Am vergangenen Sonntag hat die erste Herren ihr Auswärtsspiel in Gesmold mit 0:3 verloren. Trainer Jens Tiemann-Gorny musste mal wieder auf eine „Rumpfelf“ zurückgreifen. Neben den langzeitausfällen fehlte Malte Hinrichs berufsbedingt und Florian Meyer zu Allendorf gelbgesperrt. Erfreulicherweise kehrte Marcel Pope nach fast halbjährlicher Pause ins Tor der Grün-Weißen zurück. Zusätzlich halfen mit Marcel Schlentzek, Jonas Degenhardt, Luis Birkemeyer und Pascal Sauf mehrere Spieler aus der „Zweiten“ aus.
Das Spiel auf dem für die Borgloher ungewohnten Naturrasen begann verhalten. Ein erster Torschuss der Gesmolder in der 4. Spielminute konnte Marcel Pope parieren. Nur zwei Minuten später hatte Borgloh seine erste Torchance. Nachdem Stürmer Pascal Schweer den Torwart unter Druck setzte und so einen Fehlpass erzwang, schlenzte Linksaußen Michael Brüggemann den Ball über das Tor. In der 13. Spielminute fiel das 1:0 für die Gastgeber. Vorausgegangen war ein Einwurf, woraufhin die Borgloher den Ball nicht klären konnten. Ein Gesmolder spielte vor das Tor, wo Marc Andre Többen nur noch den Fuß hinhalten musste. Für die Gäste war das Gegentor wie ein Weckruf. In der Folge übernahmen Matze Grewe, Lukas Sundermann und Co. die Spielkontrolle und hatten mehrere Großchancen. Die erste hatte „Bibo“ Zehn in der 16. Spielminute. Nach einem starken Zuspiel von Pascal Schweer war Zehn allein vor Torwart Hehemann und konnte sich die Torecke aussuchen, doch anstatt zu schießen verzögerte er und ein Abwehrspieler konnte klären. Fünf Minuten später musste Marcel Pope Kopf und Kragen riskieren um einen zu kurz geratenen Rückpass von Marcel Schlentzek zu erlangen. Nur eine Minute später hatte Grün-Weiß die nächste Großchance. Nach einer Flanke von „Bibo“ Zehn stand Vincent Schlüter frei am zweiten Pfosten, doch bei der Ballannahme versprang ihm der Ball. Eine Direktabnahme wäre im Nachhinein besser gewesen. In der 25. Spielminute lief Michael Brüggemann von der Mittellinie auf Torwart Hehemann zu, wurde aber von einem Gegenspieler eingeholt und gestellt. Nur zwei Minuten später testete Henrik Meyer zu Allendorf, der auf der Sechs spielte, die Standfestigkeit des Gesmolder Tores. Nach einem Pass von Vincent Schlüter, den Pascal Schweer gekonnt durchrutschen ließ, schoss Meyer zu Allendorf aus ca. 25 Meter. Der Ball schepperte an die Latte und von dort zurück ins Spielfeld. In der 36. Spielminute stand der ansonsten gute Schiedsrichter unfreiwillig im Mittelpunkt. Pascal Schweer und Michael Brüggemann hatten sich stark durchgesetzt und liefen zu zweit auf Torwart Hehemann zu, als plötzlich ein Pfiff ertönte. Der Schiedsrichter pfiff die Riesenchance ab, weil er laut eigener Aussage von einem Gesmolder Spieler beleidigt wurde und diesen dann mit Gelb verwarnte. Schon in der Halbzeit entschuldigte sich der Schiedsrichter für die Fehlentscheidung und dadurch den Riesenvorteil abzupfeifen. Doch anstatt den Ausgleich zu erzielen, kassierten die Grün-Weißen in der 39. Spielminute das 0:2. Nach einem Fehler auf Höhe der Mittellinie schaltete Gesmold schnell um. Nach einer Flanke von der rechten Außenbahn stand Phil Specht frei am zweiten Pfosten und konnte mit einer Direktabnahme aus ca. 10 Meter das schmeichelhafte 2:0 erzielen. Danach war Halbzeit.
