TuS Borgloh e.V. 1938

Liebe Freundinnen und Freunde des Sports,
Welt scheint Kopf zu stehen – auch beim TuS Borgloh. Wir stellen ab sofort den gesamten Sportbetrieb wieder ein. Sportplätze und Turnhalle bleiben für den Vereinssport geschlossen. Das ist unser Beitrag, um die Ausbreitung dieses gemeinen und gefährlichen Virus zu stoppen.
Natürlich, wir alle treiben gerne Sport oder schauen anderen mit Freude dabei zu. Doch jetzt ist Zurückhaltung gefordert. Wir verzichten jetzt auf etwas Spaß, Freude, Gemeinsamkeit und auf ein schönes Stück Lebensqualität, um Menschen zu schützen, deren Gesundheit und Leben durch das Virus bedroht sein könnte. Das ist es allemal wert, für vier Wochen auf den geliebten Sport zu verzichten.
Der TuS Borgloh ist bislang gut durch die Corona-Zeit gekommen. Alle – Aktive, Trainer, Betreuer, Angestellte – haben hervorragend mitgezogen. Die öffentliche Hand hat uns finanziell mit Zuschüssen und Kurzarbeitergeld geholfen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch diesen neuen Lockdown unbeschadet überstehen werden, dass wir damit ein kleines Stück dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen und dass wir nach der Zwangspause mit frischem Elan wieder durchstarten werden.
Die Vorbereitungen für den Neustart im Dezember laufen schon. Vor allem die Turnkinder dürfen sich darauf freuen.
Für den Vorstand Wilfried Hinrichs

1. Herren: Zwei verdiente Derbysiege gegen Hankenberge und Kloster Oesede

Die 1. Herren kann mit dem Saisonstart in die Kreisliga Spielzeit 19/20 zufrieden sein. Zuletzt konnte die Mannschaft von Trainer Lars Brinkschröder und Co-Trainer Lennart Henkenborg im Nachholspiel in Hankenberge (1:0) und im Heimspiel gegen Kloster Oesede (3:2) zwei knappe, aber verdiente Derbysiege feiern und hat mit nun 13 Punkten aus den ersten sechs Partien einen guten Saisonstart hingelegt.

 

Zum Hankenberge Spiel:

Das Spiel war auf Wunsch der Grün-weißen verlegt worden und fand am Mittwoch, 4.9. im Hankenberger „Tal des Todes“ statt. Es war das erste Mal seit sehr, sehr langer Zeit (falls überhaupt schonmal), dass die Nachbarvereine in einem Ligaspiel aufeinandertrafen.

Vor Spielbeginn gab es zunächst eine Schweigeminute für den verstorbenen Vereinspräsidenten von Hankenberge-Wellendorf, Hubert Pohlmann. Beide Mannschaften spielten zudem mit einem Trauerflor.

Das Spiel selbst ist schnell zusammengefasst, da es bei Leibe kein Leckerbissen war. Borgloh verpasste es, das erhoffte frühe Tor zu erzielen und so wurde es ein kampfbetontes Spiel auf dem schwer bespielbaren Platz. Dass die Grün-weißen sich im ersten Durchgang abgesehen von einer Großchance durch Vincent Schlüter, als er frei vor Torwart Mentzas auftauchte, das Tor aber verfehlte, keine weitere gute Möglichkeit erspielten, lag in erster Linie an vielen technischen Fehlern bei den Borglohern, die sich das Leben selber schwer machten und so den Gegner aufbauten. Die Hausherren kamen ihrerseits aber abgesehen vom Versuch eines Hebers vom Ex Borgloher Alexander Middendorf auch zu keiner ernsten Torchance.

Viel besser wurde das Spiel auch im zweiten Durchgang nicht. Borgloh hatte mehr Spielanteile, konnte die vielen Stockfehler und Ungenauigkeiten beim Passspiel aber auch nach dem Seitenwechsel nicht abstellen. Die bis dato beste Chance vergab Moritz Niemeyer in der 52. Spielminute, als Torwart Mentzas seine Volleyabnahme glänzend parierte.

