Die 1. Herren hat am vergangenen Sonntag ihr Heimspiel gegen die Spielvereinigung Gaste-Hasbergen mit 1:2 verloren. Bei tropischen Temperaturen um 35°C auf dem Rasenplatz musste Trainer Jens Tiemann-Gorny auf Stürmer Malte Hinrichs verzichten.

Das Spiel begann dem Wetter entsprechend mit wenig Tempo und ruhigem Aufbau über die Abwehrreihen. In der 7. Spielminute verfehlte Hasbergens Matthias Ulrichs bei einem ersten Schuss das Tor. Den folgenden Abstoß führte Johannes Waack kurz aus und passte auf Henrik Meyer zu Allendorf. Dem Innenverteidiger versprang beim Rückpassversuch der Ball und er spielte die Kugel direkt in die Füße von Hasbergens Torjäger und Ex-VFL Profi Thomas Reichenberger, der keine Mühe hatte die Gästeführung zu erzielen. Wieder ein früher Rückstand für die Grün-Weißen und wieder war ein individueller Fehler ausschlaggebend. Die Gäste zogen sich jetzt noch weiter zurück und teilten sich ihre Kräfte ein, während Borgloh versuchte die Hasberger unter Druck zu setzen. Stürmer Michael Brüggemann verfehlte mit seinem Schuss bei einer ersten Torannäherung deutlich. Fünf Minuten später hatte Hasbergen wieder eine Großchance. Nach einem langen Ball auf den zweiten Ex-VFL Profi in Reihen der Gäste, Andreas Schäfer, köpfte dieser über den hinauseilenden Waack Richtung Tor. Innenverteidiger Lukas Sundermann konnte den Ball kurz vor der Torlinie klären. Kurz darauf musste Tiemann-Gorny das erste Mal wechseln. Kapitän Markus Heckel musste wegen muskulären Problemen das Feld verlassen. Für ihn kam Pascal Sauf auf die Linksverteidiger Position, Gereon Linnemann rückte ins zentrale Mittelfeld vor. Nach der ersten Trinkpause, zu der Schiedsrichter Vrielink jeweils zur Hälfte einer Halbzeit pfiff, kamen die Borgloher besser ins Spiel. Nach einer Ecke von Luis Birkemeyer verpasste Gereon Linnemann in der 25. Spielminute den Ausgleich, als er freistehend am zweiten Pfosten den Ball nicht richtig traf und das Tor verfehlte. Zwei Minuten später hatte Thomas Reichenberger auf der Gegenseite eine Chance, die aber kein Problem für Waack darstellte. Der zweiten guten Chance für die Grün-Weißen ging wieder eine Standardsituation voraus. Wieder war Gereon Linnemann beteiligt, als er die Freistoßflanke von Jonas Pottebaum nicht verwerten konnte und den Ball so unglücklich abfälschte, das der dahinter freistehende Henrik Meyer zu Allendorf den Ball nicht mehr erreichen konnte. Eine Großchance vom Typ 100%ig vergab in der 41. Spielminute Michael Brüggemann nach dem bis dato besten Angriff der Borgloher. Florian Symanzik schickte Rechtsverteidiger Florian Meyer zu Allendorf auf die Reise, der den Ball flach in den Fünfmeterraum flankte. Michael Brüggemann musste am ersten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten, war aber einen Schritt zu schnell eingelaufen und bekam so nicht mehr den nötigen Druck hinter den Ball. Die letzte Torchance der ersten Hälfte gehörte wiederum den Gastgebern, doch der Rechtsschuss von Luis Birkemeyer aus ca. 16 Meter Torentfernung war kein Problem für Gästetorwart Manuel Klaer.

