TuS Borgloh e.V. 1938

Liebe Freundinnen und Freunde des Sports,
Welt scheint Kopf zu stehen – auch beim TuS Borgloh. Wir stellen ab sofort den gesamten Sportbetrieb wieder ein. Sportplätze und Turnhalle bleiben für den Vereinssport geschlossen. Das ist unser Beitrag, um die Ausbreitung dieses gemeinen und gefährlichen Virus zu stoppen.
Natürlich, wir alle treiben gerne Sport oder schauen anderen mit Freude dabei zu. Doch jetzt ist Zurückhaltung gefordert. Wir verzichten jetzt auf etwas Spaß, Freude, Gemeinsamkeit und auf ein schönes Stück Lebensqualität, um Menschen zu schützen, deren Gesundheit und Leben durch das Virus bedroht sein könnte. Das ist es allemal wert, für vier Wochen auf den geliebten Sport zu verzichten.
Der TuS Borgloh ist bislang gut durch die Corona-Zeit gekommen. Alle – Aktive, Trainer, Betreuer, Angestellte – haben hervorragend mitgezogen. Die öffentliche Hand hat uns finanziell mit Zuschüssen und Kurzarbeitergeld geholfen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch diesen neuen Lockdown unbeschadet überstehen werden, dass wir damit ein kleines Stück dazu beitragen, die Pandemie einzudämmen und dass wir nach der Zwangspause mit frischem Elan wieder durchstarten werden.
Die Vorbereitungen für den Neustart im Dezember laufen schon. Vor allem die Turnkinder dürfen sich darauf freuen.
Für den Vorstand Wilfried Hinrichs

1. Herren: Mit Last-Minute Treffer zum verdienten Unentschieden – 1:1 gegen SC Melle II

Im Vierten Spiel der Saison wartete bereits am Freitagabend die Landesliga Reserve des

SC Melle 03 auf die Elf des TuS Borgloh.

Trainer Lars Brinkschröder war an diesem Tag verhindert, weshalb Co-Trainer Lennart

Henkenborg das Ruder für die Partie unter Flutlicht und auf Kunstrasen in die Hand

genommen   hatte.   Mit   fast   identischer   Aufstellung   wie   in   der   Vorwoche   gegen

Wellingholzhausen sollte der Auswärtssieg im Grönegau eingefahren werden. Die einzige

Veränderung stellte die Hereinnahme des bulligen Stürmers Noah Degenhardt dar, der

den Vorzug vor Oldie Florian Symanzik bekam. Kurzfristig musste Linksaußen Jonas

Pottebaum verletzungsbedingt passen und wird wohl eine kurze Pause einlegen um seine

Leistenblessur auszukurieren.

Bei sommerlichen Temperaturen auf dem Kunstrasen in Melle entwickelte sich ein flottes

Spiel, bei dem die Meller zwar zunächst mehr Ballbesitz hatten, aber damit nicht wirklich

für Gefahr vor dem Tor von Johannes Waack sorgen konnten. Die Defensive Leistung aller

Mannschaftsteile   bei   den   Grün-weißen   stimmte   und   selber   konnte   man   nach

Balleroberungen immer wieder für Nadelstiche setzen.

In der 12. Minute hatten die Gäste dann genau nach so einer Szene die erste gute

Möglichkeit im Spiel. Nach Ballgewinn im Mittelfeld durch Pascal Schweer legte dieser

nach schönen Doppelpass mit Noah Degenhardt perfekt in den Lauf von Moritz Schlüter.

Aus 12 Metern Torentfernung in halb-linker Position wurde der Abschluss des Youngsters

im letzten Moment von einem Meller Verteidiger geblockt, weshalb sich der Ball über den

Torwart Richtung Tor senkte, aber genau auf dem Lattenkreuz landete und letztlich ins

Toraus sprang.

 - nah dran, aber torlos in die Kabine -

Noch etwas näher am 1:0 für die Gäste war dann etwas später Malte Hinrichs, der heute

wieder auf der Sechser Position neben Moritz Schlüter ran durfte. Nach einer Flanke von

links konnte Innenverteidiger Tönsing nur in die Mitte und genau vor die Füße des

Borglohers klären.  Dieser hatte noch die Zeit den Ball anzunehmen, sich passend

vorzulegen und schnippelte diesen aus 23 Metern Torentfernung mit viel Effet an den

rechten Innenpfosten. Den Nachschuss aufs leere Tor semmelte Noah Degenhardt dann

über das Tor. Dieser hätte aber wohl aufgrund einer Abseitsposition ohnehin

nicht gezählt.

Nach knapp einer halben Stunde mussten die Borgloher dann das erste Mal Wechseln:

Luis Birkemeyer hatte sich verletzt und wurde durch Florian Symanzik auf der linken

Außenbahn ersetzt.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es dann nochmal auf beiden Seiten brenzlig. Nach einem

Abstimmungsfehler in der Borgloher Hintermannschaft war der schnelle Melleraner Leon

Seelhöfer alleine auf dem Weg zum Tor, aber Johannes Waack blieb Sieger im 1 gegen 1

und verhinderte den Rückstand seines Teams. Auf der Gegenseite war dann Pascal

Schweer auf dem Weg zum Tor, konnte sich zunächst im Duell gegen den Innenverteidiger

durchsetzten und setzte den Ball letztendlich an das Außennetz des Tores von Torhüter

Zahl. Anschließend pfiff der gute Schiedsrichter Marcus Köhler zur Halbzeitunterbrechung.

