TuS Borgloh e.V. 1938

1. Herren – Viertelfinale im Pokal erreicht und Kantersieg in der Liga

Die Woche der 1.Herren des TuS Borgloh hätte aus Sicht der Ergebnisse kaum besser verlaufen können. Am Sonntag Nachmittag wurde Tabellenschlusslicht Dissen mit 8:0 vom Platz gefegt, während unter der Woche Tabellennachbar SuS Vehrte im Achtelfinale des Kreispokals mit 1:0 besiegt wurde.

Getrübt wurde die erfolgreiche Woche allerdings durch zwei Verletzungen. Vize-Kapitän Malte Hinrichs zog sich erneut einen Kreuzbandriss im linken Knie zu, den er im Spiel gegen Vehrte ohne Fremdeinwirkung erlitten hat. Damit steht er auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. Auch Stürmer Pascal Schweer musste im Spiel gegen Dissen frühzeitig vom Platz, nachdem ihn sein Gegenspieler böse gefoult hatte. Er fällt mit einer Verletzung am Außenband des Knöchels vorerst aus, wird aber wohl zeitnah wieder zur Verfügung stehen.

-Torfestival in Dissen, Doppelpacker Schweer und Jung -

Im Duell mit der TSG auf dem Kunstrasen in Dissen zeigte sich schon von Beginn an, dass der TuS nicht nur auf dem Papier die bessere Mannschaft ist. Dissen, mit gerade einmal einem Punkt aus 11 Spielen, war über 90 Minuten chancenlos gegen die Truppe von Trainer Lars Brinkschröder und Co-Trainer Lennart Henkenborg. Mit den acht Gegentoren waren die Gastgeber auch noch gut bedient, da gerade in Durchgang eins reihenweise Hochkaräter vergeben wurden.

Den Anfang machte an diesem regnerischen Tag Pascal Schweer in der 13. Spielminute. Nach einem katastrophalen Rückpass des Dissener Innenverteidiger Nelson Pereira-Correia stibitzte sich der Stürmer den Ball, umkurvte den Torwart und schob ins verwaiste Tor zum 1:0 ein. Eben jener Innenverteidiger, an dem Tag vielleicht besser als „Bruder Leichtfuß“ bekannt, sorgte kurz darauf für die nächste Gelegenheit der grün-weißen. Diese blieb aber ungenutzt, führte aber zu einem Eckball für den TuS. Den konnte wieder Pascal Schweer mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:0 im Dissener Tor unterbringen (16.Minute). Bis kurz vor der Halbzeitpause, als Florian Symanzik das entscheide 3:0 gelang, vergaben die Borgloher Offensivkräfte reihenweise gute Möglichkeiten. Luis Birkemeyer scheiterte gleich zweimal am Pfosten, Moritz Niemeyer zielte bei mehreren gefährlichen Abschlüssen nicht genau genug, Noah Degenhardt traf nur den letzten Mann auf der Linie, Dustin Jung scheiterte knapp aus der Distanz und zweimal hielt der beste Dissener, Torwart Gärtner, gut gegen die Schüsse von Pascal Schweer. Oldie Florian Symanzik zeigte dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit wie es besser geht, und vollendete mit einem Flachschuss aus 16 Metern ins lange Eck. Zuvor waren Luis Birkemeyer und Noah Degenhardt bereits mit ihren Schüssen gescheitert.

Nach der Halbzeitpause machten die Männer in Grün-weißer Kluft da weiter, wo sie aufgehört hatten. Drei gefährliche Torschüsse der Gäste und ein Eckball, der Kapitän Henrik Meyer zu Allendorf in bester „Patty-Krüwel-Manier“ über den Kopf flitschte, wurden alleine in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff nicht in Tore umgemünzt. Nach einer knappen Stunde Spielzeit zielte Youngster Dustin Jung endlich genau genug, und vollendete eine Kombination mit Moritz Niemeyer trocken aus der Distanz zum mehr als verdienten 4:0 (58.). Die Überlegenheit der Mannschaft um Emanuel Müller, Vincent Schlüter und Co. wurde daraufhin immer stärker, ebenso wie der Regen, der den Ball auf dem Kunstrasen rasend schnell werden ließ.

- Torchancen für zwei Spiele, Torwart Waack beschäftigungslos -

Der heute etwas Glücklose Moritz Niemeyer verpasste es in der Folgezeit, das 5:0 zu erzielen. Und als er endlich traf, hatte ihn der Linienrichter im Abseits gesehen und hob die Fahne.

