MelleII borgloh2017

Symbolfoto: osnaball.de

Die 1. Herren hat am vergangenen Freitag im Auswärtsspiel bei der Landesliga Reserve vom SC Melle die zweite Saisonniederlage kassiert. Trainer Lars Brinkschröder musste auf Noah Degenhardt, Michael Brüggemann, Vincent Schlüter, Jakob Nülle, Linus Heidemann und Marcel Schweer verzichten.

Das Spiel fand auf dem Melos Kunstrasen in Melle statt, die Lichtverhältnisse waren trotz Flutlichtanlage sehr bescheiden. Melle war von der ersten Spielminute an sehr präsent in den Zweikämpfen und setzten die Grün-Weißen gut unter Druck. Die erste Torchance für die Hausherren in der 9. Spielminute war dann gleich eine hochkarätige. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Torwart Johannes Waack nicht ausreichend hinter den Ball, die Kugel senkte sich auf die Latte. Der Abpraller fiel genau vor die Füße von Christian Mäscher, der aus 3 Meter Torentfernung an Torwart Johannes Waack scheiterte. Borglohs Aufbauspiel fand im Grunde nicht statt. Zumeist versuchten die Grün-Weißen mit Diagonalbällen von Lukas Sundermann für Gefahr zu Sorgen, die sprintstarken Hausherren waren aber auch in der Defensive hellwach. Die nächste Großchance hatten die Grönegauer in der 19. Spielminute, als Marco Hebbelmann nach einer Ecke über den Ball trat und dieser durch den Fünfmeterraum kullerte. Am zweiten Pfosten hielt ein Melleraner den Fuß hin, Johannes Waack machte sich aber ganz lang und rettete mit einer überragenden Parade. Fünf Minuten später war Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann dann zur Stelle und klärte kompromisslos gegen Christian Mäscher. Die Grün-Weißen fingen sich nach einer halben Stunde Spielzeit und übernahmen ihrerseits die Spielkontrolle. Die erste richtige Torchance der Borgloher hatte es dann in der 32. Spielminute gleich in sich. Emanuel Müller setzte sich auf seiner rechten Außenbahn durch und passte in die Mitte, wo „Bibo“ Zehn eingelaufen war. Der Sechser traf den Ball aus vollem Lauf und haute ihn an die Unterkannte der Querlatte. Von dort sprang der Ball wohl vor die Linie, um dann von einem Abwehrspieler geklärt zu werden. Kurze Zeit später versuchte Florian Symanzik, der den erkrankten Michael Brüggemann im Sturm vertrat, Torwart Sven Uzat mit einem Distanzschuss zu überwinden. Der Keeper konnte den Aufsetzer aus 20 Meter Torentfernung aber sicher parieren. Kurz vor der Pause konnte sich erneut der starke Johannes Waack auszeichnen, als er einen Distanzschuss der Meller sicher parierte. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

Die erste gute Torchance im zweiten Durchgang gehörte Kapitän Malte Hinrichs, als er sich den Ball in seiner typischen Art von einem Meller Abwehrspieler klaute, dann aber freistehend vor Torwart Uzat etwas zu hektisch abschloss und das Tor verfehlte. In der 58. Spielminute stieg „Bibo“ Zehn nach einer Flanke von Emanuel Mülle zum Kopfball hoch, traf den Ball aber freistehend am Fünfmeterraum nicht richtig und setzte seinen Kopfball neben das Tor. Ab der 60. Spielminute kam Melle wieder besser ins Spiel. Grund dafür war in erster Linie Linksaußen Leon Seelhöfer. Der Youngster der Grönegauer war sehr schnell und rannte den Grün-Weißen immer häufiger davon. Zunächst konnten sowohl Marco Hebbelmann, als auch Henrik Meyer zu Allendorf und Lukas Sundermann den sprintstarken Außenspieler mit taktischen Fouls stoppen. Um aber eine Ampelkarte zu verhindern, musste das Trio Seelhöfer in der Folge häufiger davonlaufen lassen. Dieser traf in der 66. Spielminute dann zum 1:0. Vorausgegangen war ein starker Spielzug über Christian Mäscher und Julian Schwieger, an dessen Ende Seelhöfer nur noch ins leere Tor spielen musste. Nur 5 Minuten später fing jener Seelhöfer einen Pass im Aufbauspiel der Grün-Weißen auf Höhe der Mittellinie ab, rannte auf Johannes Waack zu und passte auf Christian Mäscher, der keine Mühe hatte den Ball zum 2:0 zu vollstrecken. Wiederrum nur eine Minute später steckte Julian Schwieger auf Leon Seelhöfer durch, der freistehend vor Waack zum 3:0 traf. Die Meller zeigten zu diesem Zeitpunkt des Spiels starken Kombinationsfußball gegen sichtlich geschockt wirkende Borgloher, die kein Mittel gegen die quirligen Offensivspieler der Hausherren fanden. In der 75. Spielminute sendete „Bibo“ Zehn ein Lebenszeichen. Nach einer Ecke von Florian Symanzik gab es ein Scheibenschießen auf das Meller Tor, bei dem zunächst Zehn und Henrik Meyer zu Allendorf an Feldspieler, die auf der Linie klärten, scheiterten. Nach der zweiten Ecke war aber wieder Zehn zur Stelle und traf mit einem abgefälschten Schuss unter die Latte zum 3:1. Borgloh riskierte jetzt alles, stellte hinten auf Dreierkette um und brachte mit Lennart Henkenborg, der sein Comeback für die Grün-Weißen gab, einen dritten Stürmer. Außerdem kamen Marcel Schlentzek und Jannis Kolbe. Jannis Kappelmann, Florian Meyer zu Allendorf und Marco Hebbelmann verließen den Platz. Die Offensivere Ausrichtung der Borgloher verschaffte Melle mehr Platz zum Kontern. In der 79. Minute traf Christian Mäscher nach einem Konter den Pfosten. Nur eine Minute später rettete erneut der starke Johannes Waack, als er gegen den einschussbereiten Julian Schwieger mit dem Fuß klärte. In der 85. Spielminute patzte dann aber der Borgloher Keeper, als er auf der Linie stehen blieb, als ein Ball weit in seinen 16ner gespielt wurde. Christian Mäscher bedankte sich und traf zum 4:1 Endstand.

Insgesamt war es eine verdiente Niederlage für die Grün-Weißen, die gegen eine bärenstarke Meller Reserve zu viele Torchancen zuließ und ihrerseits die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzte. Am Ende vereitelte Borglohs bester an diesem Tag, Torwart Johannes Waack eine noch höhere Niederlage gegen die spielerisch gesehen wohl beste Mannschaft der Liga. Am kommenden Freitag geht es weiter für die Mannschaft von Trainer Lars Brinkschröder, wenn um 19:00 Uhr mit dem BSV Holzhausen der Topfavorit auf die Meisterschaft an der Schulstraße gastiert.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 85. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann (17 Henkenborg, 82. Spielminute) – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann (2 Kolbe, 82. Spielminute), 14 Zehn, 13 Müller – 10 Symanzik, 16 Hinrichs

Tore: 1:0 Leona Seelhöfer (65), 2:0 Christian Mäscher (71), 3:0 Leon Seelhöfer (72), 3:1 „Bibo“ Zehn (75), 4:1 Christian Mäscher (85)

 

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