borgloh hasbergen 18

Foto: Julius Laabs

Die 1. Herren konnte am vergangenen Freitag mit einem 9:1 Kantersieg gegen Abstiegskandidat Gaste Hasbergen vorübergehend an die Tabellenspitze der Kreisliga Süd rücken. Am Sonntag zogen Holzhausen und Oesede aber wieder vorbei, weshalb die Borgloher weiterhin den 3. Tabellenplatz belegen. „Bibo“ Zehn (krank), Ole Hengelbrock (beruflich) Emanuel Müller, Linus Heidemann, Jannis Kolbe und Lukas Sundermann (alle verletzt) waren nicht im Kader.

Die 1. Halbzeit verlief längst nicht so souverän aus Borgloher Sicht, wie es das Endergebnis vermuten lässt. Die Grün-Weißen waren zwar von der ersten Spielminute an feldüberlegen, die erste Torchance gehörte aber den Gästen in der 8. Spielminute. Stürmer Krenar Vokshi kam aus ca. 16 Meter Torentfernung zum Abschluss, zielte aber über das Tor. Fünf Minuten später hatten die Borgloher ihre erste sehr gute Torchance. Jannis Kappelmann zirkelte einen Freistoß aus ca. 20 Meter Torentfernung Richtung Torwinkel, Gästekeeper Pascal Rührwiem konnte den Ball aber mit einer Glanzparade zur Ecke klären. Die Führung der Borgloher fiel in der 15. Spielminute. Rechtsaußen Florian Symanzik passte auf Marcel Schweer, der seinen Sturmkollegen Michael Brüggemann mit einem starken Pass durch die Gasse freispielte. Brügemann blieb frei vor Torwart Rührwiem cool und schob den Ball zum 1:0 ins Eck. Hasbergen hatte seine größte Torchance im Spiel in der 31. Spielminute. Der quirlige Krenar Vokshi drang von der halbrechten Außenbahn in den Strafraum ein und visierte das lange Eck an, der Ball ging aber knapp einen Meter neben das Tor. In der Folge wurden die Borgloher deutlich stärker und hätten schon zur Pause höher führen müssen. Zunächst verpasste Michael Brüggemann eine Freistoßflanke von Linksaußen Marcel Schlentzek am zweiten Pfosten, weshalb der Ball wenige Zentimeter neben dem Tor landete. Fünf Minuten später scheiterte Florian Symanzik mit einer schönen Direktabnahme aus 16 Meter Torentfernung an Torwart Rührwiem. Kurz vor der Halbzeit hatte wiederrum Florian Symanzik eine Großchance, um zu erhöhen. Nach einer schönen Kombination über Marcel Schweer und Malte Hinrichs lief der Rechtsaußen alleine auf den Gästekeeper zu und hatte offensichtlich etwas zu viel Zeit zum Überlegen, denn beim Versuch den Ball in die kurze Ecke zu schieben, setzte er den Schuss aus 5 Meter Torentfernung an den Außenpfosten. Danach war Halbzeit.

