das Tempo noch einmal merklich an und hatte seine stärkste Phase im Spiel. In der 39. Spielminute konnte Torwart Johannes Waack einen Distanzschuss von Markus Haßpecker im nachfassen parieren. Zwei Minuten später war Innenverteidiger Lukas Sundermann zur Stelle und konnte mit einer blitzsauberen Grätsche zur Ecke klären. Die bis dato größte Chance des Spiels hatte wiederrum Markus Haßpecker, als ihm der Ball nach einer Ecke eher zufällig vor die Füße fiel, der Schuss aus spitzem Winkel aber das Tor um 2 Meter verfehlte. Danach ging es in die Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff versuchte Gesmolds Stürmer Lucas Grothaus Torwart Waack mit einem Lupfer zu überwinden, dieser verfehlte das Tor aber deutlich. Vorausgegangen war eine zu kurze Kopfballrückgabe von Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf. Danach kamen die Gäste aus Borgloh wieder besser ins Spiel und ließen zunächst keine Chancen der Hausherren mehr zu. Ihrerseits konnten die Grün-Weißen sich aber auch keine klaren Torchancen erspielen. Immer wieder war ein Gesmolder Abwehrbein im letzten Moment dazwischen. Der schönste Angriff des Spiels führte dann aber in der 58. Spielminute zur Führung der inzwischen feldüberlegenen Borgloher. Nach einem Zuspiel von Lukas Sundermann steckte Jannis Kappelmann den Ball gekonnt zwischen Außen- und Innenverteidiger hindurch. Linksaußen Luis Birkemeyer erlief den Ball, zog von der Grundlinie nach innen und passte auf Vincent Schlüter, die Kugel aus fünf Meter Torentfernung nur noch über die Linie schieben musste. Borgloh versuchte jetzt noch mehr, sein Spiel durchzuziehen. Dem Gegner das Spiel überlassen, um dann aus einer sicheren Defensive mit schnellen Kontern für die Entscheidung zu sorgen. Malte Hinrichs versuchte Torwart Stratmann in der 60. Spielminute nach einem missglückten Abschlag mit einem Distanzschuss aus ca. 35 Meter Torentfernung zu überwinden, traf den Ball aber nicht richtig, weshalb Stratmann seinen Fehler ausbügeln konnte. Die Hausherren näherten sich in der 63. Spielminute dem Tor von Johannes Waack, der Schuss von Til Specht von der halbrechten Strafraumecke flog aber am langen Pfosten vorbei. Ansonsten stand der Borgloher Abwehrrigel kompakt. Trainer Lars Brinkschröder wechselte in der 80. Spielminute erstmals und brachte „Bibo“ Zehn für Linus Heidemann in die Partie. Fünf Minuten später hatte Borgloh seine größte Chance auf die Spielentscheidung. Kapitän Malte Hinrichs setzte sich im Gesmolder Strafraum stark gegen zwei Gegenspieler durch, übersah dann aber in der Mitte die freistehenden Sechser Ole Hengelbrock und Jannis Kappelmann und versuchte selbst den Abschluss aus spitzem Winkel mit seinem schwächeren linken Fuß. Torwart Tom Stratmann konnte den Schuss aber parieren. In der Schlussphase zog Lars Brinkschröder seinen zweiten und aufgrund von Personalmangel letzten möglichen Wechsel. Marcel Schlentzek kam für Florian Meyer zu Allendorf. Das Spiel lief jetzt nur noch nach dem „hoch und weit Prinzip“. Gesmold versuchte seine großen Offensivspieler mit langen Bällen in Szene zu setzten, während Borgloh den Ball mit langen Befreiungsschlägen aus der Gefahrenzone beförderte. Die Grün-Weißen konnten dabei knappe Führungen im bisherigen Saisonverlauf immer über die Zeit bringen, doch in Gesmold mussten sie in der nur einminütigen Nachspielzeit eine bittere Pille schlucken. Nach einem Eckball stieg zunächst am zweiten Pfosten ein Gesmolder am höchsten und beförderte den Ball zurück zum ersten Pfosten, wo Til Specht keine Mühe hatte, den Ball aus einem Meter Torentfernung über die Linie zu drücken. Nach dem Tor pfiff der gute Schiedsrichter Richter die Partie gar nicht mehr an.

Insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden, auch wenn die Borgloher nach dem Spiel aufgrund vom Zeitpunkt des Ausgleichs die gefühlten Verlierer waren. Das Spiel lebte in erster Linie von seiner Spannung, Torchancen waren eher Mangelware. Gegen den Vizemeister aus der Vorsaison, der aktuell auf einem für seine Möglichkeiten schwachen 9. Tabellenplatz steht, können die Grün-weißen aber insgesamt mit einem Auswärtspunkt gut leben. Am kommenden Sonntag findet an der Schulstraße das letzte Pflichtspiel für Marco Hebbelmann, Linus Heidemann und Co. in 2017 statt, wenn um 14 Uhr der SV Wissingen gastiert.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 85. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann– 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann, 13 Hengelbrock, 11 Schlüter – 17 Heidemann (14 „Bibo“ Zehn, 80. Spielminute), 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Vincent Schlüter (58), 1:1 Lucas Grothaus (90+1)

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