Das 5:0 erzielte dann in der 81. Minute ein anderer Moritz. „Gerd“ Rosemann erhielt an der 16er-Kante einen Steckpass vom aufmerksamen Noah Degenhardt und blieb dann im Duell mit Torwart Gärtner eiskalt und schob flach rechts ins Eck ein. Nur eine Zeigeumdrehung später erzielte Dustin Jung dann seinen Doppelpack, und zwar mit einem Schuss aus 20 Metern, bei dem er ausrutschte und der Ball dadurch im hohen Bogen über den verdutzten Keeper zum 6:0 im Netz landete (82.).

Luis Birkemeyer bereitete dann das siebte Tor an diesem Tag nach einer Kombination mit Jannis Kolbe über deren linke Offensivseite vor. Die scharfe Hereingabe vollendete dann in der Mitte ein Dissener Akteur wie ein Stürmer und bugsierte den Ball vor dem einlaufenden Moritz Rosemann ins eigene Tor (88.). Mit dem Schlusspfiff setzten Moritz Schlüter und Noah Birkemeyer dann die Kirsche auf das Sahnehäubchen. Nach toller Kombination zentral vor dem Tor lupfte der jüngere der beiden Schlüter-Brüder perfekt in den Lauf vom jüngeren der beiden Birkemeyer-Brüder. Dieser fackelte nicht lange und traf direkt flach ins Eck zum 8:0 Endstand (90.). Danach wurde das Spiel nicht wieder angepfiffen.

Der Borgloher Sieg war auch in der Höhe absolut verdient und zu keinem Zeitpunkt im Spiel auch nur annähernd in Gefahr. Die vergeblichen Angriffsbemühungen der Gastgeber wurden direkt im Keim erstickt, und wenn es für Waack an diesem Tag gefährlich war, dann nur in der Form, dass er sich bei dem Wetter eine Erkältung hätte einfangen können. Wenn man trotzdem gerne was zu Meckern hat, kann man sich die über zahlreichen vergebenen Chancen ärgern. Aber bei so einem deutlichen Ergebnis spielt eigentlich auch das keine Rolle.

 

- Ein Treffer reicht zum Weiterkommen -

Im Pokal gab es unter der Woche das Gastspiel unserer Ersten in Belm beim SuS Vehrte. In einer umkämpften Partie war der TuS vor allem in Halbzeit eins die spielbestimmende Mannschaft. Chancen gab es in dieser Partie aber nicht am Fließband, dennoch konnte die Überlegenheit der Elf in grün-weiß in einen Sieg umgewandelt werden. Das einzige Tor an diesem Abend schoss Pascal Schweer in der 40. Minute. Nach dem Wechsel kam Vehrte zunächst wacher aus der Kabine und drängte zunehmend auf den Ausgleich. Dustin Jung war bei der besten Gelegenheit der Vehrter der Retter in höchster Not, in dem er den Ball im letzten Moment von der Linie kratzte. Zum Ende des Spiels hätten die Borgloher eher den Deckel drauf machen können. Aber bei diversen Kontern fehlte die Präzision im Abschluss. Deshalb blieb es bei einem gerechtem 1:0 Sieg für die Mannschaft um Noah Degenhardt, Jannis Kappelmann und Co. Nach Abpfiff war die Freude allerdings aufgrund der eingangs erwähnten schweren Verletzung getrübt. Aber dennoch steht die Mannschaft jetzt hochverdient im Viertelfinale des Kreispokals und überwintert somit in zwei Wettbewerben.

Am kommenden Wochenende steht dann endlich wieder das heißersehnte Gemeindederby gegen den TuS Hilter an. Mit einem Sieg würden die Grün-weißen an den „Young-Devils“ vorbeiziehen. Anstoß wird bereits am Freitagabend unter glühendem Flutlicht um 19:30 Uhr sein.

 

Aufstellung Borgloh gegen Dissen:

- 1 Waack -

-13 Müller, 8 H. Meyer zu Allendorf, 2 Kolbe -

- 11 V. Schlüter (15 Hebbelmann,64.), 5 Jung, 14 M. Schlüter, 7 L. Birkemeyer (22 N.Birkemeyer,69.) -

- 10 Symanzik (24 Rosemann,53.), 27 Schweer (3 Degenhardt, 25.), 21 Niemeyer, (7 L. Birkemeyer, 74.) -

 

Tore: 1:0, 2:0 Pascal Schweer (10.,16. Minute), 3:0 Florian Symanzik (45+2), 4:0 Dustin Jung (58.), 5:0 Moritz Rosemann (81.), 6:0 Dustin Jung (82.), 7:0 Eigentor (88.), 8:0 Noah Birkemeyer (90.)

 

Text: Malte Hinrichs