Die zweite Halbzeit begann für die Grün-Weißen optimal. Nach einer Balleroberung der Borgloher Innenverteidiger schalteten diese schnell um und spielten auf Michael Brüggemann, der per Kopf auf Jonas Pottebaum verlängerte. Der Linksfuß lief von der halbrechten Seite allein auf Torwart Klaer zu und schob den Ball aus spitzem Winkel zum Ausgleich ins lange Eck. Borgloh schnürte Hasbergen in deren Hälfte ein und versuchte so den Ball zu erobern. Die routinierten Gäste waren aber die spielstärkere Mannschaft und konnten sich so mehrmals befreien. Bei einem Freistoß in der 56. Spielminute verpasste Lukas Sundermann mit einem Kopfball aus ca. 8 Meter Torentfernung die Führung. Mit ihrer ersten Torchance kam Hasbergen in der 60. Spielminute zur erneuten Führung. Die Hausherren verpassten es, bei einem Einwurf der Gäste in deren Hälfte, sämtliche Gegner zuzustellen und so einen Spielaufbau zu verhindern. Hasbergens Kapitän Philipp Laskowski spielte den Ball in den Lauf von Stürmer Thomas Reichenberger, der aus stark abseitsverdächtiger Position auf den herauseilenden Waack zulief, diesen überwand und die erneute Führung erzielte. Der Linienrichter hob leider nicht die Fahne und so zählte der Treffer, obwohl auch Reichenberger später zugab das er sehr wahrscheinlich im Abseits stand. Nichtsdestotrotz hatten die Grün-Weißen noch eine halbe Stunde Zeit das Spiel zu drehen oder zumindest auszugleichen. Die nächste Chance dazu hatten sie bereits in der 63. Minute, als der unermüdliche Michael Brüggemann bis zur Grundlinie im gegnerischen Fünfmeterraum durchdrang, dann aber den Pass in den Rückraum verpasste und ein Abwehrspieler zur Ecke klären konnte. In der zweiten Trinkpause wechselte Tiemann-Gorny erneut und brachte Emanuel Müller für Vincent Schlüter. Eine weitere Großchance zum Ausgleich vergab Jonas Pottebaum in der 82. Spielminute, als er von Lukas Sundermann stark freigespielt wurde, den Ball aber aus 11 Meter freistehend vor Torwart Klaer nicht richtig traf. Auch der Nachschuss von Michael Brüggemann aus spitzem Winkel verfehlte das Tor. Zur Schlussoffensive brachte Tiemann-Gorny in der 87. Spielminute Marcel Schweer und „Bibo“ Zehn für Luis Birkemeyer und Florian Symanzik. Die letzte Borgloher Chance auf den Ausgleich verpasste in der 88. Spielminute wiederum der an diesem Tag glücklose Stürmer Michael Brüggemann. Nach schöner Vorarbeit von „Bibo“ Zehn gelang es Brüggemann nicht, den Ball aus 4 Meter Torentfernung über die Linie zu bugsieren. In der Nachspielzeit hatte zunächst Hasbergen seine zweite Torchance im Durchgang zwei, als Jonas Alexander Pott das Tor aus ca. 16 Meter verfehlte. Kurz darauf zog erneut Schiedsrichter Vrielink den Borgloher Unmut auf sich. Nach einem üblen Foul an Emanuel Müller gab der Schiedsrichter zunächst dem Gästespieler nur die gelbe Karte, um dann im gleichen Moment Müller wegen einer angeblichen Tätlichkeit mit Rot vom Platz zu stellen. Danach pfiff er die Partie ab.

Da der gleiche Schiedsrichter zwei Wochen zuvor gegen Gesmold eine spielentscheidene Fehlentscheidung zu Ungunsten der Borgloher traf und auch dieses Mal mit dem Abseitstor und der roten Karte spielentscheidend beteiligt war, war der Frust der Borgloher nach Spielschluss groß. In erster Linie sollten sich die Grün-Weißen aber an ihre eigene Nase fassen, da dem Gegner wieder früh ein Geschenk zum 0:1 überreicht wurde und danach eine Handvoll 100%ige Möglichkeiten ausgelassen wurde. So bleibt unter dem Strich mal wieder eine unnötige Heimniederlage. Bereits am kommenden Freitag spielt die „Erste“ wieder um Punkte. Um 19 Uhr ist sie beim FC Bissendorf zu Gast.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 2 Linnemann, 4 Sundermann, 8 H. Meyer zu Allendorf, 6 F. Meyer zu Allendorf – 15 Birkemeyer (14 Zehn, 87. Spielminute),3 Heckel (12 Sauf, 21. Spielminute) 10 Symanzik (5 Schweer, 87. Spielminute), 7 Pottebaum, 11 Schlüter (13 Müller, 73. Spielminute) – 17 Brüggemann

Tore: 0:1 Thomas Reichenberger (7.), 1:1 Jonas Pottebaum (47.), 1:2 Thomas Reichenberger (60.)

Rot: Emanuel Müller (90+3, Tätlichkeit)

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