borgloh oesede 18

Foto: osnaball.de

Die 1. Herren hat im letzten Spiel der Kreisligasaison 17/18 gegen die Sportfreunde Oesede einen starken 4:0 Heimsieg gefeiert. Die Vorzeichen vor dem Spiel waren nahezu perfekt. Samstagabend, Sonnenschein, ein Rasenplatz im Top Zustand und einen starken Gegner vor der Brust, der allerdings nicht in Bestbesetzung antrat. Im Gegensatz dazu konnte das Borgloher Trainergespann um Lars Brinkschröder und Lennart Henkenborg nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Lukas Sundermann und Luis Birkemeyer standen nicht im Aufgebot.

Die Grün-Weißen begannen wie die Feuerwehr und setzten die Oeseder von der ersten Minute an mächtig unter Druck. Die erste Großchance im Spiel nach nur zwei Minuten hatte Ole Hengelbrock, als der Sechser im Strafraum einlief und nach einer flachen Hereingabe von Linksaußen Malte Hinrichs aus 6 Meter Torentfernung knapp das Tor verfehlte. Nur zwei Minuten später war es erneut Hengelbrock, der mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Meter Torentfernung Gästetorwart Pohlmann zu einer Glanzparade zwang. Oesede versuchte immer wieder, sich mit spielerischen Mitteln aus der eigenen Hälfte heraus zu kombinieren. Diese Rechnung hatten die Gäste aber ohne die bissigen Grün-Weißen gemacht, die keinen Zweikampf scheuten und viele Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte provozierten. Nach einem solchen Ballgewinn spielte Malte Hinrichs Marcel Schweer in der Mitte mustergültig frei, doch der Stürmer, der in den letzten Wochen mit viel Einsatz glänzte, vor dem Tor aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ, konnte den Ball aus fünf Meter Torentfernung nicht über die Linie drücken. Die vierte Großchance für Borgloh hatte „Bibo“ Zehn in der 18. Spielminute. Stürmer Michael Brüggemann flankte von der rechten Seite auf den langen Sechser, doch Zehn köpfte freistehend aus fünf Meter neben das Tor. Ein lautes raunen war vom Zuschauerrang zu hören. Nur eine Minute später ließ Michael Brüggemann die Zuschauer aber erstmals jubeln und sorgte für die hochverdiente Führung. Der Stürmer eroberte 20 Meter vor dem Tor den Ball, ließ einen Gegenspieler stehen und schoss den Ball aus 16 Meter Torentfernung in die linke Torecke. Torwart Pohlmann ließ den haltbaren Ball durchrutschen. In der 22. Spielminute war Torwart Pohlmann wieder im Mittelpunkt, als er einen Ball klären wollte, dem anlaufenden „Bibo“ Zehn aber gegen den Kopf schoss. Der Ball trudelte knapp neben das Tor. Anschließend pfiff der Schiedsrichter zur Trinkpause. Nach der Trinkpause hatte Malte Hinrichs zunächst noch eine sehr gute Torchance, um auf 2:0 zu erhöhen. Nach schönem Zuspiel von Rechtsaußen Florian Symanzik stand der Stürmer sträflich frei auf Höhe der Strafraumkante und zog direkt ab. Der Schuss war aber zu zentral, weshalb Torwart Pohlmann parieren konnte. In der Folge ließen die Grün-Weißen etwas nach und Oesede kam zu Torannäherungen. Zwei Standardsituationen aus 18 und 22 Meter Torentfernung verfehlten aber zunächst das Tor. Die beste Chance auf Seiten der Oeseder hatte Hendrik Menkhaus in der 41. Spielminute nachdem Innenverteidiger Vincent Schlüter beim Klärungsversuch über den Ball trat. Torwart Johannes Waack bügelte den Fehler aber aus, als er die kurze Ecke zu machte und den Schuss von Menkhaus aus spitzem Winkel parierte. Danach war Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel legten die Grün-Weißen wieder los wie in Durchgang ein, dieses Mal wurden die sich bietenden Torchancen dabei auch genutzt. Das 2:0 besorgte Marcel Schweer in der 49. Spielminute, der seinen Torfluch endlich beendete und seine starke Leistung mit Hilfe des rechten Pfostens mit einem Tor krönte. Das 3:0 besorgte Florian Symanzik nur zwei Minuten später. Malte Hinrichs führte einen Einwurf schnell und lang aus und der Rechtsaußen blieb vor Torwart Pohlmann cool wie ein Drückeberger und schob den Ball über die Linie. In der 58. Spielminute passierte dann etwas Ungewöhnliches, denn der gute Schiedsrichter Gans musste dem warmen Wetter Tribut zollen und sackte mit Kreislaufproblemen zusammen. Krankenpfleger Emanuel Müller kümmerte sich fortan um den Schiedsrichter und versorgte diesen mit Getränken, während einer der beiden Linienrichter die Spielleitung übernahm. Eine Seitenlinie war fortan unbesetzt. Trainer Lars Brinkschröder wechselte erstmals und brachte Tarek Kösters für den angeschlagenen Marco Hebbelmann, der gegen seine Ex Kollegen einige Fouls einstecken musste, aber auch zu verteilen wusste. Die nächste gute Möglichkeit hatte Malte Hinrichs, als der Linksaußen aus 5 Meter zum Abschluss kam, die letzte Konsequenz aber vermissen ließ. Besser machte es der Kapitän zwei Minuten später, als er Oesedes Innenverteidiger Mirsad Buljubasic den Ball abnahm, allein auf Torwart Pohlmann zulief und eiskalt zum 4:0 vollstreckte. Das Spiel flachte in der Folge deutlich ab. Das Trainergespann wechselte erneut und brachte zunächst Jannis Kolbe und Jannis Kappelmann für Florian Meyer zu Allendorf und Marcel Schweer und kurze Zeit später Marcel Schlentzek für Michael Brüggemann. In der 73. Spielminute schien der Drückeberger in Florian Symanzik geschmolzen zu sein, denn nach blitzsauberer Vorarbeit von Vincent Schlüter musste der Rechtsaußen den Ball eigentlich nur noch ins leere Tor schießen, doch Symanzik schob den Ball relativ kläglich Richtung Eckfahne. Die beste Chance für die Gäste hatte Steffen Plogmann in der 82. Spielminute. Nach einer Ecke für Oesede passte die Zuordnung in der Hintermannschaft nicht und Plogmann kam freistehend aus fünf Meter zum Kopfball. Torwart Waack riss die Arme hoch und bewahrte seine Truppe mit einem laut Luis Birkemeyer „astreinen“ Reflex vor einem Gegentor. Kurz vor Ende der Partie musste Waack erneut eingreifen, als der Ex Borgloher Marco Winter, welcher auf Seiten der Oeseder stürmte, nicht lange zögerte und mit einem sehenswerten Lupfer aus 25 Meter Torentfernung am Torwart scheiterte. Kurz vor Schluss kombinierten die Grün-Weißen sich noch einmal schön durch den Gästestrafraum. Die Flanke von Tarek Kösters nach Doppelpass mit Vincent Schlüter war aber „etwas“ hoch und nur noch für den Strommasten neben dem Tor erreichbar. Danach war Schluss.

