TuS Borgloh e.V. 1938

Liebe Freundinnen und Freunde des Sports,

der TuS Borgloh hat den gesamten Sportbetrieb eingestellt. Das betrifft jetzt auch Gruppen oder Jugendmannschaften, die sich privat organisieren.

Stadt und Landkreis Osnabrück sperren ab Dienstag, 16. März, bis zum 30. April alle Sportanlagen und Turnhallen. 
Ziel ist es, Menschenansammlungen zu vermeiden, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
Wir können dazu unseren Beitrag leisten, indem wir vorübergehend auf den gemeinsamen sportlichen Spaß verzichten.

Halten wir zusammen, nehmen wir diese Verantwortung gemeinsam an und bleiben wir optimistisch. Eines Tages wird der Ball wieder rollen.

1. Herren - Arbeitssieg in Niedermark

Alles andere als zufrieden war die Erste Herren mit dem Ergebnis vom vergangenen Wochenende. Dort schepperte es bekanntlich eine deftige Derby-Niederlage. Deshalb war die Mannschaft von Trainergespann Lars Brinkschröder und Lennart Henkenborg um Wiedergutmachung bemüht. Gegen die Spielvereinigung Niedermark war dies aber kein leichtes Unterfangen, mit dem 2:1 Sieg konnten aber drei Punkte mit nach Hause genommen werden. 

 

Im Vergleich zur Vorwoche stand Marcel Pope anstelle von Johannes Waack zwischen den Pfosten und auch Routinier Ole Hengelbrock durfte von Beginn an neben Moritz Schlüter im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen.  

Weiterhin nicht zur Verfügung stand Pascal Schweer, der noch immer an einer Verletzung am Knöchel laboriert, aber zeitnah wieder am Training teilnehmen wird. Außerdem fehlten Emanuel Müller (Impfung) und Lukas Sundermann (Studium). Aufgrund des großen Kaders durfte sich die zweite Herren bei ihrem Spiel, welches zeitgleich gegen SuS Buer (0:5) stattfand, um Unterstützung von Marcel Schlentzek, Jannis Kappelmann und Linus Heidemann freuen.

 

- Blitzstart durch Rosemann - 

 

Nach gerade einmal drei gespielten Minuten zappelte der Ball schon im Tornetz der Gastgeber, nachdem die Borgloher trotz der Derbypleite mit breiter Brust aufgetreten waren und die gelb-blauen früh unter Druck setzten. Eine präzise Flanke von Rechtsaußen Vincent Schlüter nahm „Gerd“ Rosemann Volley, traf im ersten Versuch aber nur den gut reagierenden Keeper. Den Nachschuss versenkte der Youngster dann aber kalt wie eine Hundeschnauze zur frühen Führung. Auf dem leicht feuchten Kunstrasen konnten die Grün-weißen den Ball schnell laufen lassen und kombinierten zunächst sicher und überlegt innerhalb der eigenen Reihen. Bis zur 20. Minute hielten die Borgloher den Ball gut vom eigenen Tor fern, fanden allerdings auch nach vorne nicht den letzten entscheidenden Pass um selber zu guten Torchancen zu kommen. 

Stattdessen lag das runde Leder in der 22. Spielminute im Kasten von Marcel Pope. Der Treffer wurde aber zurecht aufgrund einer Abseitsstellung des Torschützen aberkannt. Vorausgegangen war ein Freistoß aus dem Halbfeld, der an die Latte geköpft und der Abpraller an den Pfosten geschossen wurde, bis der Niedermarker Teerling an den Ball kam und vollstreckte, dabei aber klar im Abseits stand. Glück für die Gäste in dieser Situation. 

In den darauffolgenden Minuten kamen die Gastgeber immer besser in die Partie, während die Borgloher immer mehr die Zügel schleifen ließen. Nach einem von vielen Freistößen für die Blauen herrschte im Gäste-Strafraum plötzlich Chaos. Nach mehreren Schussversuchen aus dem Gewühl heraus konnte erst kurz vor knapp geklärt werden. Aus diesem Befreiungsschlag entwickelte sich dann eine gute Konterchance für Moritz Niemeyer, der aber mit seinem flachen Abschluss am guten Torwart Gebhardt scheiterte. 

Bis zum Pausentee gab es hüben wie drüben bis auf ein paar ungefährliche Abschlüsse wenig Bemerkenswertes, auch wenn Niedermark kurz vor der Halbzeit wieder einen Treffer erzielte, der aber wiederum aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde. 

