Am 11. Spieltag war der TV Neuenkirchen Gast auf dem Kunstrasenplatz in Borgloh. Bei strahlendem Sonnenschein mussten Trainer Lars Brinkschröder und Co-Trainer Lennart Henkenborg auf mehreren Position Veränderungen vornehmen. Florian Meyer zu Allendorf fehlte Krankheitsbedingt, Noah Birkemeyer hat sich wohl einen Bänderriss im Fuß zugezogen und sein Bruder Luis musste nach seiner 5. gelben Karte aussetzen. Dafür war Emanuel Müller nach seiner Zehenverletzung wieder im Kader.

Die Partie hätte für die Grün-weißen kaum besser anfangen können. Bereits nach drei Minuten verwandelte Vincent Schlüter die erste Gelegenheit zum Führungstreffer. Pascal Schweer hatte im Mittelfeld wunderbar mit der Hacke auf seinen Bruder Marcel gepasst, der den freistehenden Schlüter auf seiner rechten Außenbahn nicht übersah und ihn mustergültig in den Lauf bediente. Im Duell mit dem Torwart behielt Vincent dann die Oberhand und vollstreckte ins lange Eck. Keine fünf Minuten später erhöhte dann der TuS auf 2:0. Jannis Kappelmann konnte den Ball per Freistoß aus gut 20 Metern direkt über die Mauer ins Tor befördern. Sehenswert und für den Torwart nicht zu halten.

Und als wäre es noch nicht genug traf Pascal Schweer nur sechs Minuten danach zum 3:0 nach gerade einmal 13 gespielten Minuten. Der Stürmer setzte sich stark gegen drei Neuenkirchener durch und lief aus spitzem Winkel auf den Torwart zu. Alle rechneten mit einer Flanke oder einem Querpass, doch „Kalli“ Schweer bugsierte den Ball irgendwie an Feind und Freund vorbei ins kurze Eck. Anhand seines Torjubels konnte man erahnen, dass auch er nicht wusste wie das Tor genau gefallen ist.

Die Gäste reagierten daraufhin mit einem Dreifachwechsel, doch die Gastgeber blieben weiterhin am Drücker und hätten beinahe das 4:0 erzielt. Pascal Schweer nahm nach einem langen Ball per Dropkick Maß, zielte aber etwas zu genau und der Ball klatschte an die Latte (18.). Im Anschluss wirkten die Gäste, vermutlich durch den dreifachen Wechsel, etwas stabilisierter und ließen den Grün-weißen nun weniger Freiheiten. Dadurch kamen die Gelben dann in der 22. Minute zu ihrer ersten guten Gelegenheit, doch Tobias Hagemann scheiterte im 1 gegen 1 am guten Borgloher Torwart Johannes Waack.

Nach 28 gespielten Minuten hätte sich Pascal Schweer erneut in die Torschützenliste eintragen können, scheiterte aber nach klugen Zuspiel von Jannis Kappelmann am Torwart. Nur eine Minute später fiel dann fast aus dem Nichts der Anschlusstreffer zum 3:1. Nach Gestocher auf Höhe der 16er Linie landete der Ball beim freistehenden Hagemann, der aber wiederum in Johannes Waack seinen Meister fand. Der Abpraller landetet dann ausgerechnet vor den Füßen von Marcel Torwelle, der den Ball beim Schuss nicht richtig traf und dieser über den Innenpfosten ins Tor trudelte. Die Gäste aus dem Grönegau witterten nun ihre Chance und hielten plötzlich tapfer dagegen und bei den Borglohern spürte man ein kleine Unsicherheit.

Nach einem Eckball fiel dann der unnötige Treffer zum 3:2, als im Strafraum der Grün-weißen Chaos herrschte und Marco Rieke dies nutzte und als einziger voll durchzog und den Ball über die Linie drosch.

Das war zu diesem Zeitpunkt äußerst unglücklich und ärgerlich, denn die Anfangsphase dominierten die Borgloher klar und die Neuenkirchener überzeugten bis dato mit akkurater Lustlosigkeit. Aber immerhin führten die Gastgeber noch mit 3:2, und hätten kurz vor der Pause beinahe wieder den alten zwei-Tore Abstand hergestellt. Jannis Kappelmann nahm sich ein Herz und traf nach einem Freistoß aus 30 Metern mit einem Strahl von einem Schuss nur die Latte (44.). Mit diesem Weckruf ging es dann in die Pause.

In den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte passierte dann wenig Spektakuläres, bis auf eine Halbchance auf jeder Seite. Marcel Schweer prüfte Neuenkirchens Torwart Radke mit einem Schlenzer und im Gegenzug traf Hagemann aus spitzem Winkel nur das Außennetz (64.). Es entwickelte sich ein Kampfbetontes Spiel, in dem die Borgloher nun darauf erpicht waren, die Führung über die Zeit zu retten, und mit schnellen Kontern Nadelstiche zu setzen. Neuenkirchen hatte mehr Ballbesitz, konnte aber gegen die Stabile und tief stehende Defensive um Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf und Lukas Sundermann wenig anrichten.