Trainer Jens Tiemann-Gorny musste in der Pause wechseln. Torwart Marcel Pope bekam nach einer Ecke kurz vor der Halbzeit einen Tritt von einem Gesmolder an den Kopf und klagte über Schwindelgefühle. Da dem Trainer aber kein Ersatztorwart zur Verfügung stand musste kurzfristig der bestmögliche Ballfänger ermittelt werden. Tiemann-Gorny entschied sich für Mittelfeldspieler „Bibo“ Zehn, der seine ungewohnte Rolle sehr ordentlich meisterte. Für Zehn kam Luis Birkemeyer ins Mittelfeld.
Kurz nach Wiederanpfiff musste Borgloh erneut verletzungsbedingt wechseln. Linksverteidiger Pascal Sauf musste nach einem Pressschlag raus. Für ihn kam Jonas Degenhardt in die Partie. Das Spiel auf dem unebenen Rasen wurde auch in der zweiten Halbzeit nicht besser, zumeist versuchten beide Mannschaften das Mittelfeld mit langen Bällen zu überbrücken. Da jedoch zumeist beide Hintermannschaften Lufthoheit gegenüber den gegnerischen Stürmern hatten, spielte sich das Geschehen auf dem Platz hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Kleineren Schusschancen von Pascal Schweer und Michael Brüggemann folgte in der 64. Spielminute der nächste Nackenschlag aus Borgloher Sicht. Marc Andre Többen wurde aus dem Mittelfeld aus abseitsverdächtiger Position auf die Reise geschickt und ließ Aushilfstorwart „Bibo“ Zehn keine Chance. In der Folge plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. In der 70. Spielminute kehrte mit Nico Pottebaum, der für Kapitän Matze Grewe eingewechselt wurde, ein Weiterer lange abwesender Spieler zurück. Die Borgloher Mannschaft versuchte weiterhin zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch wie in den Spielen zuvor, scheiterte es spätestens am letzten Pass. In der Schlussphase hatte Luis Birkemeyer per Kopfball nach Flanke von Michael Brüggemann noch einmal die Möglichkeit zu verkürzen, jedoch strich der Ball knapp über die Latte. Auch Bibo Zehn konnte sich kurz vor dem Ende noch einmal auszeichnen, als er einen Schuss aus 10 Metern zur Ecke klären konnte. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie pünktlich ab.
Dieses Spiel zeigte wieder einmal, dass den Grün-Weißen im Moment in der Offensive die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlt (erst ein Tor in vier Spielen nach der Winterpause) und dass sich die Mannschaft durch individuelle Fehler in der Defensive um den verdienten Lohn bringt. Gesmold gewinnt das Spiel verdient, da sie mit drei Toren aus vier Chancen ein Muster an Effektivität zeigten. Nach dem spielfreien Osterwochenende geht es für die Mannschaft um Lukas Sundermann, Malte Hinrichs und Co. am 03. April um 15:00 Uhr weiter mit dem Heimspiel gegen die Landesliga-Reserve vom SV Bad Rothenfelde.

Aufstellung Borgloh: 1 Pope (1 Zehn, 45. Spielminute) – 3 Sauf (6 Degenhart, 47. Spielminute), 4 Sundermann, 2 Symanzik, 5 Schlentzek – 8 H. Meyer zu Allendorf – 18 Brüggemann, 14 Zehn (16 Birkemeyer, 45. Spielminute), 15 Grewe (7 N. Pottebaum, 70. Spielminute), 11 Schlüter – 9 P. Schweer

Tore: 1:0 Marc Andre Többen (13.), 2:0 Phil Specht (39.), 3:0 Marc Andre Többen (64.)

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