Am vergangenen Sonntag zeigte die 1. Herren nach einer Schwächephase mit mehreren Unentschieden und Niederlagen endlich mal wieder eine starke Leistung und hätte bei der Spielvereinigung Niedermark noch höher als 6:0 gewinnen können. Im Gegensatz zum Bad Laer Spiel standen dem Trainerteam Brinkschröder/Henkenborg wieder deutlich mehr Spieler zur Verfügung. Die Grün-Weißen konnten nahezu in Bestbesetzung antreten, lediglich Lukas Sundermann und Emanuel Müller fehlten verletzungsbedingt. Das Spiel fand auf dem sehr guten Rasenplatz in Hagen-Gellenbeck statt. Schon vor Spielbeginn waren erste Anzeichen von dem vom Wetterbericht gemeldeten Unwetter zu hören. Zu Spielbeginn schien aber die Sonne.

Die Borgloher begannen sehr Druckvoll und schnürten die Hausherren, bei denen es nach dem gesicherten Klassenerhalt in der Vorwoche um nichts mehr ging, in ihrer eigenen Hälfte ein. Ein erster Schussversuch von Linksaußen Luis Birkemeyer aus 12 Meter Torentfernung ging aber knapp über das Tor. In der 9. Spielminute fiel dann aber schon die Führung für die Gäste. Luis Birkemeyer führte eine Ecke kurz auf Ole Hengelbrock aus. Der Sechser flankte im zweiten Versuch aus dem Halbfeld in den Fünfmeterraum, wo Malte Hinrichs freistehend zum 1:0 einköpfte. Von den Hausherren war wenig zu sehen, wenn überhaupt schaffte es Niedermark nur mit langen Flugbällen mal über die Mittellinie, welche aber allesamt von der Abwehrreihe um die Innenverteidiger Vincent Schlüter und Henrik Meyer zu Allendorf abgefangen werden konnten. Ab der 20. Spielminute erspielten die Grün-Weißen sich Großchancen im Fünfminutentakt. In der 21. Spielminute scheiterte Stürmer Michael Brüggemann im Eins gegen Eins an Torwart Mario Brörmann, nachdem Ole Hengelbrock ihn mit einem starken Pass durch die Gasse geschickt hatte. Nur zwei Minuten später kombinierten die Grün-Weißen sich stark über die linke Außenbahn. Über Florian Meyer zu Allendorf, „Bibo“ Zehn und Luis Birkemeyer gelangte der Ball an der Strafraumgrenze zu Ole Hengelbrock, dessen Schuss mit einer starken Grätsche von einem Abwehrspieler der Hausherren noch geblockt werden konnte. Nach halbstündiger Spielzeit kam langsam der Regen. In der 31. Spielminute fiel das überfällige 2:0 für Borgloh. Marco Hebbelmann und Malte Hinrichs setzten auf ihrer rechten Außenbahn stark nach und eroberten den Ball zurück. Der Kapitän flankte daraufhin von der Grundlinie vor das Tor, wo „Bibo“ Zehn eingelaufen war und zum 2:0 einköpfte. Wiederrum fünf Minuten später hätte Marcel Schweer das 3:0 erzielen müssen. Nach einem schönen Zuspiel von Luis Birkemeyer waren Ole Hengelbrock und Marcel Schweer zu zweit frei vor Torwart Brörmann. Hengelbrock legte den Ball passend quer, doch der Stürmer traf aus 5 Meter den Ball nicht richtig und verfehlte das leere Tor. Sein Sturmkollege machte es ihm in der 42. Spielminute gleich, als Michael Brüggemann nach schönem Laufweg und starkem Pass von „Bibo“ Zehn allein auf den Torwart zulief und diesen umkurven wollte, dabei aber entscheidend vom Torwart gehindert wurde. Die nächste Großchance vergab Malte Hinrichs in der Nachspielzeit, als er drei Abwehrspieler wie Slalomstangen stehen ließ und frei vor Torwart Brörmann abzog, die Unterkante der Latte aber das Tor verhindert. Der Nachschuss in Form eines Kopfballs trudelte am Tor vorbei.