- Wilder Auftakt in die zweite Halbzeit -

Der Zweite Durchgang ging direkt turbolent los: Nachdem die Grün-weißen zunächst gut in

der eigenen Hälfte kombinierten und sich spielerisch lösen konnten, unterlief Keeper

Waack ein kapitaler Fehlpass genau auf den pfeilschnellen Stürmer Leon Seelhöfer.

Dieser ließ einen Verteidiger aussteigen und stand zentral vor dem Tor. Doch tatsächlich

brachte der Stürmer das Kunststück fertig, den Ball nicht im Kasten unterzubringen. Er

entschied sich dafür, nicht auf seinen mitgelaufenen Mitspieler querzulegen, sondern

suchte selber den Abschluss und schoss sowohl über den herauseilenden Waack als auch

einige Meter über das Tor (49. Minute).

Kurz darauf hatte Malte Hinrichs nach einem Ballgewinn im Mittelfeld gesehen, dass

Torwart Zahl weit vor seinem Tor stand. Den Schuss von der Mittellinie konnte der Keeper

aber mit etwas Mühe pflücken, sonst hätte der Ball wohl im Netz gezappelt (51.).

Gut zehn Minuten später lag die Pille dann aber auf der anderen Seite im Netz. Nach

einem langen Abstoß vom Torwart verlängerte Enes Ceylan den Ball mit dem Kopf in den

Lauf von Leon Seelhöfer, der den Ball flach vor das Tor passte und am zweiten Pfosten

Hasan Akbayram aus dem Getümmel ins lange Eck traf(63.).

Die Partie wurde im Anschluss deutlich hitziger, auch - oder gerade – weil die Meller

Spieler und Betreuer viel lamentierten und durch viel Geschrei und Forderungen nach

Freistößen, Karten etc. den Spielfluss der Borgloher unterbinden versuchten. Doch davon

ließen sich die Mannen um Pascal Schweer, Florian Meyer zu Allendorf und co. nicht

beeinflussen.  

Moritz Niemeyer wurde dann zunächst für Noah Birkemeyer ausgewechselt (67.) sollte

aber   in   der   83.   Minute   für   Malte   Hinrichs   nochmal   die   Schlussoffensive   einläuten.

Ebenfalls in der 83. Minute kam Youngster Moritz Rosemann zu seinem Einsatz und

ersetzt Noah Degenhardt.

 - Der eine Joker sticht, der Andere legt auf  -

Und   genau   diese   beiden   Einwechslungen   sollten   sich   im   Endeffekt   als   goldrichtig

herausstellen. Denn Melle verwaltete den knappen Vorsprung, während die Gäste immer

wieder   Druck   nach   vorne   ausübten.   So   war   es   Moritz   Schlüter   mit   der   nächsten

Möglichkeit für den TuS, der nach einem langen Ball knapp am langen Eck vorbeischoss.

Die grün-weißen warfen in der Schlussphase alles in die Waagschale und sollten dafür

belohnt werden. Nach einer Kombination in der 90. Minute über Emanuel Müller und

Vincent   Schlüter   steckte   letztgenannter   auf   Moritz   Niemeyer   durch, der den Meller

Verteidiger im Laufduell links liegen ließ. Den Ball flankte dieser dann stramm vor das Tor,

wo die Pille an Freund und Feind vorbeiflog, bis der eingewechselte Moritz Rosemann am

zweiten Pfosten herangerauscht kam und zu seinem ersten Treffer im Herrenbereich zum

umjubelten Ausgleich einnetzen konnte.

Die Frustration bei den Gastgebern wurde nun deutlich, da alles auf das vierte Remis im

vierten Spiel für Melle hinaus lief. Aber der Ausgleich war verdient, auch wenn der

Zeitpunkt des Tores sicherlich etwas glücklich ist. In der Nachspielzeit passierte dann auch

nichts nennenswertes mehr und die spannende und unterhaltsame Partie endete mit

einem gerechten 1:1. Mit dem Punktgewinn kann die Elf um Kapitän Meyer zu Allendorf

gut leben, da die Mannschaft von Melle II vor der Saison durchaus als Kandidat für das

Titelrennen gehandelt wurde.

Am Abend und dem darauffolgenden Samstag wurde dann das Teamgefühge gestärkt,

denn der Mannschaftstag stand auf dem Plan. Beim „Bubble Ball“ blieben glücklicherweise

alle unverletzt und auch der abendliche Besuch in der Osnabrücker Altstadt wurde feucht

fröhlich verlebt.

Die nächste Möglichkeit auf drei Punkte hat die Mannschaft um Vincent Schlüter, Marcel

Pope und Co. aber bereits am kommenden Mittwoch (04.09.19), wenn es im Ortsderby

gegen die Nachbarn aus Hankenberge/Wellendorf geht. Anstoß im „Tal des Todes“ in

Hankenberge ist um 19:30 Uhr.

Aufstellung Borgloh:

- 1 Waack –

- 13 Müller, 8 H. Meyer zu Allendorf, 6 F. Meyer zu Allendorf -

- 11 Vi. Schlüter, 16 Hinrichs (21 Niemeyer,83.), 14 M. Schlüter, 7 L. Birkemeyer (10

Symanzik, 28.) –

- 21 Niemeyer (22 N. Birkemeyer, 68.), 3 Degenhardt (24 Rosemann, 83.), 27 Schweer –

 

Tore: 1:0 Hasan-Basri Akbayram (63.), 1:1 Moritz Rosemann (90.)

 

Text: Malte Hinrichs


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