hasbergen borgloh 17

Symbolfoto: osnaballde

Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag ihr Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Gaste-Hasbergen mit 2:0 gewonnen. Trainer Lars Brinkschröder konnte personell wieder fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Stürmer Michael Brüggemann (krank), Linus Heidemann (Handverletzung) und Jakob Nülle (Bänderriss) waren nicht dabei.

Das Spiel fand auf dem sehr großen Rasenplatz in Gaste statt. Die schwach in die Saison gestarteten Gastgeber um Ex-Profi Thomas Reichenberger zogen sich von der ersten Spielminute an weit zurück, um mit langen Flugbällen auf die Außenpositionen zu Torchancen zu kommen. Die Borgloher übernahmen ihrerseits die Spielinitiative. Eine erste Torchance hatte Stürmer Noah Degenhardt in der 3. Spielminute, als er nach einer Hereingabe von Linksverteidiger Florian Meyer zu Allendorf den Ball nicht richtig traf. In der Folge plätscherte das Spiel vor sich hin. Torchancen waren Mangelware. Es dauerte bis zur 20. Spielminute, bis zur nächsten Torraumszene. Die hatte es aber gleich in sich und war zeitgleich die beste Torchance der Hausherren über die gesamten 90 Spielminuten. Nach einer Flanke von der rechten Außenbahn holte Stürmer Thomas Reichenberger auf Höhe der Strafraumgrenze zum Torschuss aus. Marco Hebbelmann konnte den Schussversuch im letzten Moment blocken, traf daraufhin beim Klärungsversuch aber seinen Mannschaftskollegen Lukas Sundermann. Von dort sprang der Ball zu Sebastian Knäuper, der ca. 11 Meter vor dem Tor frei vor Keeper Johannes Waack stand. Der Torwart machte sich ganz lang und konnte den Schuss mit einer starken Parade abwehren. Fünf Minuten später hatte Luis Birkemeyer auf der Gegenseite eine 100%ige Torchance zur Führung. Emanuel Müller, der ein starkes Spiel zeigte, tankte sich auf seiner rechten Außenbahn durch und passte in die Mitte. Am ersten Pfosten verpasste zunächst Noah Degenhardt den Ball. Am weiten Pfosten lauerte aber Linksaußen Birkemeyer und kam aus ca. 5 Meter Torentfernung freistehend zum Torschuss. Doch anstatt den Ball ins Tor zu schieben, drosch der Linksaußen den Ball weit über das Tor. Diese Torchance wirkte aber wie ein Weckruf für die Grün-Weißen, die in der Folge auf das Führungstor drängten. In der 32. Spielminute kombinierten sich die Borgloher wieder über die rechte Außenbahn bis zur Grundlinie, der Querpass von Malte Hinrichs fand aber in der Mitte keinen Abnehmer und so rollte der Ball durch den Fünfmeterraum. Nur zwei Minuten später fiel dann die verdiente Führung für die Gäste. Emanuel Müller führte einen Einwurf auf der rechten Außenbahn schnell aus und Malte Hinrichs flankte wiederrum von der Grundlinie in die Mitte, wo Stürmer Noah Degenhardt lauerte. Hasbergens Innenverteidiger Dennis Ennen versuchte die Flanke zu klären, traf dabei jedoch ins eigene Tor zum 0:1. Kurz vor der Halbzeit hatte Noah Degenhardt eine Großchance, um zu erhöhen. Die Vorarbeit kam wieder von der rechten Außenbahn, wo sich Malte Hinrichs und Emanuel Müller immer wieder bis zur Grundlinie kombinierten, um dann mit scharfen Flanken für Gefahr zu sorgen. Nach einer solchen Flanke von Malte Hinrichs kam Noah Degenhardt aus ähnlicher Position wie zuvor Birkemeyer freistehend an den Ball, traf diesen aber wiederum nicht richtig, weshalb Hasbergen sich mit einem schmeichelhaften 0:1 Rückstand in die Pause rettete.