10 Minuten vor Ende nahm die Partie nochmal Fahrt auf. Die eingewechselten Jonas Pottebaum und Noah Degenhardt wurden bei den schnellen Kontern im letzten Moment gestoppt, und sämtliche Torschüsse wurden geblockt oder zur Ecke abgewehrt. Leider wurden an diesem Tag die Eckbälle nicht genutzt, denn davon hatte der TuS in der Schlussphase einige.

Und so kam es, wie es im Moment bei Spielen des TuS kommen musste. Nach einem langen Freistoß weit aus der eigenen Hälfte fiel der Ball ausgerechnet Faruk Maxharraj vor den Schlappen. Dieser zögerte nicht lange und traf mit einem Flachschuss aus 18 Metern ins lange Eck (90.+2).

Nur eine Minute später pfiff Schiedsrichterin Silke Schlegel die Partie ab. Betrachtet man das Chancenverhältnis wäre ein Erfolg für den TuS Borgloh sicherlich verdient gewesen. Aber so ist es beim Fußball, dass am Ende immer nur die Tore zählen. Somit bleiben die Grün-weißen auch im vierten Spiel in Folge ohne Sieg.

Aufstellung Borgloh gegen Neunkirchen: 1 Waack - 15 Hebbelmann, 8 Meyer zu Allendorf, 4 Sundermann, 2 Kolbe – 11 Schlüter (25 Pottebaum, 66. Minute), 14 Zehn (13 Müller, 45.), 9 Kappelmann, 10 Symanzik – 5 M. Schweer (3 Degenhardt, 80.), 27 P. Schweer

Tore: 1:0 Vincent Schlüter (3. Minute), 2:0 Jannis Kappelmann (7.), 3:0 Pascal Schweer (13.), 3:1 Marcel Torwelle (29.), 3:2 Marco Rieke (33.), 3:3 Faruk Maxharraj (90.+2)

Zum Pokalspiel in Bad Laer:

Im Achtelfinale des Kreispokals war der TuS Borgloh zu Gast beim SV Bad Laer. In der Liga standen sich die beiden Teams dieses Jahr bereits gegenüber, als der heimische SV das Spiel nach mehreren Einladungen der Borgloher Hintermannschaft mit 5:3 gewinnen konnte.

Unter Flutlicht auf dem neuen Kunstrasenplatz in Bad Laer entwickelte sich ein schnelles, hitziges und kampfbetontes Spiel. Mit dieser Stimmung kamen an diesem Abend die Grün-weißen besser zurecht. Jannis Kappelmann brachte den TuS, wie schon am Wochenende, mit einem sehenswerten direkt verwandelten Freistoß aus gut 28 Metern in Führung (23.). Luis Birkemeyer und wieder Kappelmann mit einem direkten Freistoß hätten beinahe auf 2:0 gestellt, ehe Pascal Schweer dies erledigte. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft der Gastgeber blieb „Kalli“ im 1 gegen 1 mit dem Schlussmann cool und überwindete den Torwart mit dem Außenrist (41.).

Auch nach der Pause standen die Gäste hinten sicher und konnten immer wieder mit Kontern über die lauf- und zweikampfstarken Stürmer Noah Degenhardt und Pascal Schweer für Gefahr sorgen.

So erzielte Noah Degenhardt in der 66. Minute nach einem feinen Konter über Pascal Schweer, der einen langen Ball sehenswert mit der Hacke mitnahm und anschließend den freistehenden Sturmpartner mustergültig bediente, das 3:0. Wenig später fiel dann das 4:0 für den TuS, als Noah Degenhardt wiederum richtig stand und nach starkem Antritt von Kalli Schweer einnetzen konnte. Noah prallte bei der Aktion unglücklich mit seinem Kopf gegen den Pfosten und wurde mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht, dort wurde aber zur Erleichterung aller Entwarnung gegeben und außer ein paar Prellungen auf Nase, Stirn und Arm verletzte er sich nicht so schlimm wie zunächst angenommen.

Im weiteren Verlauf des Spiels kam Bad Laer noch zu zwei Treffern, hätten bei besserer Chancenverwertung aber durchaus auch noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können. Aber so blieb es beim verdienten 4:2 Erfolg für die Borgloher, die damit ins Viertelfinale des Kreispokals eingezogen sind.

Aufstellung Borgloh gegen Bad Laer: 1 Waack – 15 Hebbelmann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 13 Müller, 2 Kolbe – 17 Heidemann (10 Symanzik, 60.), 5 M. Schweer (11 Schlüter, 84.), 9 Kappelmann, 7 L. Birkemeyer – 27 P. Schweer, 3 Degenhardt (25 Pottebaum, 82.)

Tore: 0:1 Kappelmann (23.), 0:2 P. Schweer (41.) 0:3 Degenhardt (66.), 0:4 Degenhardt (74.), 1:4 Seete (77.), 2:4 Rolf (90.)

Text: Malte Hinrichs

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