Am vergangenen Sonntag hat sich die 1. Herren mit einer taktisch disziplinierten Leistung einen Punkt beim „Angstgegner“ in Hagen erspielt. Die Vorzeichen vor der Partie waren alles andere als gut, denn neben Trainer Lars Brinkschröder, der mit seiner Familie im Urlaub weilte, fehlten mit Michael Brüggemann (Rotsperre), Malte Hinrichs (beruflich), Ole Hengelbrock (Urlaub), sowie die verletzten Florian Meyer zu Allendorf, Lukas Sundermann, Emanuel Müller und Marcel Schlentzek gleich sieben Spieler. Entsprechend drehte sich das Personalkarussell deutlich. Aus der 2. Herren halfen „Paul“ Overschmidt und Johannes Linnemann aus. Letzterer spielte über die gesamten 90 Minuten als Linksverteidiger und machte seine Sache sehr ordentlich.

Das Spiel begann sehr Verhalten. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, Torannäherungen waren Mangelware. Bis zur ersten guten Gelegenheit dauerte es bis zur 18. Spielminute. Luis Birkemeyer eroberte auf der linken Außenbahn mit einem Pressschlag gegen Hagens 2 Meter Kante Tom Haarbach den Ball und lief zusammen mit Marcel Schweer in einer 2 gegen 1 Überzahl Situation auf einen Hagener Verteidiger zu. Der Querpass auf Schweer, welcher freistehend im Strafraum an den Ball gekommen wäre, wurde aber durch eine starke Grätsche vom Verteidiger vereitelt. Zwei Minuten später hatten die Hausherren ihre erste Torchance. Innenverteidiger Henrik Meyer zu Allendorf fälschte den Schuss von Alexander Holtmeyer aus 20 Meter Torentfernung mit dem Kopf ab, sodass Torwart Waack in die falsche Ecke abtauchte. Der Ball trudelte aber einen guten Meter neben den Pfosten. Die größte Chance des Spiels hatte in der 31. Spielminute Stürmer Linus Heidemann. Wieder eroberte der starke Luis Birkemeyer den Ball in der Hagener Hälfte. Dieses Mal lief der Linksaußen bis zur Grundlinie, um den Ball perfekt in die Mitte zu flanken. Am zweiten Pfosten musste Linus Heidemann eigentlich nur noch den Fuß hinhalten, geriet aber etwas in Rückenlage und drosch den Ball aus zwei Meter Torentfernung in die Erdumlaufbahn. Im Laufe der Halbzeit wurden die Grün-Weißen immer besser und setzten sich in der Hagener Hälfte fest. Zwischenzeitlich kombinierten sich die Grün-Weißen um die beiden Sechser „Bibo“ Zehn und Jannis Kappelmann gefällig durch die Hagener Hälfte, der entscheidende Pass kam aber jeweils nicht an. Die Hausherren spielten häufig Flugbälle auf die schnellen Stürmer, die Abwehrreihe um die Innenverteidiger Vincent Schlüter und Henrik Meyer zu Allendorf war aber stehts auf der Hut. Das von Johannes Waack gehütete Tor wurde nicht ernsthaft in Gefahr gebracht. Auf der Gegenseite Hatte Marcel Schweer kurz vor der Pause noch eine sehr gute Torchance. Nach einer Flanke von Rechtsverteidiger Marco Hebbelmann legte Linus Heidemann den Ball auf seinen Sturmkollegen ab. Schweer kam aus ca. 11 Meter Torentfernung freistehend zum Schuss und visierte den rechten Torwinkel an. Sein Schuss ging aber hauchdünn am Gehäuse vorbei.