Nach dem Seitenwechsel waren die Grün-Weißen weiterhin am Drücker, während Hasbergen sich immer weiter zurückzog und die Borgloher Defensive im gesamten zweiten Durchgang nicht mehr ernsthaft in Gefahr brachte. Die Borgloher spielten ihrerseits aber die sich bietenden Möglichkeiten nicht gut aus. Der letzte Pass und die Torabschlüsse aus der zweiten Reihe waren oft zu unpräzise, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Für Applaus auf den Rängen sorgte in der 58. Spielminute Marco Hebbelmann. Nach einem Zweikampf an der Borgloher Grundlinie entschied der gute Schiedsrichter Kristof Jordan auf Abstoß, der Rechtsverteidiger korrigierte aber den Schiedsrichter und gab zu, den Ball als letztes berührt zu haben, weshalb es einen Eckball für Hasbergen gab. Eine faire Aktion, von der so manch ein Drittligaprofi noch lernen kann. Die Ecke konnte souverän geklärt werden. Die erste gute Torchance im zweiten Durchgang hatte Kapitän Malte Hinrichs, als er nach einem Ballgewinn von Lukas Sundermann frei vor Torwart Manuel Klaer auftauchte, sein Schuss aus 16 Meter das Tor aber deutlich verfehlte. Die Zielgenauigkeit beim Torschuss fehlte in der 69. Spielminute auch Luis Birkemeyer, als der Linksfuß einen Freistoß aus 18 Meter Torentfernung über das Tor schoss. Nur zwei Minuten später fiel dann die Vorentscheidung. Der agile Stürmer Malte Hinrichs setzte auf der rechten Außenbahn einen Hasberger Defensivspieler unter Druck und erzwang so einen Einwurf. Den Einwurf führte der Kapitän schnell aus in den Lauf von Vincent Schlüter der frei vor Torwart Klaer den besser postierten Noah Degenhardt bediente. Der Youngster hatte keine Mühe, aus fünf Meter Torentfernung das 2:0 für die Grün-Weißen zu erzielen. In der 75. Spielminute wechselte Trainer Lars Brinkschröder erstmals. Torschütze Noah Degenhardt durfte raus, für ihn kam Jannis Kappelmann in die Partie. Hasbergen gab sich in der Schlussviertelstunde geschlagen, von aufbäumen gegen die drohende Niederlage war nichts zu sehen. Die Borgloher behielten weiterhin die Spielkontrolle, ließen aber die letzte Konsequenz in den Offensivaktionen vermissen, um ein höheres Ergebnis zu erzielen. In der 85. Spielminute wechselte Borgloh erneut. Marcel Schlentzek kam für den starken Florian Meyer zu Allendorf auf die Linksverteidiger Position. Die letzte Chance des Spiels gehörte Marco Hebbelmann und war vom Typ „muss er machen“. Luis Birkemeyer dribbelte sich durch die Hasberger Hintermannschaft und war nur mit einem Foul zu stoppen. Der Schiedsrichter ließ aber zurecht Vorteil laufen und Malte Hinrichs bediente in der Mitte den freistehenden Rechtsverteidiger, der den Ball aus ca. 5 Meter nur noch ins leere Tor schieben musste. Hebbelmann traf allerdings den Ball nicht passend, weshalb ein Abwehrspieler den Ball erlaufen und klären konnte. Danach war Schluss.

Die Borgloher zeigten über 90 Minuten kein gutes Spiel, waren aber ab der 30 Spielminute klar tonangebend und gewannen am Ende hochverdient gegen einen speziell im zweiten Durchgang überraschend harmlosen Gegner. In der Offensive müssen die Grün-Weißen die sich bietenden Möglichkeiten konsequenter ausspielen und nutzen. Die Defensive um die Innenverteidiger Lukas Sundermann und Henrik Meyer zu Allendorf spielt mit Ausnahme der Partie in Glane bisher eine starke Saison und hat in drei von sechs Spielen kein Gegentor zugelassen. Am kommenden Sonntag trifft die Mannschaft um „Bibo“ Zehn und Vincent Schlüter auf den SV Melle Türkspor. Anstoß an der Schulstraße ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 85. Spielminute), 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 11 Schlüter, 14 Zehn, 13 Müller –3 Degenhardt, (9 Kappelmann, 75. Spielminute), 16 Hinrichs

Tore: 0:1 Eigentor (34), 0:2 Noah Degenhardt (71)

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