Das Tor des Tages fiel dann für das Spiel passend durch ein Eigentor. Die Kurz zuvor eingewechselten Malte Hinrichs und Michael Brüggemann erzwangen das Tor aber durch eine starke Aktion. Nach einem Doppelpass von Malte Hinrichs und Moritz Schlüter passte Hinrichs durch die Schnittstelle der Abwehr auf Michael Brüggemann. Außenverteidiger Jan Westhoff, war zwar vor Brüggemann am Ball, konnte diesen aber nicht mehr kontrolliert klären und so trudelte der Ball zur Borgloher Führung ins Netz. (63)

In der darauffolgenden Spielzeit war es der Borgloher Defensive zu verdanken, das am Ende die drei Punkte auf der Habenseite verbucht werden konnten. Während die Hankenberger alles nach vorne warfen und immer wieder mit langen Bällen in die Borgloher Hälfte für Gefahr sorgen wollten, verpasste es die Borgloher Offensive durch teils kläglich ausgespielte Kontermöglichkeiten den Deckel auf die Partie zu machen. Da sich die Gastgeber aber abgesehen von einem Lattenschuss von Alexander Middendorf kurz nach der Führung keine weiteren Torchancen erspielen konnten, blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg für die Borgloher.

 

 

Zum Spiel gegen Kloster Oesede:

Am vergangenen Sonntag stand dann das Derby gegen den VfL Kloster Oesede auf dem Spielplan. Das zuvor letzte Spiel gegen den Ortsnachbarn datierte vom 08.03.2015 und ging für die Borgloher nicht gut aus. Da sowohl der Bezirksliga Absteiger als auch die Grün-weißen gut in die Saison gestartet waren, wurde das Spiel in der NOZ als Verfolgerduell angekündigt und entsprechend fanden über 250 Zuschauer den Weg an die Schulstraße.

Das Trainergespann Brinkschröder/Henkenborg musste erstmals in dieser Spielzeit auf mehrere Spieler verzichten, denn mit Luis Birkemeyer (Rückenprobleme), Jonas Pottebaum (Leistenzerrung), Ole Hengelbrock & Florian Symanzik (beide beruflich), sowie Emanuel Müller & Johannes Waack (beide Urlaub) fehlte ein halbes duzend Spieler. Die breite des Kaders machte es aber dennoch möglich, dass mehrere Spieler bei der 2. Herren aushalfen, die zeitgleich bei den Sportfreunden Schledehausen antreten mussten, dort aber mit 1:4 den Kürzeren zogen.

 

- blutjunge Startelf -

Die Startaufstellung der Grün-weißen war mit Ø 22,91 Jahren jung wie selten zuvor, denn mit Dustin Jung, Moritz Schlüter und Moritz Rosemann waren drei Spieler aus dem Jahrgang 2000, sowie mit Noah Birkemeyer und Moritz Niemeyer zwei 99er von Beginn an auf dem Platz.

Die Borgloher begannen sehr ordentlich und hatten in den ersten fünf Minuten schon drei Ecken. Nach der dritten Hereingabe von Stürmer Noah Birkemeyer war Pascal Schweer am zweiten Pfosten ungedeckt, verfehlte aber knapp das Tor. Die nächste gute Chance hatte der rechte Außenstürmer Moritz Niemeyer in der 11. Spielminute, als er nach einer schönen Kombination im letzten Moment geblockt wurde. Bei dieser Aktion verletzte sich Klosters Kapitän Nils Miebach und musste ausgewechselt werden.

 

- Doppelschlag zur 2:0 Führung -

Der erste Treffer fiel dann in der 15. Spielminute nach einem perfekt ausgespielten Konter. Henrik Meyer zu Allendorf leitete den Ball nach Pass von Dustin Jung in den Lauf von Moritz Niemeyer weiter. Der Youngster zündete gegen weit aufgerückte Gäste seinen Turbo und passte vom Strafraumeck in den Lauf von Noah Birkemeyer, der am zweiten Pfosten mitgelaufen war und den Ball zum 1:0 über die Linie drückte.