Für die Grün-Weißen war es ein gelungener Saisonabschluss nach einer gelungenen Saison. Gegen die Spitzenmannschaft aus Oesede, die allerdings nicht mit der etatmäßigen Stammbesetzung antrat, hatten die Borgloher das Spiel jederzeit im Griff und siegten hochverdient mit 4:0. Für die Grün-Weißen war es das elfte Saisonspiel ohne Gegentor, was Ligabestwert ist.

Nach dem Spiel wurde zunächst mit den Zuschauern bei Freibier der gute Saisonverlauf am Platz gefeiert. Später ging es dann im Vereinsheim bei Anni weiter bis in den frühen Morgen.

In die Vorbereitung auf die Saison 18/19 startet die „Erste“ am 5. Juli. Das erste Testspiel gegen Landesligist SC Melle findet am 7. Juli um 14 Uhr in Borgloh statt. Bis dahin heißt es auskurieren, WM gucken und Schützenfest feiern, um dann in der neuen Saison den Aufwärtstrend zu bestätigen.

 

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (2 Kolbe, 66. Spielminute), 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann (7 Kösters, 58. Spielminute) – 16 Hinrichs, 19 Hengelbrock, 14 Zehn, 10 Symanzik – 18 Brüggemann (12 Schlentzek, 70. Spielminute), 5 Schweer (9 Kappelmann, 65. Spielminute)

Tore: 0:1 Michael Brüggemann (18), 0:2 Marcel Schweer (49), 0:3 Florian Symanzik (51.), 0:4 Malte Hinrichs (60)

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