Auch nach der Halbzeit waren die Grün-Weißen klar spielbestimmend. In der 54. Spielminute flankte der starke Luis Birkemeyer mit seinem schwächeren rechten Fuß maß genau auf den Kopf von Michael Brüggemann. Da Torwart Brörmann raus, aber nicht an den Ball kam, hatte der Stürmer keine Mühe den Ball aus 5 Meter ins Tor zu köpfen. 3:0 – 3 Mal per Kopf. Nur vier Minuten später passierte etwas nahezu unmögliches, denn Ole Hengelbrock schoss ein Tor. Nach einer Ablage von Luis Birkemeyer traf der an vielen guten Szenen beteiligte Sechser mit seinem schwächeren linken Fuß aus 10 Meter Torentfernung in den linken Winkel. Beim Jubellauf konnte ihn entsprechend keiner aufhalten. Der Regen wurde immer stärker. Trainer Lars Brinkschröder wechselte in der 68. Spielminute doppelt und brachte Florian Symanzik und Jannis Kappelmann für Marcel Schweer und „Bibo“ Zehn. Rechtsaußen Symanzik fügte sich gleich gut ein und erzielte nach einer starken Flanke von Linksaußen Luis Birkemeyer mit einer Direktabnahme im Fünfmeterraum das 5:0 aus Borgloher Sicht. Eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel einem Abbruch nahe, denn das Unwetter war jetzt voll da. Der gute Schiedsrichter Timon Meier blieb aber tiefenentspannt und ließ das Spiel zum Glück für Borgloh bis zur 90. Spielminute laufen. Ansonsten hätte das Spiel komplett nachgeholt werden müssen. Trainer Brinkschröder wechselte erneut. Michael Brüggemann und Florian Meyer zu Allendorf durften frühzeitig unter die warme Dusche. Linus Heidemann und Marcel Schlentzek kamen in die Partie. Den Schlusspunkt setzte Malte Hinrichs. Nach einem schönen Pass von Vincent Schlüter lief der Kapitän allein auf Torwart Brörmann zu und traf zum 6:0 Endstand. Ohne Nachspielzeit und ohne Verabschiedung auf dem Platz ging es nach Abpfiff schnell in die Kabinen.

Die Borgloher zeigten ein richtig starkes Spiel, was aber auch am in allen Belangen unterlegenen Gegner lag. Die Niedermarker blieben in diesem Spiel alles schuldig und konnten froh sein, dass die Grün-Weißen ihre vielen Chancen speziell im ersten Durchgang nicht nutzten. Ein zweistelliges Ergebnis wäre nicht nur möglich, sondern auch verdient gewesen. Torwart Johannes Waack musste im gesamten Spiel nur einen Distanzschuss halten. Ein ähnliches Spiel erwartet die Grün-Weißen vermutlich am Pfingstmontag, wenn es gegen das abgeschlagene Schlusslicht Melle Türkspor geht. Getreu dem Motto „Man hat schon Pferde kotzen sehen“ sollten die Borgloher diese Aufgabe aber nicht zu lässig angehen und frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Anstoß in Melle Oldendorf ist um 15 Uhr.

Aufstellung Borgloh gegen Neuenkirchen: 99 Waack – 6 F. Meyer zu Allendorf (12 Schlentzek, 78. Spielminute), 11 Schlüter, 8 H. Meyer zu Allendorf, 15 Hebbelmann – 7 Birkemeyer, 19 Hengelbrock, 14 Zehn (9 Kappelmann, 68. Spielminute), 16 Hinrichs – 18 Brüggemann (17 Heidemann, 76. Spielminute), 5 Schweer (10 Symanzik, 68. Spielminute)

Tore: 0:1 Malte Hinrichs (9), 0:2 „Bibo“ Zehn (31), 0:3 Michael Brüggemann (54.), 0:4 Ole Hengelbrock (57.), 0:5 Florian Symanzik (70.), 0:6 Malte Hinrichs (84.)

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