Nur sieben Minuten später war wieder ein Konter der Ausgangspunkt zum 2:0. Dieses Mal war es Pascal Schweer, der von der rechten Außenbahn nach innen zog. Beim Flankenversuch wurde der Borgloher Stoßstürmer auf Höhe des Fünfmeterraums unsanft von den Beinen geholt. Den berechtigten Foulelfmeter verwandelte Kapitän Henrik Meyer zu Allendorf mit etwas Glück, denn Torwart Matthias Redzewsky war noch am Ball, konnte diesen aber nicht mehr entscheidend abwehren.

Mit der beruhigenden Führung im Rücken ließen es die Grün-weißen etwas ruhiger angehen und versuchten wiederrum über Konter eine Vorentscheidung zu erzielen, dies gelang aber nicht. Stattdessen kam Kloster Oesede in der 31. Spielminute zu seiner einzigen echten Torchance im ersten Durchgang. Vorausgegangen war ein Fehler von Henrik Meyer zu Allendorf, doch Gästespieler Maik Kavermann schoss über das von Marcel Pope gehütete Tor.

Mit der 2:0 Führung ging es in die Halbzeit.

 

- Kloster kommt stark aus der Kabine -

Kloster Oesede kam deutlich Druckvoller aus der Kabine und stellte auf drei Stürmer um. Mit dieser Umstellung kamen die Grün-weißen zunächst nicht zurecht, doch bei zwei guten Chancen der Gäste kurz nach der Pause konnte zunächst der starke Dustin Jung und kurze Zeit später Henrik Meyer zu Allendorf im letzten Moment klären.

Die Riesenchance zur Vorentscheidung hatte auf der Gegenseite Moritz „Gerd“ Rosemann, als Namensvetter Niemeyer den Ball von der Grundlinie zurücklegte und der Youngster den Ball am zweiten Pfosten anstoppen konnte, diesen dann aber aus 8 Meter Torentfernung etwas zu hektisch über das Tor drosch. Zu allem Überfluss verletzte sich Moritz Niemeyer in dieser Situation am Knie und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Noah Degenhardt in die Partie.

 

- drei Tore in drei Minuten –

Kurze Zeit später ging es dann Schlag auf Schlag. In der 61. Spielminute konnten die Borgloher auf der linken Seite gleich zwei Mal den Ball nicht richtig klären. Über Alexander Moschner gelangte dieser dann auf die andere Seite, wo Jan Scheiter sich den Ball am Sechszehnereck zurechtlegte, um ihn dann mit einem Sonntagsschuss genau in den langen Winkel zu schlenzen. Torwart Marcel Pope war chancenlos. Und nur zwei Minuten später kam es noch dicker für die Grün-weißen, denn nach einem Foul von Henrik MzA im Halbfeld gab es Freistoß für Kloster Oesede. Torwart Pope kam aus seinem Kasten, doch Alexander Kopietz war vor dem Keeper am Ball und köpfte diesen ins leere Tor zum 2:2 Ausgleich. Kloster Oesede wollte jetzt mehr und drängte nach Wiederanpfiff direkt auf den Ball, doch genau zum passenden Zeitpunkt behielten zwei Youngster kühlen Kopf. Noah Birkemeyer chippte den Ball über die Abwehrreihe der Gäste, wo Sechser Moritz Schlüter eingelaufen war und sein bärenstarkes Spiel mit dem Tor zum 3:2 krönte.

Nur zwei Minuten später hätte Malte Hinrichs fast mit einem wunderbaren Solo das 4:2 erzielt. Der Sechser, der nach seiner langen Verletzung immer besser in Tritt kommt, ließ die halbe Klosteraner Hintermannschaft wie Slalomstangen stehen und tauchte frei vor Torwart Redzewsky auf. Genau im Moment des Torschusses sprang der Ball aber auf dem holprigen Geläuf auf, sodass Hinrichs den Ball mit dem Schienbein ins Toraus beförderte.

 

- aus drei mach vier -

Trainer Lars Brinkschröder wechselte kurze Zeit später, brachte Marco Hebbelmann für Malte Hinrichs und stellte in der Abwehr von einer Dreier- auf eine Viererkette um. Kurze Zeit später kam Lukas Sundermann für „Gerd“ Rosemann, der ein sehr ordentliches Startelfdebüt zeigte, auf die linke Außenbahn.