 

- Ausgleich ist nur eine Frage der Zeit -

 

Nach Wiederanpfiff lag der Ausgleichstreffer ziemlich früh in der Luft. Die Gastgeber kamen wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine und drückten auf das Tor. Borgloh hingegen war zunächst nur damit beschäftigt, die Führung zu verwalten und vergaß dabei, selber etwas für das Spiel zu tun. So dauerte es nur bis zur 55. Minute, ehe Lukas Dierker den zu dem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich erzielte. Ungestört durfte der Innenverteidiger nach einer Ecke einköpfen, nachdem mehrere Grün-weißen unter dem Ball her gesegelt waren. 

 

Richtig gefährlich waren die Niedermarker nicht, da sie sich im Spielaufbau hauptsächlich auf lange und weite Bälle beschränkten, aber hierbei häufig den zweiten Ball für sich gewinnen konnten. Aber spätestens bei Schlussmann Marcel Pope, wenn nicht sogar beim wachsamen Dustin Jung und seinen Abwehrkollegen Henrik Meyer zu Allendorf und Marco Hebbelmann wurde der Angriff unterbunden. 

Dann fiel wie aus dem Nichts der Führungstreffer für den TuS. Einen scharf getretenen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Lukas Dierker, Torschütze zum 1:1, ins eigne Tor (65.). So stand es zu diesem Zeitpunkt etwas glücklich 2:1 für die Mannschaft um Noah Degenhardt, Luis Birkemeyer und Co. 

Das stellte den Spielverlauf zwar nicht komplett auf den Kopf, sorgte aber im weiteren Spielverlauf für eine andere Spielweise beider Mannschaften. 

Niedermark verlor nun den Faden und agierten meist unüberlegt und luden so die TuS-Offensive zu zahlreichen Kontergelegenheiten ein. Zunächst versuchte sich der eingewechselte Noah Birkemeyer nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte an einem Schlenzer aus gut 30 Metern, der aber zu flach geraten war und vom Keeper gehalten wurde. Der nächste Konter landete beim ebenfalls eingewechselten Oldie Florian Symanzik, dessen Heber über Torwart Gebhardt aber noch von Verteidiger entschärft werden konnte. Weitere gute Möglichkeiten wurden liegen gelassen, die dem Gegner wohl den Zahn gezogen hätten, aber so weiterhin für Spannung sorgte. Doch nachdem Pope den letzten Fernschuss sicher parieren konnte, pfiff der gute Schiedsrichter das Spiel ab. 

Dies sorgte sowohl bei den Spielern, als auch bei den zahlreich mitgereisten Borgloher Zuschauern für Erleichterung. Auch wenn die Partie wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen war, zeigte die Elf in Grün und Weiß, anders als in der Vorwoche, die Tugenden, die man für einen Sieg braucht. Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Kampfgeist waren an diesem Tag der Grundstein für den Erfolg, wenn es spielerisch mal nicht vollends rund läuft. Deshalb geht der Sieg für den TuS in Ordnung, der in Anbetracht der Chancen in der Schlussphase auch höher hätte ausfallen können. 

Weiter gehts am Sonntag, 10.11.19, im Heimspiel gegen den SV Wissingen. Vor ein paar Wochen gab es dieses Duell bereits im Kreispokal, das die „Erste“ mit 1:0 für sich entscheiden konnte. Anstoß ist um 14 Uhr. 

Dieses Spiel stellt dann auch bereits das Letzte der Hinrunde dar, da ab dann die Rückrunde noch vor der Winterunterbrechung mit dem Heimspiel gegen Bad Laer (17.11.19) startet. 

 

 

Aufstellung Borgloh: 

- 20 Pope -

- 15 Hebbelmann, 5 Jung, 8 H. Meyer zu Allendorf - 

- 11 V. Schlüter, 14 M. Schlüter (6 F. Meyer zu Allendorf, 75.), 19 Hengelbrock, 7 L. Birkemeyer - 

- 21 Niemeyer (10 Symanzik, 59.), 3 Degenhardt (2 Kolbe, 83.), 24 Rosemann (22 N. Birkemeyer, 59.) -

 

Tore: 0:1 Moritz Rosemann (3. Minute), 1:1 Lukas Dierker (55.), 1:2 Eigentor (65., L. Dierker)

 

 

Text: Malte Hinrichs


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