Nach dem Seitenwechsel bestimmte Hagen zunächst die Partie. In der 48. Spielminute hatte Simon Holkenbrink die größte Chance der Hausherren, als die Grün-Weißen bei einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht nah genug bei ihren Gegenspielern waren. Holkenbrink kam 3 Meter vor dem Tor freistehend zum Kopfball. Torwart Waack riss die Arme hoch und parierte glänzend. Fünf Minuten später stand auf der Gegenseite der ansonsten gute Schiedsrichter im Mittelpunkt. Nach einem Freistoß für Borgloh konnte Hagens Torwart Marlon Leuenberger am Boden liegend den Ball nicht richtig festhalten. „Bibo“ Zehn stand passend und musste den Ball nur noch ins Tor schieben. Während die Borgloher schon jubelten, pfiff der Schiedsrichter Freistoß für Hagen, weil Zehn den Ball dem Torwart aus der Hand gespitzelt haben soll. Eine eindeutige Fehlentscheidung, welche auch Torwart Leuenberger nach dem Spiel zugab. Für die Borgloher war dies besonders ärgerlich, da bereits eine Woche zuvor beim Unentschieden gegen Dissen ein korrektes Tor durch eine eindeutige Fehlentscheidung nicht gegeben wurde. Im Anschluss hatte Hagen eine kleine Drangphase, in der sich Borgloh nicht richtig befreien konnte. Mehrere Ecken für Hagen waren die Folge, welche im Endeffekt aber keine große Gefahr für Johannes Waack darstellten. In der 67. Spielminute wechselte Trainer Lennart Henkenborg erstmals und brachte „Paul“ Overschmidt für Rechtsaußen Florian Symanzik, der kurz zuvor im Zweikampf einen Schlag auf den Fuß bekam und vom Platz humpelte. Das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Beide Mannschaften spielten auf Sicherheit ohne zu hohes Risiko. Borgloh wechselte erneut. Linus Heidemann, der ein gutes Spiel ablieferte, musste entkräftet raus. Für ihn kam Jannis Kolbe, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder das Grün-Weiße Trikot trug. In der 86. Spielminute wurde es dann noch einmal brenzlig für Borgloh. Vincent Schlüter rutschte beim Klärungsversuch aus und Marcel Dierker gelangte 20 Meter vor dem Borgloher Tor an den Ball. Seinen Schuss aus ca. 16 Meter konnte Henrik Meyer zu Allendorf blocken, der Abpraller landete aber bei Lukas Meyer der den Ball aus 12 Meter Torentfernung relativ kläglich über das Tor schoss. Trainer Lennart Henkenborg zog seine letzte Wechseloption - und wechselte sich selbst ein. Marcel Schweer, der ein sehr hohes Laufpensum an den Tag legte, durfte raus. In der Nachspielzeit hatte Jannis Kolbe plötzlich noch die Möglichkeit auf einen „Lucky Punch“. Der Rechtsaußen eroberte von einem Hagener Abwehrspieler den Ball und sah, dass Torwart Leuenberger weit aus seinem Tor raus war. Sein Versuch vom Typ Tor des Monats war aber in der Ausführung zu schwach, weshalb Torwart Leuenberger zurücksprinten konnte und den Ball parierte. Die letzte Chance im Spiel gehörte dann Hagen, als ein Freistoß von der Mittellinie hoch und weit vor das Borgloher Tor gespielt wurde. Ein Spieler von Hagen kam sogar noch zum Kopfball, konnte diesen aber nicht mehr Richtung Tor köpfen. Danach war Schluss.

Für die Grün-Weißen war das Unentschieden unter diesen Umständen ein Punktgewinn, da für Vincent Schlüter, Luis Birkemeyer und Co. in der Vergangenheit gegen Hagen nicht viel zu holen war und die Borgloher auf ein halbes Duzend Stammspieler verzichten mussten. Mit etwas mehr Glück bei den Torchancen in der ersten Hälfte und dem nicht gegebenen Tor wäre sogar mehr drin gewesen, grundsätzlich ist das Unentschieden aber das gerechte Ergebnis. Die Borgloher müssen in den nächsten Wochen wieder häufiger dreifach Punkten, denn die Reserve vom SC Melle sitzt den Grün-Weißen mit nur noch einem Punkt Rückstand im Nacken. Am kommenden Sonntag gastiert der TV Neuenkirchen an der Schulstraße. Gegen die Grönegauer haben die Borgloher nach der 1:2 Hinspiel Niederlage noch etwas gutzumachen. Anstoß ist um 15 Uhr.

 

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 3 Linnemann, 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 9 Kappelmann, 14 Zehn, 10 Symanzik (4 Overschmidt, 67. Spielminute) – 5 Schweer (13 Henkenborg, 89. Spielminute), 17 Heidemann (2 Kolbe, 78. Spielminute)

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