Die nächste Chance im Spiel hatte Moritz Schlüter, als er sich zunächst stark durchsetzte, dann aber vor dem Tor mit seinem schwächeren linken Fuß knapp verzog. Auf der Gegenseite war Florian Meyer zu Allendorf zur Stelle, als Sebastian Kuckmeyer nach einer Flanke zum Kopfball kam, der Linksverteidiger aber stark klärte. Nach der darauffolgenden Ecke war Marcel Pope gefordert und konnte einen Kopfball entschärfen.

Das Trainerteam zog seinen letzten Wechsel. Michael Brüggemann kam für Noah Birkemeyer ins Spiel. Die Grün-weißen kamen in der Schlussphase immer wieder zu kontern gegen weit aufgerückte Gäste. Bei einem ersten Konter blieb der Pass von Rechtsaußen Vincent Schlüter am letzten Abwehrbein der Klosteraner hängen. Bei einem weiteren Konter fand Vincent Schlüter mit seinem Pass in der Mitte Noah Degenhardt, der ziemlich kläglich freistehend vor Torwart Redzewsky neben das Tor schoss.

Doch dieses sollte sich nicht mehr rächen, denn kurze Zeit später pfiff der gute Schiedsrichter Mike Hartmann das Spiel ab und lauter Jubel hallte über die Schulstraße. Insbesondere aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg für die Grün-weißen verdient. Mitte der zweiten Halbzeit kam Kloster stark auf, doch Borgloh konnte in Person von Moritz Schlüter die passende Antwort geben.

Mit nun 13 Punkten stehen die Borgloher auf einem sehr guten zweiten Platz. Die Tabelle ist aber noch etwas verzerrt, da noch mehrere Nachholspiele anstehen. Dennoch können die Grün-weißen mit dem Saisonstart zufrieden sein und ein Derbysieg gegen Kloster Oesede tut der Borgloher Seele immer gut.

 

- Freitag wieder Verfolgerduell -

Bereits am kommenden Freitag steht das nächste Spiel an, wenn die Mannschaft um Pascal Schweer und Malte Hinrichs beim TSV Riemsloh antritt. Die Riemsloher spielen bisher eine sehr starke Serie und stehen punktgleich mit den Grün-weißen auf dem dritten Tabellenplatz. Entsprechend wird es ein schweres Spiel für die Borgloher, welche aber alles daransetzen werden, die gute Bilanz fortzusetzen. Anstoß in Riemsloh ist um 19:30 Uhr.

 

 

Aufstellung gegen Hankenberge-Wellendorf:

- 1 Waack –

- 8 H. Meyer zu Allendorf, 5 Jung, 13 Müller -

- 11 V. Schlüter (24 Rosemann, 66), 22 N. Birkemeyer (16 Hinrichs, 58.) 14 M. Schlüter, 7 L. Birkemeyer –

- 21 Niemeyer (18 Brüggemann, 58.), 27 Schweer, 3 Degenhardt 15 Hebbelmann, 90.) –

 

Tore: 0:1 Jan Westholt (Eigentor, 63.)

 

 

Aufstellung gegen Kloster Oesede:

- 20 Pope -

- F. Meyer zu Allendorf, 5 Jung, 8 H. Meyer zu Allendorf -

- 24 Rosemann (4 Sundermann, 75.), 16 Hinrichs, (15 Hebbelmann, 68.) 14 M. Schlüter, 11 V. Schlüter –

- 22 N. Birkemeyer (18 Brüggemann, 81.), 27 Schweer, 21 Niemeyer (3 Degenhardt, 58.) –

 

Tore: 1:0 Noah Birkemeyer (15), 2:0 Henrik Meyer zu Allendorf (22., Foulelfmeter), 2:1 Jan Scheiter (61), 2:2 Alexander Kopietz (63), 3:2 Moritz Schlüter (64)

 

Text: Henrik Meyer zu Allendorf


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