TuS Borgloh e.V. 1938

Nordtribüne - Neuigkeiten

Nordtribüne: Der Startschuss ist gefallen – und löst neue Probleme aus

Endlich geht’s los: Am ersten Samstag im November haben 25 kleine und große Helfer mitangepackt, die Pflastersteine aufzunehmen, zu reinigen und sicher zu lagern. Die Steine sollen später wieder eingebaut werden, um Kosten zu sparen. Es war ein Kraftakt. Viele Helfer spürten noch Tage später ihre Hände und Rücken. Die Jugendbetreuer waren mannstark vertreten, auch Spieler der Herrenmannschaften schleppten Steine. Sie haben alle ein großes Dankeschön verdient!

Damit sind die Vorbereitungen geschaffen, dass die Profis mit den Tiefbauarbeiten beginnen können. Doch wie es so ist, wenn man im Altbestand zu reißen beginnt: „Im Bereich der zukünftigen Fundamente wurde eine alte, aber aktuell noch genutzte Schmutzwasserleitung gefunden“, teilte Architekt Alfons Konersmann diese Woche mit. Die Leitung würde bei den geplanten Erdarbeiten zerstört.

Deshalb müssen jetzt eine neue Schmutzwasser- und eine neue Frischwasserleitung in der Straße verlegt werden. Der Vorteil: Diese Leitungen ermöglichen dann den direkten Anschluss der neuen Gebäude. Der Nachteil: Die Bauarbeiten verzögern sich um zwei Wochen. Denn solange die neuen Leitungen nicht gelegt sind, kann die alte Leitung nicht außer Betrieb genommen werden.

Wir vertrauen darauf, dass die Gemeinde schnell handelt und die Aufträge vergibt. Und wir hoffen, dass die anderen Gewerke anschließend in der geplanten Taktung erledigt werden können.

 

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Bild: Wer gut arbeitet, darf auch Pause machen.
Foto: hin


Nordtribüne – Wann geht es los?

Eigentlich sollte in den Sommerferien der Bau der Nordtribüne beginnen. Die alten Hütten sind weg, warum passiert jetzt nichts?
Der TuS darf erst anfangen, wenn der Landessportbund (LSB) die Genehmigung zum Baubeginn erteilt, sonst würde der TuS den Anspruch auf den Zuschuss verlieren. Auf diese Genehmigung warten wir.

Warum erlaubt der LSB keinen vorzeitigen Baubeginn?
Der LSB steckt in einer Klemme. Es gibt nämlich jetzt zwei Fördertöpfe.

Topf 1: Das ist der altbewährte Fördertopf über 5,01 Millionen Euro, aus dem der LSB und der KSB die Vereine unterstützt. Das Geld wird jährlich auf die antragstellenden Vereine verteilt. Daraus ist 2011 auch der Kunstrasen bezuschusst worden.

Topf 2: Die Landesregierung stellt für vier Jahre (2019-2022) zusätzlich 100 Mio. Euro für den Sportstättenbau bereit. Davon gehen 80 Mio. Euro an die Kommunen, 20 Mio. Euro an die Vereine. Pro Jahr sind das 5 Mio. Euro.

Was bedeutet das für den TuS?
Der Topf 2 ist für Projekte mit einem Volumen von über 25.000 Euro. Deshalb ist auch die TuS-Nordtribüne diesem Topf 2 zugeordnet worden. Soweit, so gut. Und jetzt schlägt die Bürokratie zu: Eine neue Richtlinie (abgekürzt: „ANBest-P“) sagt, dass Vereine bei öffentlich geförderten Bauvorhaben aus Topf 2 die großen Gewerke öffentlich ausschreiben müssen. Vereine werden wie eine Gemeinde behandelt. Das war früher nicht so.

Wie geht es jetzt weiter?
Dem TuS liegen zwar die Angebote von Handwerkern aus der engeren Region vor, muss aber (wahrscheinlich) für die Gewerke noch mal eine öffentliche Ausschreibung in Gang setzen. Das kostet Zeit. Und der LSB kann dem TuS solange keinen vorzeitigen Baubeginn genehmigen, auch wenn er es gerne möchte.

Gibt es einen anderen Weg?
Ja. Wenn der Topf 2 ausgeschöpft ist, kann der TuS in Topf 1 rutschen. Der Verteil wäre: Projekte in diesem Topf müssen nicht öffentlich ausgeschrieben werden, wenn die Fördersumme unter 50 Prozent der Gesamtkosten liegt. Das wäre bei der Nordtribüne der Fall. Der TuS könnte die Arbeiten freihändig vergeben – und zügig anfangen.

Was kann der TuS tun?
Wir bereiten vorsorglich die Ausschreibungen vor und halten engen Kontakt zum LSB, der auch ein Interesse daran hat, dass der TuS möglichst schnell anfangen kann. Denn die 5 Mio. Euro aus dem Fördertopf 2 müssen in diesem Jahr noch ausgegeben werden. Wir wären bereit, unseren Beitrag zu leisten.

Was kann die Politik tun?
Die Landesregierung will die Regelung abschaffen, die Vereine Kommunen gleichstellt und zu öffentlichen Ausschreibungen zwingt. Die Änderung ist zum 1.1.2020 vorgesehen, wenn der Landtag zustimmt. Dem TuS würde die Änderung akut wohl nichts mehr bringen, aber den Sportvereinen insgesamt dienen.

Ist der Zuschuss in Gefahr?
Nein, keine Sorge. Der Zuschuss kommt, die Nordtribüne wird gebaut. Nur über den Zeitpunkt bestimmen jetzt andere.


TuS Nordtribuene 01

TuS Nordtribuene 02

TuS Nordtribuene 03

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