Nach Wiederanpfiff war das Spiel zunächst auf einem schwachen Niveau. Die Borgloher verwalteten die Führung, während Hasbergen nicht viel einfiel, um die Borgloher Defensive um die Innenverteidiger Vincent Schlüter und Henrik Meyer zu Allendorf ernsthaft in Gefahr zu bringen. Es dauerte bis zur 58. Spielminute, ehe Borgloh die nächste gute Gelegenheit hatte. Der Schuss von Malte Hinrichs konnte aber vom Torwart zur Ecke geklärt werden. Nach der folgenden Ecke von Jannis Kappelmann stand Michael Brüggemann im Fünfmeterraum sträflich frei und nutzte so einer der vielen Standardsituationen der Borgloher für die 2:0 Führung. Hasbergen wirkte geschockt und Borgloh konterte eiskalt. Nach einem langen Abschlag von Torwart Johannes Waack verschätzte sich ein Innenverteidiger der Gäste. Michael Brüggemann war vor Torwart Rührwiem am Ball und köpfte über diesen hinweg zum 3:0. Wiederrum nur zwei Minuten konnte Marcel Schlentzek durch die Hasberger Hälfte spazieren und Florian Symanzik in der Mitte bedienen. Der Rechtsaußen zielte dieses Mal besser als in Halbzeit eins und traf Mithilfe des Innenpfostens zum 4:0. Borgloh ließ in dieser Phase des Spiels nicht nach, während Hasbergen die Köpfe hängen ließ. Die nächste Großchance hatte Marcel Schlentzek, der ansonsten chancenlose Torwart Rührwiem durfte aber zwischendurch einen Ball parieren. Besser nachte es wiederrum nur zwei Minuten später Michael Brüggemann, der seine Chancen in diesem Spiel eiskalt nutzte und zum „Man of the Match“ avancierte. Nach einem Pass von Florian Symanzik ließ der Stürmer zwei Gegenspieler stehen und traf halbhoch ins kurze Eck. Doch auch danach hatte „Brügge“ noch nicht genug, denn nach einem Zuspiel von Marcel Schweer sorgte der Stürmer mit seinem fünften Treffer für das 6:0. Innerhalb von zwölf Minuten machten die Borgloher aus einem 1:0 ein 6:0. Michael Brüggemann erinnerte dabei an Robert Lewandowski, der einst den VFL Wolfsburg auseinandernahm. Trainer Lars Brinkschröder zog seinen einzigen Wechsel im Spiel und brachte auf der linken Außenbahn Luis Birkemeyer, der nach überstandenem Bänderriss sein Comeback feierte. Marcel Schlentzek verließ den Platz. Birkemeyer fügte sich gleich gut ein und erzielte nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung das 7:0. Vorausgegangen war ein schöner Spielzug über Jannis Kappelmann, der vor dem Tor die Ruhe behielt und den besser postierten Birkemeyer perfekt freispielte. Nach einer Flanke von Malte Hinrichs erzielte Marcel Schweer freistehend aus 10 Meter Torentfernung das 8:0. Die Borgloher ließen danach die Zügel schleifen und wurden unkonzentriert. Dadurch kam Hasbergen kurz vor Schluss noch zu guten Möglichkeiten. Zunächst konnten der einmal mehr starke Torwart Johannes Waack und Henrik Meyer zu Allendorf jeweils im letzten Moment klären, doch in der Nachspielzeit kam Hasbergen nach einem individuellen Fehler im Borgloher Spielaufbau zum Ehrentreffer. Kapitän Malte Hinrichs stellte aber eine Minute später nach einem Konter über Michael Brüggemann den alten Abstand wieder her und erzielte mit dem 9:1 zeitgleich den Endstand.

Das Ergebnis fiel im Nachhinein zu deutlich aus, denn im ersten Durchgang hielten die Gäste gut mit. Nach dem 2:0 brachen die Hasberger aber auseinander und die Grün-Weißen um den überragenden Michael Brüggemann nutzten ihre Chancen eiskalt zum deutlichen Sieg. Dadurch kletterten die Borgloher vorübergehend auf den ersten Tabellenplatz, den sie aber am Sonntag wieder räumen mussten. Die Mannschaft von Lars Brinkschröder darf jetzt aber keinesfalls überheblich werden und das Ergebnis überbewerten. Die Grün-Weißen müssen weiter von Spiel zu Spiel denken und versuchen, in den schweren noch anstehenden Partien den ein oder anderen Favoriten erneut zu ärgern. Die Meisterschaft ist aber kein Thema! Am kommenden Sonntag wartet eine unangenehme Aufgabe auf Florian Meyer zu Allendorf, Marco Hebbelmann und Co., wenn sie bei Schlusslicht Melle Türkspor antreten müssen. Die Gastgeber haben nichts mehr zu verlieren. Anstoß in Melle (vermutlich Melos Kunstrasenplatz) ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf, 1 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann –, 12 Schlentzek (7 Birkemeyer, 75. Spielminute), 9 Kappelmann, 16 Hinrichs, 10 Symanzik – 5 Schweer, 18 Brüggemann

Tore: 1:0 Michael Brüggemann (15), 2:0 Michael Brüggemann (58), 3:0 Michael Brüggemann (60), 4:0 Florian Symanzik (61), 5:0 Michael Brüggemann (67), 6:0 Michael Brüggemann (70), 7:0 Luis Birkemeyer (80), 8:0 Marcel Schweer (84), 8:1 Michael Kolbfleisch (90+1), 9:1 Malte Hinrichs (90+3)

 

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